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Amarillis

Die Amaryllis gehört vor allem in der Weihnachtszeit zu einer der beliebtesten Pflanzen. Ob als Topfpflanze in der Wohnung oder als Schnittblume in einem hübschen Blumenstrauß zum Verschenken – man sieht sich an dieser Schönheit nie satt.

 
Amaryllis-pflege

Amarillis – Herkunft und Geschichte

Die Pflanze ist in der Pflege weitestgehend unkompliziert, allerdings sollte beim Umgang mit Kindern und Tieren Vorsicht geboten sein. Die Amarillis ist giftig und sollte daher nur an Standorten gewählt werden, welche für Kleinkinder und Tiere unzugänglich sind. Häufig wird die Pflanze im Sprachgebrauch falsch geschrieben. Der richtige Name lautet Amaryllis, viele nutzen aber das Wort Amarillis. Beide Namen könne für diese Zierpflanze genutzt werden.

Der sogenannte Trivialname „Amaryllis“ bezeichnet die Gattung Ritterstern, auch Hippeastrum genannt. Die Pflanze ist eine subtropische Zwiebelpflanze, welche im Süden Afrikas heimisch ist. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie nach Europa eigeführt, wo sie seither als Zimmerpflanze verbreitet ist. Erst nach der echten Amaryllis wurden die Rittersterne im Süden entdeckt.

Da sich die beiden kaum unterschieden, wurde auch der Ritterstern der botanischen Gattung zugeordnet. Da aber einige Merkmale der Pflanzen nicht mit den anderen übereinstimmten und durch den vom Atlantik voneinander isolierten Lebensräume, wurde dies schnell revidiert. So wurden die Rittersterne 1986 wieder aus der Gattung der Amaryllis verbannt.

Mittlerweile sind zwischen 70 und 100 Wildarten der Amarillis bekannt. Fast alle sind im südlichen Brasilien, Bolivien, Paraguay, Uruguay, Peru und in Argentinien vorzufinden. Ursprünglich handelt es sich bei der Zierpflanze um eine Wildart aus den peruanischen Anden. Über einen längeren Zeitraum wurden unterschiedliche Arten gekreuzt, um neue Pflanzenmischungen zu erschaffen.

Die Amarillis wird bei uns überwiegend als Zimmerpflanze genutzt. Ihre eindrucksvollen Blüten zieren zahlreiche Fensterbänke. Ob als Topfpflanze oder auch als Schnittblume, bei der Amaryllis sollte immer Vorsicht geboten sein. Alle Teile der Blume sind giftig. Voranging wird hier das Speichergewebe der Zwiebel genannt. Ein sorgfältiger Umgang sollte also höchste Priorität haben.

 

Aussehen der Amarillis Pflanze

Vor allem in der Winterzeit sind diese Pflanzen gerngesehene Geschenkideen. Von roten, rosafarbenen, weißen, gelben über mehrfarbigen Blütenblättern kann die Amaryllis gekauft werden. Im Winter oder Frühjahr bringt die Pflanze pro Zwiebel zwischen einer und zwei hohle Blütenschäfte hervor, welche bis zu 80 Zentimeter hoch werden können.

Die Blüten spreizen sich mehr oder weniger stark. Das ist abhängig von der Sorte. Der Blütenstand dieser Zierblume erreicht bis zu 30 Zentimeter. Viele Blumengeschäft-Besitzer bieten die Zimmerpflanze mit goldenem oder silbernem Glitzer bestäubt an.

Welcher Standort eignet sich?

Drei verschiedene Vegetationsphasen der Amarillis verursachen unterschiedliche Ansprüche an den Standort:

  1. In der Wachstumsphase, welche von Frühjahr bis Sommer andauert, bevorzugt die Zierpflanze einen absonnigen bis halbschattigen, warmen Platz auf der Terrasse oder dem Balkon. Die Tagestemperaturen sollten hier idealerweise zwischen 22 und 26 Grad Celsius liegen.
  2. Die Blühphase ist bei der Amaryllis im Winter. In dieser Zeit sollte sie in einem Wintergarten oder alternativ auf einer Fensterbank beherbergt werden. Hier sollte die Temperatur circa 20 Grad Celsius betragen. Nachts kann die Temperatur bis auf 16 Grad fallen. Umso niedriger die Temperaturen werden, desto länger hält die Blüte.
  3. Eine Ruhepause wird im Herbst gehalten. Hier wird ein dunklerer Standort und eine konstante Temperatur von 16 Grad Celsius benötigt. Sie muss unbedingt frostfrei stehen. Sinnvoll ist hier eine Unterbringung im Keller oder im Garten.

Pflege einer Amarillis: Gießen, Schneiden, Düngen

Die Wässerung der Amarillis ist vor allem während der Wachstums- und Blühphase sehr wichtig. Am einfachsten ist hier die Bewässerung über den Untersetzer. Dieser wird mit Wasser gefüllt, sodass sich die Pflanze über die Wurzeln selbst mit der benötigten Wassermenge versorgen kann.

Alle zwei Wochen circa kann man der Pflanze mit einem flüssigen Blütenpflanzdünger beim gesunden Wachsen helfen. Hier sollte man den Anweisungen auf dem Dünger folgen, um ein Überdüngen zu vermeiden. Dieser Prozess kann ab August langsam wieder eingestellt werden.

Wenn die Pflanze ab September circa drei Monate Ruhepause eintritt, kann das Gießen überwiegend eingestellt werden. Bestenfalls sollten die Blätter vollständig eintrocknen, bevor sie entfernt werden. Danach sollte ein einfacher sauberer Schnitt direkt über der Knolle vollzogen werden, damit die Pflanze neu wachsen kann. Die Phase, in der die Pflanze laublos verweilt, sollte mindestens 6 Wochen andauern.

Das richtige Umtopfen der Zierblume

Circa 4 Wochen vor der gewünschten Blühe, sollte die Zwiebel der Amarillis nach Bedarf in ein größeres Gefäß gesetzt werden. Sogleich sollte die obere Erdschicht, welche nur mäßig durchwurzelt ist, entfernen und anschließend mit neuer Erde aufgefüllt werden.

Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass alle Wurzelteile in dem Gefäß bedeckt sind. Danach können die Töpfe wieder an einen kühleren Ort und man kann mit der erneuten Bewässerung starten. Diese sollte dem neuen Austrieb angepasst werden.

Amaryllis als Schnittblume pflegen

Nicht nur als Topfpflanze ist die Amaryllis ein echter Blickfang, immer häufiger wird sie auch als Schnittblume gekauft. Hier kann nach Vorlieben gewählt werden, ob sie in einen Blumenstrauß mit ein gebunden werden sollen oder ob man die Blumen alleine als Deko genutzt wird.

Vor dem Kauf der Amarillis als Schnittblume sollte man darauf achten, dass die Blüte noch geschlossen ist. So hat man länger etwas von ihrer Schönheit. Wie auch viele andere Schnittblumen, sollte die Amaryllis mit einem scharfen Messer angeschnitten werden.

Kleiner Tipp: Wenn man das Ende zuvor mit etwas Klebeband umwickelt, reißt der Stiel nicht ein, wenn man ihn anschneidet. Das ist nämlich leider ein bekanntes Problem dieser Pflanze.

Zuhause sollte die Schnittblume in eine Vase mit lauwarmem Wasser gegeben werden. Dieses sollte spätestens alle drei Tage gewechselt werden. Der Standort sollte nach Möglichkeit keine Zugluft haben. Ebenfalls sollte sie nicht unmittelbar über der Heizung platziert werden.

Verträglichkeit bei Mensch und Tier: Giftig?

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Auch wenn die Amaryllis zu einer der schönsten Blumen gehört, sind leider alle Teile der Pflanze giftig. Vor allem das Speichergewebe der Zwiebel, aber auch Blüten und Blätter enthalten das schädliche Lycorin. Dieses Gift kann schon in geringen Mengen zu Reizungen führen. Insbesondere bei Kindern und Tieren kann die Berührung mit der schädlichen Substanz sehr gefährlich werden.

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Ist dennoch eine Person oder ein Haustier in Kontakt mit dem Gift gekommen, sollte die betroffene Stelle direkt mit Wasser abgespült und ein Arzt aufgesucht werden. Um eine solche Situation zu vermeiden, ist es ratsam, beim Kontakt mit der Knolle immer Handschuhe zu tragen und die Pflanze außer Reichweite von Kindern zu platzieren.