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Blätter bestimmen für Herbarium

Herbarium leitet sich von Herbar ab und bedeutet soviel wie Kraut. Im Herbarium werden getrocknete und gepresste Blätter oder Blüten gesammelt. Diese werden auf Papier aufgeklebt und können einzeln beschriftet werden. Es ist gar nicht schwer, die eigene Pflanzensammlung dauerhaft haltbar zu machen. Mit einem Herbarium lassen sich Pflanzen auch noch nach Jahren miteinander vergleichen.

 
Buch mit Blatt

Pflanzen und Blätter für das Herbarium sammeln

Generell gilt, dass für ein Herbarium nur Pflanzen und deren Teile gesammelt werden dürfen, die nicht unter Schutz stehen. Um möglichst hochwertige Ergebnisse nach dem Trocknen zu bekommen, sollten die Pflanzen und Blätter ohne Schäden sein.

  • Auch von Insekten angefressene Blätter eignen sich nicht.
  • Um die Pflanze möglichst genau bestimmen und erkennen zu können, sollten auch Blattteile, wie zum Beispiel der Blattstiel, vorhanden sein.
  • Hilfreich sind zudem zwei Blätter, sodass deren Vorder- und Rückseite genau dokumentiert werden kann.
  • Bei Blumen kann das Pressen und Trocknen etwas aufwändiger werden.
  • Besonders gut eignen sich Pflanzen mit einem kleinen oder flachen Blütenkopf.

Auch hierbei werden Pflanzenteile wie Stängel und Blätter zum Trocknen benötigt. Blumen sollten ganz entwickelt sein und in voller Blüte stehen, bevor sie zum Konservieren gepflückt, bzw. abgeschnitten werden.

Laubbäume – Blätter bestimmen

Laubbäume haben im Vergleich zu Nadelbäumen Blätter in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Es gibt zahlreiche heimische Laubbäume, wie zum Beispiel Birken, Erlen, Ahorn, Buchen, Eschen usw.

Um ein eigenes Herbarium anzulegen, sind gewissen Kenntnisse erforderlich, damit sich die Pflanzen richtig zuordnen lassen. Hilfreich sind auch Bücher, mit denen sich Pflanzen dank einer guten und bebilderten Beschreibung deutlich erkennen lassen. Unter anderem können Laubbäume durch die Blattform bestimmt werden, denn es gibt:

  • dreieckige
  • runde
  • längliche
  • geklappte
  • eiförmige
  • gebuchtete
  • herzförmige
  • gefingerte und
  • gefiederte

Blätter. Auch die Rinde oder die einzelnen Baumfrüchte sind bei der Bestimmung hilfreich. Daher sollten nicht nur einzelne Blätter, sondern auch die Früchte der Bäume sowie Teile der Rinde mit in das Herbarium aufgenommen werden.

 

Zu den bekannten und oft vorkommenden Laubbäumen gehören zum Beispiel Birken, die durch die weiße Baumrinde deutlich zu erkennen sind. Birkenblätter haben ein dunkles Grün und eiförmige, leicht gezackte Blätter. Ab März beginnen Birken zu blühen. Diese Blüten werden als Kätzchen bezeichnet und haben eine gelborange Färbung.

Herbarium: Früchte zum Blätter Bestimmen nutzen

Neben den Blättern eignen sich auch Baumfrüchte für die Bestimmung. Es gibt verschiedene Arten von Früchten, die sich teilweise gut trocknen und pressen lassen. Unter anderen können die folgenden Früchte genutzt werden, um einen Laubbaum zu erkennen und ihm einen Namen zu geben:

  • Beeren
  • Steinfrüchte
  • Nüsse
  • Apfelfrüchte
  • Kapselfrüchte
  • Hülsenfrüchte
  • Zapfen
  • Spaltfrüchte
  • Flügelnüsse

Flügelnüsse kommen unter anderem bei Birken, Ulmen, Eschen und Ahorn vorn. Diese sind zugleich bekannte Bäume und lassen sich auch durch die Blattform zuordnen.

Laubbäume nach Namen zuordnen

Blätter am Baum

Nicht nur Blumen, sondern auch Laubbäume können in verschiedenen Regionen mit einem anderen Namen bezeichnet werden. Allerdings haben alle Laubbäume immer nur einen einzigen botanischen Namen, der in allen Regionen gleich ist.

Es gibt jedoch mehrere Arten, die sich anhand der Bezeichnung voneinander unterscheiden. Während bei uns überwiegend die Birke mit weißem Stamm bekannt ist, gibt es in Kanada die Gelb Birke, in China die Rot Birke und in den USA die Blau Birke.

Im Herbarium ist es wichtig, dass der Baum mit seinem richtigen Namen und zusätzlich mit dem botanischen Namen benannt wird. Werden Teile der Birke konserviert, dann lautet die Bezeichnung mit klassischem Namen Birke und mit botanischem Namen Betula pendula. Alternativ werden Birken auch als Weiß Birke, Warzen Birke oder Sand Birke bezeichnet.

Blätter bestimmen für Herbarium: Ahorn Arten

In Deutschland gibt es drei verschiedene Ahornarten, zu denen unter anderem der Bergahorn, der Feldahorn und der Spitzahorn gehören. Der Feldahorn ist ein relativ kleiner Baum, der sehr langsam wächst.

Der Bergahorn zeigt seine Blüten ab dem Monat Mai und hat ab September/Oktober reife Früchte. Die Früchte des Ahorn sind auch als Nasenzwicker bekannt und werden sich von Kindern gerne einmal auf die Nase gesetzt. Mit 10 bis 15 cm sind die Ahornblätter relativ groß. Der Ahorn hat Blätter, die zugespitzt und mit fünf Zacken versehen sind.

Blätter richtig pressen und trocknen

Damit Blumen und Blätter haltbar werden, müssen sie getrocknet und gepresst werden. Beim Sammeln sollten nur einwandfreie Blätter zusammen mit den Stielen genommen werden. Diese werden am besten sorgfältig ausgebreitet, glattgestrichen und dann zwischen Zeitungspapier gelegt.

Das Papier kann die Feuchtigkeit gut aufnehmen und den Blättern entziehen. Damit die Blätter schön glatt und gleichmäßig getrocknet werden, müssen sie noch beschwert werden. Dazu eignen sich große Bücher oder dicke Bretter, mit denen die eingelegten Blätter beschwert werden.

Vor dem Einkleben müssen die gesammelten Werke unbedingt absolut trocken sein. Bei großen oder dicken Blättern kann dies mehrere Tage dauern. Bei einigen Blumen sind manchmal auch Wochen nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.