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Blutpflaume schneiden

Die Blutpflanze ist eine rotblättrige Unterart der Myrobalane (Kirschpflaume). Die Pflanze, welche als Hausbaum äußerst beliebt ist, stammt ursprünglich aus Asien. Die Wildpflanze ist in vielen Regionen in freier Natur, bevorzugt in Feldhecken oder sonnigen Berghängen, zu finden.

 
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Aussehen der Blutpflaume

Die Blutpflaume wächst, ähnlich wie die Kirschpflaume, zu einem Strauch bis mittelhohem Baum heran. Dieser wird bis zu sieben Meter hoch, mit einer rundlich bis kegelförmigen Krone. Sie können einzel- oder mehrstämmig sein und wachsen sehr langsam. Junge Triebe, welche etwa 25 Zentimeter im Jahr wachsen, sind rotbraun und werden im Alter schwarzbraun. Für kleinere Gärten gibt es eine Zwergform der Blutpflaume. Wichtig ist es die Blutpflaume richtig zu schneiden.

Viele Pflanzen der Art besitzen kleine Dornen. Diese dienen dem Eigenschutz, beispielsweise gegen kleine Nagetiere. Der Stamm der Blutpflaume ist nur schwach mit Früchten versehen und besitzt große Korkzellen. Die Wurzeln bilden die Ausläufer für die Fortpflanzung.

Im Gegensatz zur Kirschpflaume sind die Blätter der Blutpflaume karminrot bis schwarzrot gefärbt. Vor allem junge Pflanzen der älteren Sorte zeigen eine sehr lebhafte Rotfärbung der Blätter, welche im Laufe der Jahre immer mehr vergrünen.

Blutpflaume – Blütezeit

Blüte sowie Blätter der Blutpflanze entfalten sich zur selben Zeit im April. Nachdem die Pflanze abgeblüht ist, entwickeln sich bis September die essbaren Kirschfrüchte, welche der Familie des Steinobst angehören. Aus ihnen wird klassischerweise Marmelade gekocht, Kuchen gebacken oder die Frucht wird roh verzehrt.

Die Kerne der Pflaume werden zur Herstellung von Pflaumenlikör verwendet. Dafür dürfen aber nur unbeschädigte Kerne verwendet werden, da so die im Kern enthaltenen giftigen Samen nicht nach außen dringen.

 

Anleitung: Blutpflaume zurückschneiden

Prinzipiell kommt die Blutpflaume ohne Schnittmaßnahmen gut zurecht. Gefällt dem Besitzer Größe oder Form jedoch nicht, kann dieser natürlich trotzdem zur Schere greifen. Fast jeder Schnitt wird von der Pflanze toleriert.

Blutpflaume schneiden: Bei jungen Pflanzen werden oft Korrekturschnitte vorgenommen. Diese sollen der Pflanze zu einem besseren Wuchs verhelfen. Altere Bäume dagegen werden mit der Zeit meist zur Krone hin ausgelichtet.

Ist die Pflanze während der Sommermonate zu üppig gewachsen, empfiehlt es sich, sie zurückzuschneiden. Dabei können ganze Äste, vorrangig nach innen wachsende Zweige, samt Blättern entfernt werden. Dabei sollte der Wuchscharakter dennoch erhalten bleiben um einen guten Wuchs zu erzielen.

In Einzelfällen ist ein Radikalschnitt im Frühjahr der Blutpflaume notwendig. Im darauffolgendem Jahr, wird die Pflanze wahrscheinlich nicht austreiben, dafür aber die Jahre darauf umso kräftiger.

Wie auch bei viele anderen Pflaumen ist auch die Blutpflaume bei größeren Schnittwunden sehr anfällig für Holzfäule. Dies ist ein Angriff des Holzes durch Pilze durch Nässe. Deshalb sollte ein stammnaher Rückschnitt vermieden werden und bestenfalls ein handbreiter Zapfen stehen bleiben.

Tipps zum Blutpflaume schneiden:

  • Wenn nicht unbedingt nötig, sollte immer so wenig geschnitten werden wie möglich.
  • Tägliches gießen ist nur bei neu gepflanzten Bäumen oder Sträuchern essenziell.
  • Äste, an denen sich Schädlingsbefall bemerkbar macht, sollten möglichst bald verschnitten werden. So verhindert man das Ausbrechen auf weitere Zweige und sichert das Überleben der Pflanze.
  • Beim Schneiden sollte unbedingt ein scharfes Messer verwendet werden, da die Schnittstelle sonst sehr anfällig für Krankheiten ist.
  • Blutpflanzen sind frostfest und benötigen keinen Winterschutz.
  • Nährstoffreicher Boden sowie ein sonniger Standort sorgen in der Regel für gesunde und widerstandsfähige Pflanzen.

Giftigkeit der Pflanze

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Die Pflanze an sich ist ungiftig, weshalb sie gerade wegen ihrer schönen Farben, auch für Kindergärten und Schulen geeignet ist. Beim Verzehr der Kirschfrüchte sollte allerdings Vorsicht geboten sein.

Zwar ist das weiche Fruchtfleisch ungiftig, jedoch enthalten die Samen im Kern des Obstes – ebenso wie Mandeln, Anteile an Amygdalin (Blausäure). Bereits bei Kontakt mit einer geringen Dosis können, vor allem bei Kleinkindern, Vergiftungserscheinungen auftreten.

Bei größeren Mengen besteht durchaus die Gefahr der tödlichen Vergiftung durch Blausäure, welche sich durch Symptome wie Atemnot, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen oder Durchfall bemerkbar machen.

Bei Kontakt mit dem im Kern enthaltenen Samen, oder den oben aufgeführten Symptomen, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder die Giftnotrufzentrale kontaktiert werden. Außerdem wird den Betroffenen geraten, möglichst viel Wasser zu trinken.

Vermehrung der Blutpflaume

Blutpflaumen werden durch Veredelungen vermehrt. Diese können im Frühjahr als Kopulation oder im Sommer als Okulation durchgeführt werden. Die Vorlage der Veredlung bieten zwei- bis dreijährige Sämlinge wilder Kirschpflaumen.

Laien versuchen sich gerne an der Kopulation, da diese im Regelfall höhere Erfolge erzielt. Da das Holz der Blutpflaume sehr hart ist, benötigt man hierzu ein sehr scharfes Veredlungsmesser. Kurzgefasst wird dabei ein schräg angeschnittener Trieb der Blutpflaume genau auf die Unterlage, hier der Kirschpflaume, angepasst wird und verwächst.

Für Fortgeschrittene Gärtner ist die Okulation sehr interessant. Dabei wird mit dem Okuliermesser unterhalb der Knospe ein Rindenstück entfernt und der darin verwachsene Holzspan von der Innenseite abgezogen.

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Danach wird die Vorlage (bei Blutpflaumen meist Kirschpflaume) T-förmig eingeschnitten und vorsichtig aufgebogen. Das zuvor vorbereitete Auge wird in diese Öffnung vorsichtig eingeschoben und überstehende Rinde abgeschnitten. Am Ende wird die Veredlungsstelle noch verbunden und somit vor Austrocknung und Nässe geschützt.