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Drachenpalme

Zunächst sind Drachenbäume keine echten Bäume, sondern fallen unter „baumförmige Lebensformen“ und gehören dazu zu den Spargelgewächsen. Da der Saft von Drachenbäumen rot ist und somit an Drachenblut erinnert, bekam der Drachenbaum dadurch seinen Namen.

 
drachpalme

„Dracaena“ lautet der botanische Name und leitet sich von dem griechischen Namen „drákaina“ ab, was so viel wie „weiblicher Drache“ bedeutet.

Was ist der Drachenbaum?

Die Palme weist einen schlanken Stamm auf, welcher sehr verzweigt ist. Je nach Art bildet der Drachenbaum grüne, rote oder auch weiß gefärbte Umrandungen in seinen Blättern.

Das Blattwerk ist dazu panaschiert und der Baum selbst kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. In tropischen und subtropischen Gebieten erreicht die Drachenpalme allerdings stattliche Höhen und erinnern dann deutlich an Bäume. Wachsende duftende Blüten in Zimmerhaltung sind jedoch eher selten.

Die Drachenpalme ist eine besonders pflegeleichte Zimmerpalme und es sind mehr als 50 Unterarten bekannt. Die bekanntesten unter ihnen sind „Dracaena marginata“ und „Dracaena fragrans“. Die Marginata ist dazu perfekt für Einsteiger, welche sich erst einmal an diese schönen Pflanzen herantasten wollen.

Ist die Drachenpalme giftig oder gefährlich?

Der Drachenbaum ist für den Menschen ungefährlich, allerdings sollten Hunde, Katzen,  Hasen und auch Kaninchen von ihm ferngehalten werden. Allein durch die Aufnahme der Blätter wurde beispielsweise bei einigen Katzen Durchfall beobachtet.

 
  • Diese Pflanze enthält Saponine.
  • Diesen genannten Inhaltsstoff kennt man von Tomaten, Salat, Erbsen oder auch Spinat.
  • Menschen nehmen den Stoff somit täglich zu sich, da die Mengen dort relativ gering gehalten sind.
  • Der Pflanzensaft enthält jedoch eine hohe Konzentrations des Stoffes.
  • Ein Erwachsener, welcher gesundheitlich stabil ist, muss nichts befürchten.

Für Kinder besteht allerdings ein höheres Gefahrenpotenzial. Eine Überdosis Saponine führt zum Beispiel zu Erbrechen, Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss oder sogar zu blutigem Durchfall. Treten diese Symptome auf, direkt einen Arzt aufsuchen!

Drachenpalme: Richtige Pflege

Achtet man auf die richtige Pflege, hat man an seinem pflanzigen Freund sehr viel Spaß und eine Augenweide im Zimmer. Das Gute an diesen Bäumen ist, dass die Pflege so gut wie bei jeder Drachenbaumart gleich ist.

Nur wenige Ausnahmen bringen Unterschiede mit sich. Die Drachenpalme stellt keine besonderen Anforderungen an seinen Halter.

  1. Ist die Drachenpalme grün, mag sie im gegensatz zu den mehrfarbigen Drachenbäumen eher schattige Plätze. Mehrfarbige benötigen mehr Sonnenlicht, aber keinen direkten Sonnenplatz wählen. Pralle Sonne sollte man vermeiden.
  2. An lichtärmeren Standorten bildet der Drachenbaum in der Regel lange, aber auch nackte Triebe mit winzigen Blattschöpfen. Will man die Verzweigung fördern, helfen nur ein hellerer Standort und ein Rückschnitt.
  3. Hierfür nimmt man sich eine scharfe Gartenschere zur Hand und kappt die langen Triebe. Bei Arten wie dem „kanarischen Drachenbaum“, die dicktriebig sind ist es nötig die Schnittstellen zu schützen, damit diese nicht trocknen. Dazu dichtet man diese Stellen mit Baumwachs ab.
  4. Gerne wird der Baum von Oktober bis Januer etwas kühler gehalten, doch helles Licht ist dennoch ein Muss. Ebenfalls muss deshalb auch darauf geachtet werden, dass die Temperaturen nicht unter 10 Grad fallen. Auf junge Pflanzen sollte da umso mehr geachtet werden. Hier helfen beispielsweise isolierende Styroporplatten. Die optimale Raumtemperatur ist 18 Grad.
  5. Da die Palme etwas Gift enthält, ist darauf zu achten, sie von Haustieren und Kindern fernzuhalten.
  6. Hält man die Blumenerde leicht feucht, ist das bereits ausreichend, um den Baum glücklich zu machen. Regelmäßiges Einsprühen der Blätter ist ebenfalls wichtig. Damit der Baum jedoch nicht erkrankt, muss Staunässe vermieden werden.

Typische Pflanzenkrankheiten

Erkrankungen können unter anderem Wurzelfäule oder Pilze sein. Allerdings droht auch das Eindringen anderer Schädlinge. Beispielsweise ist es bei sichtbaren Schädlingen (Zum Beispiel: Blattläuse) wirksam, die Stellen mit Mineralöl zu bestreichen.

Gegen Staunässe hilft es Substrate einzusetzen und eine Schicht Kies oder Seramis auf den Topfboden zu legen und darüber Blumenerde zu geben.

Drachenbaum umtopfen

drachenbaum

Alle zwei bis drei Jahre kann man den Drachenbaum umtopfen. Dies hängt allerdings von seiner Wachtumsgeschwindigkeit ab. Topft man den Baum um, muss auf ein ausreichend großes Gefäß geachtet werden.

Breite und Tiefe sind hier nämlich sehr wichtig und sollten somit genügend Raum bieten. Bevor die Palme allerdings wieder eingesetzt wird, untersucht man den Wurzelballen auf faulige Stellen. Sind welche vorhanden, entfernt man diese mit einem scharfen Messer.

Düngen

In Form von flüssigem Volldünger in mittlerer Konzentration sollte der Drachenbaum in der Zeit vom Frühjahr bis zum späten Herbst gedüngt werden. Dies wird alle 14 Tage vollbracht.

Drachenpalme vermehren

Wenn man von Anfang an beginnen will, sprich einen Drachenbaum aufwachsen sehen möchte, kann man sich etwas in Geduld üben. Zwar ist die Anzucht aus Samen einfach, aber zugleich auch langwierig.

Im Frühjahr kann man die Samen ausäen und bei einer Temperatur von 20 bis 25 Grad beginnen die Sämereien nach ungefähr drei bis vier Wochen auszutreiben.

Da sich jedoch durch den Rückschnitt des Drachenbaumes nun Triebe ergeben haben, wirft man diese nicht einfach weg. Mit ihnen kann man nun neue Pflanzen heranziehen.

Vorgehensweise durch Triebe:

  • Zuerst schneidet man die Blattschöpfe ab.
  • Wenn notwendig die Schnittstellen mit Baumwachs abdichten.
  • Danach die Triebe in ein Wasserglas stellen.

Nach wenigen Wochen bilden diese Triebe bereits neue Wurzeln und treiben oberhalb gleich an mehreren Stellen neu aus. Sind die Jungbäume gut bewurzelt, besteht die Möglichkeit sie einzeln in kleine Töpfe zu pflanzen oder man setzt sie zu dritt in ein größeres Gefäß um.

Pflanze überwintern

Im Winter benötigt der Drachenbaum hauptsächlich Wärme und eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit, dafür kaum Pflege an sich. Von September bis Februar braucht er nur wenig Wasser und das Klima im jeweiligen Zimmer sollte nicht zu trocken sein.

Wird allerdings geheizt, ist es notwendig Verdunster aufzustellen, da der Baum feuchte Luft benötigt. Während der Überwinterung muss nur wenig gedüngt werden. Höchstens Düngerstäbchen für Grünpflanzen verwenden, welche den Dünger speichern.

Auch im Winter muss man die Blätter regelmäßig anfeuchten, sprich besprühren, doch vorher immer vorsichtig den Staub entfernen. Dies geht am besten mit einem feuchten, glatten Tuch. Hält man im Winter die Temperaturen zwischen 18 und 30 Grad, wird auch nichts schief gehen. Zusammenfassend gilt:

  • Keine besonderen Pflegeansprüche.
  • Heller Standort muss gegeben sein.
  • Blätter regelmäßig von Staub befreien.
  • Erde feucht halten, regelmäßig Blätter besprühen.
  • Wöchentliches düngen, außer im Winter.
  • Temperaturen dürfen niemals unter 10 Grad fallen, passend sind 18 bis 30 Grad.