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Düngen

Damit der Rasen, Blumen und andere Pflanzen gesund und kräftig wachsen können, benötigen sie die richtige Pflege. Dazu gehört auch das Düngen der Pflanzen, um sie mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Allerdings kann zu viel Pflege auch schaden.

 
Gartenboden

Rasen richtig düngen

Ganz egal, ob Sport- oder Spielrasen – wer eine schöne und gesunde Grünfläche im Garten haben möchte, muss seinen Rasen richtig pflegen. Dazu gehört zum einen das regelmäßige Mähen, zum anderen das Vertikutieren und natürlich auch das Düngen.

  • Beim Düngen werden dem Boden wichtige Nährstoffe zugeführt, was besonders bei einem nährstoffarmen Boden regelmäßig gemacht werden sollte.
  • Der Rasen nimmt die Nährstoffe mithilfe seiner Wurzeln aus dem Boden auf und kann gesund und kräftig wachsen.
  • Fehlen diese Nährstoffe, bleibt das Wachstum aus und es kann zu kahlen stellen oder unschön verfärbtem Rasen kommen.

Die erste Düngung sollte im Frühjahr gemacht werden, wenn der Rasen von dem Laub befreit wurde und im Winter stark gelitten hat. Ein Rasendünger, der reich an Stickstoff ist, gibt der Grünfläche die benötigte Energie. Die zweite Düngung erfolgt im Sommer, in den Monaten Juni oder Juli.

Dann ist es wichtig, dass der Rasen ausreichend mit Magnesium und Kalzium versorgt wird, damit er seine schöne und satte grüne Farbe behält. Die dritte und letzte Düngung erfolgt im September, wenn es langsam Herbst wird. Diesmal sollte der Dünger reich an Kalium sein. Dadurch bekommt der Rasen Kraft und kann Krankheiten vorbeugen.

Rasen richtig düngen im Frühjahr

Nicht nur der Herbst, sondern auch der Winter kann der einst so schönen Grünfläche mächtig zugesetzt haben. Nicht selten zeigen sich kahle oder graue Stellen im Rasen. Auch Moos oder Unkraut macht sich oft unbemerkt breit. Vor dem Düngen muss der Rasen gesäubert und von Blättern, Zweigen und anderen Dingen befreit werden.

Anschließend wird der Rasen vertikutiert, was den Boden wieder schön durchlässig macht. Moos und Unkraut müssen entfernt werden, bevor der Rasen dann im Frühjahr mit einem stickstoffreichen Dünger gedüngt wird. Stickstoff fördert ein gesundes Wachstum der Grünfläche und sorgt dafür, dass sich der Rasen gut erholen kann.

Rasen im Sommer düngen

Nachdem der Rasen während der Wintermonate gelitten hat, ist seine Frühjahrs-Düngung nicht für das ganze Jahr ausreichend, sodass der Rasen im Sommer erneut gedüngt werden muss. Diesmal geht es nicht in erster Linie um das kräftige Wachstum sondern darum, das satte Grün zu erhalten.

Dazu benötigt der Rasen während der warmen Sommermonate einen Dünger, der reich an Magnesium und Kalzium ist. Zudem stärkt Magnesium auch die Grashalme und gibt ihnen Kraft.

Düngen im Herbst – Rasenpflege

Im Herbst muss sich der Rasen von den oft heißen Sommermonaten erholen und gleichzeitig auf den bevorstehenden Winter vorbereiten. Vor dieser Düngung sollte der Rasen nochmals mit einem Vertikutierer bearbeitet und von Unkraut befreit werden. Dadurch kommt mehr Luft an die Wurzeln und im Boden kann sich keine Staunässe bilden.

Nun benötigt der Rasen Kalium. Das stärkt ihn und gibt den Wurzeln schon im Herbst ausreichend Power, um den Winter zu überstehen. Kalium beugt auch Krankheiten vor und kann bei Schimmel helfen.

Verschiedene Dünger für Rasen und Grünflächen

KompostDer Handel bietet mineralische, organische und Mischdünger an. Diese können unterschiedlich wirken und dem entsprechend zur Rasendüngung verwendet werden:

  • Organische Dünger: Sind natürliche Dünger, die aus Hühnerkot, Melasse, Hornmehl, Hornspänen und ähnlichen Zutaten hergestellt werden. Diese Düngemittel wirken jedoch nicht sofort, sondern erst dann, wenn die Bodenorganismen ihn in seine wichtigen Nährstoffe umgewandelt haben. Er überdüngt den Boden nicht, sondern sorgt dafür, dass die allgemeine Fruchtbarkeit des Bodens verbessert wird.
  • Mineralische Dünger: Sind Kunstdünger, die mithilfe chemischer Stoffe produziert werden. Sie haben nicht nur eine schnelle, sondern auch eine sehr hohe Wirkung und eignen sich daher optimal als Startdünger. Auch Mangelerscheinungen in der Rasenfläche verschwinden schnell, wenn ein mineralischer Dünger verwendet wird. Die Mittel haben jedoch keine Langzeitwirkung.

Weniger ist mehr: Richtig Düngen

Viel hilft auch viel stimmt in diesem Zusammenhang leider nur in den wenigsten Fällen. Denn eine Überversorgung durch zu viele Düngemittel kann dem Rasen ebenso schaden, wie eine Unterversorgung. Werden dem Boden zu viele Nährstoffe zugefügt (das ist beim häufigen Griff zum Rasendünger der Fall) kann das Wachstum verschiedener Pilze gefördert werden, welche den Rasen schließlich schwächen und krank machen.

Zudem kann das Wachstum stark zunehmen, und der Rasen muss wesentlich öfter gemäht werden. Dabei kann der Rasendünger (wird dieser in einer großen Menge oder zu oft aufgebracht) einfach auf dem Rasen liegenbleiben und führt an den betroffenen Stellen zu Verbrennungen.

Zudem sollte der Dünger niemals bei starkem Sonnenschein aufgebracht werden. Es ist besser, den Rasen kurz vor dem Regen zu düngen, oder die Grünfläche nach dem Düngen zu gießen. Dadurch kann der Dünger schneller und besser in den Boden eindringen und der Rasen bleibt unbeschädigt.

Blumen düngen

Dünger liefert den Blumen zusätzliche Nährstoffe, die ein gesundes Wachstum der Pflanze fördern. Besonders viel Kraft benötigen Blumen während der Blüte. Daher sollten sie schon vor dem Beginn der Blühzeit gedüngt werden.

Am besten eignet sich ein Flüssigdünger für Blühpflanzen, denn dieser kann mit dem Gießwasser gemischt werden. Ist die Blühphase vorbei, benötigen die meisten Blumen keinen Dünger mehr. Für Rosen und viele andere Blumen bietet der Handel besondere Dünger an, die auf die speziellen Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sind.

Organisch-Mineralische-Dünger werden auch als Mischdünger bezeichnet. Sie bestehen aus beiden Komponenten und können daher als schnelle aber auch als langanhaltende Variante gewählt werden. Die Nährstoffausnahme des Bodens verbessert sich durch Mischdünger und auch die Wasseraufnahme lässt sich optimieren.