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Juckpulver Pflanze

Die Wald- und Wiesenfrucht Hagebutte wird von den meisten Menschen oft übersehen. Durch ihre kleinen feinen Härchen an den Kernen der Frucht, wird sie auch als Juckpulverpflanze bezeichnet. Diese wird nämlich zur Herstellung von Juckpulver verwendet.

 
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Juckpulver Pflanze: Was ist das?

Als Juckpulverpflanze wird die Hagebutte bezeichnet. Es handelt sich um die Früchte der Wildrose oder der Hundsrose. Die Frucht besitzt kleine feine Härchen, welche an den Enden mit Widerhaken versehen sind. Diese haften sich an alles, was ihnen in die Nähe kommt.

Die kleinen Härchen sind allerdings nicht der Grund, weshalb die Juckpulver Pflanze ihren Namen hat. Die juckende Eigenschaft liegt nämlich im Inneren der Hagebutte. In den winzig kleinen Samen. Diese werden sehr unangenehm, nach einem Hautkontakt.

Man findet Juckpulver vorrangig in Scherzartikeln. Die Pflanze wird meist aber nur als Superfood und Heilpflanze erkannt.

Juckpulver selber machen

Vorab, Juckpulver darf niemals in die Augen gelangen. Egal ob es gekauft oder selbst hergestellt wurde.

Da es sich hierbei um einen Scherzartikel handelt, sollte zuvor immer abgeklärt werden, ob das potentielle „Opfer“, unter bestimmten Allergien leidet. Denn die Substanz kann im schlimmsten Fall allergische Reaktionen oder Atemnot verursachen. Es soll sich hierbei ja schließlich nur um einen Scherz handeln und keine gesundheitlichen Risiken mit sich bringen.

 

Juckpulver aus Hagebutte

Für dieses selbst hergestellte Gemisch benötigt man nur drei Utensilien. Man kann es bequem Zuhause herstellen:

  1. Reife Hagebutte
  2. Einen Teelöffel
  3. Ein scharfes Messer

Die Hagebutte, welche man an den wilden Rosen oder Hundsrosen findet, enthalten im Inneren viele kleine Samen. Diese besitzen wiederum kleine Widerhaken. Tritt man in Kontakt mit diesen Haken, fängt die Betroffene Hautpartie stark zu jucken an.

Genau diese Eigenschaft wird zur Herstellung von Juckpulver benötigt. Mit Hilfe eines kleinen Löffels können die Samen behutsam der Frucht entnommen werden. Danach werden sie isoliert. Das geht am besten auf einem Stück Küchenrolle.

Das war auch schon der schwerste Part der selbstgemachte Herstellung von Juckpulver aus der Pflanze. Danach kann man die Samen noch etwas trocknen und zerkleinern und fertig ist das teuflische Pulver.

Dies wird in den meisten Fällen in den Nacken des Opfers gestreut. Hier kann es durch das Shirt an eine große Partie Haut gelangen. So fängt es an vielen verschiedenen Stellen an zu jucken. Das juckende Pulver sollte allerdings nie ins Gesicht gestreut werden, da dies zu gesundheitlichen Risiken führen kann.

Juckpulverherstellung ohne Hagebutte

Juckpulver kann man auch ganz einfach ohne die Hagebutte herstellen. Hierzu gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Juckpulver aus Pfeffer
  • Juckpulver aus der ostindischen Juckbohne
  • Juckpulver aus Mehl und trockener Erde
  • Juckpulver aus getrockneten Eihüllen der Wellhornschnecke
  • Juckpulver aus Keksen
  • Juckpulver aus Sägespäne

Häufig wird im Internet auch die Methode mit gemahlener Glaswolle genannt. Dieses Experiment ist aber stark gesundheitsgefährdend, weshalb man unbedingt Abstand davon halten sollte. Denn man will dem „Opfer“ ja nicht nachweislich Schaden zufügen, sondern lediglich für etwas Spaß sorgen.

Juckpulver aus Pfeffer Herstellen

Die Herstellung aus Pfefferkörnern ist kinderleicht. Man benötigt nur eine Handvoll getrockneter Pfefferkörner, die mithilfe eines Mörsers grob zerkleinert werden.

Sind die Körner zu Juckpulver verarbeitet, können sie ähnlich wie das Pulver aus Hagebutten, einfach in den Nacken des Opfers gestreut werden. Hierbei sollte man allerdings Vorsicht walten lassen. Viele Menschen wehren sich, wenn sie nicht wissen was gerade passiert.

Juckpulver Pflanze Essbar: Giftig oder nicht?

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Die Juckpulverpflanze ist absolut ungefährlich im Umgang. Die Hagebutte wird sogar als Heilpflanze und als Superfood eingesetzt. Der Verzehr ist also unschädlich. Einzig der Umgang als Juckpulver kann Risiken mit sich bringen. Man sollte unbedingt darauf achten, dass das Pulver nicht in die Augen gelangt. Dies kann zu Reizungen führen.

Des weiteren können bei Unverträglichkeiten Allergien entstehen. Auch Atemnot kann bei manchen geschädigten auftreten. Dadurch sollte der Umgang mit dieser Substanz nur bei Personen angewendet werden, die keine Vorerkrankungen wie Asthma oder PSM haben. Hier kann der Spaß nämlich schnell in die falsche Richtung laufen.

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Die Früchte hingegen sind für Menschen sowie für Tiere sehr gesundheitsfördernd und werden gerne als Marmelade, Mus, Tee, Fruchtleder, Likör oder Saft verarbeitet. Auch in getrockneter Form als Snack werden sie gerne gesehen.