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Oleander trägt gelbe Blätter

Die natürlichen Wachstumsareale des Oleanders findet man in der Regel im Mittelmeergebiet. Dennoch ist der Rosenlorbeer, ein anderer Name des Oleanders, sehr beliebt bei heimischen Gärtnern und Gärtnerinnen.

 
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Oleander: gelbe Blätter oder schwarze Punkte

Oft ist es schwierig den genauen Grund für die Gelbfärbung der Blätter zu benennen. Die Charakteristika des Oleanders beherbergen einige Besonderheiten, die bei der Arbeit im eigenen Garten zu beachten sind.

Auf Grund der von ihrem üblichen Lebensraum abweichenden Wachstumsbedingungen, kann die Pflanze hier zu Lande Schäden mit sich tragen. Diese zeichnen sich beispielsweise durch schwarze Punkte, gelbe Blätter oder auch Trockenheit aus.

Eine fehlende Nährstoffzufuhr liefert den häufigsten Grund für die verschiedensten Erkrankungen der Pflanze. Allerdings kann diese auch schlicht am Alter, fehlendem Wasser oder fehlender Sonne oder sogar an einem Bakterienbefall leiden.

Ursachen für gelbe Blätter und Tipps zur Vorbeugung

Die Blätter sind am Ende ihres Lebenszyklus. Das Durchschnittsalter der Blätter eines Rosenlorbeers beträgt nur circa zwei Jahre. Dies bedeutet, dass innerhalb dieses Zyklus Platz für neue Blätter geschaffen werden muss. Bevor die Pflanze ihre alten Blätter abstößt färben diese sich gelb. Es empfiehlt sich daher, den Zeitraum zwischen dem Blattwechsel zu überprüfen, bevor man zu anderen Maßnahmen greift.

Es fehlt der Pflanze an Nährstoffen. Oft wird der Oleander eingetopft. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Nährstoffzufuhr gestört wird. Es muss also mehr Dünger verwendet werden, was wiederrum zu einem Düngerüberfluss führen kann. In diesen Fällen färben sich die Blätter gelb, es kommt allerdings nicht zum Blattfall.

 

Folgendes kann bei der Düngung beachtet werden:

  • Wenn sich die Pflanze im Kübel befindet, muss sie einmal wöchentlich gedüngt werden.
  • Es sollte auf normale Blumenerde verzichtet werden, ein Gartenerde-Lehmgemisch bekommt der Pflanze besser.
  • Am sinnvollsten ist die Düngung während der Sommerzeit.
  • Die Benutzung von Flüssigdünger, speziell für den Rosenlorbeer, ist zu empfehlen.

Fehlende Wasserzufuhr als Ursache für die Blattfärbung

Da die natürlichen Wachstumsbedingungen des Oleanders einen sehr feuchten Boden, beispielsweise den von Flussniederungen, voraussetzen, reagiert dieser empfindlich auf trockene Erde. Steigen die Temperaturen also an und die Blätter färben sich, kann eine erhöhte Wasserversorgung womöglich Abhilfe schaffen.

Die Sonnenzufuhr ist zu gering. Es ist immer ratsam den Oleander so aufzustellen, dass er möglichst viel Sonnenlicht absorbiert. Oft werfen die oberen Blätter Schatten auf die unteren. Dies führt dazu, dass die unteren Blätter auf Grund von fehlender Sonneneinstrahlung gelb werden und es zum Blattfall kommt.

Oleander kann von Bakterien befallen sein

Ein Krankheits- oder Schädlingsbefall stellt das Worst-Case Szenario dar, ist jedoch nicht die hauptsächliche Ursache für eine Gelbfärbung. Die Pflanze kann an einem eher harmlosen Pilzbefall oder auch am „Oleanderkrebs“ leiden.

Auslöser für diesen Krebs sind Bakterien. Da die Blätter in diesem Fall ihre Farbe zu einem gelb mit schwarzen oder braunen Flecken ändern, lässt sich diese Ursache schnell zuordnen. Hier empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit einem Gärtner, bevor Chemikalien angewendet werden.

Überwinterung eines Oleander

Die Mittelmeer-Pflanze verträgt leichte Minusgrade, maximal bis -5°C, ohne Bedenken. Sollte der Winter sich in vollen Zügen ausbreiten, empfiehlt sich allerdings im mitteleuropäischen Raum eine Überwinterung in einem „Winterquartier“. Dafür braucht es nicht viel Know-How:

  1. Die Pflanze wird gesäubert und auf Schädlingsbefall überprüft.
  2. Umherwachsendes Unkraut wird entfernt.
  3. Gegebenenfalls hilft ein Rückschnitt bei Platzmangel.
  4. Geeignete Rückzugsorte sind ein kalter Wintergarten oder ein gut durchlüfteter Keller.
  5. Mit Temperaturen von 2°C bis 10°C wird ein ideales Überwinterungsklima geschaffen.
  6. Im Winter benötigt die Pflanze nicht viel Wasser, solange sie nicht vollkommen austrocknet.
  7. Es empfiehlt sich ein wöchentlicher Kontrollblick auf Schädlingsbefall.

Sobald die Außentemperatur wieder über 2°C steigt, kann der Rosenlorbeer zurück in sein gewohntes Umfeld.

Zu trockene Blätter beim Oleanders – was tun?

Wenn der Oleander trockene Blätter trägt kann dies zwei Ursachen haben: entweder besteht eine problematische Wasserzufuhr oder es liegt ein Wurzelschaden vor.

Obwohl der Oleander trockenes Wetter gewöhnt ist braucht er auf Grund seiner typischen, wassernahen Lage viel Feuchtigkeit. Die Blätter können allerdings auch bei zu viel Bewässerung austrocknen.

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Die Pflanze besitzt in der Regel sehr lange Wurzeln, um sich selbst vom Grundwasser von ausgetrockneten Flüssen bedienen zu können. Da die Blätter des Oleanders nicht dazu in der Lage sind, Wasser zu speichern, und das Zurückgreifen auf Grundwasser bei eingetopften Pflanzen nicht möglich ist, bedarf es einer überdurchschnittlichen Wasserzufuhr. Bei hohen Temperaturen sollte daher mehrmals täglich gegossen werden. Im Winter genügt es, den Rosenlorbeer einmal monatlich zu gießen.

Bewässert man den Oleander allerdings zu häufig, kann dies die Wurzeln schädigen. Diese können faulen und den oberen Teil der Pflanze nicht mehr richtig versorgen, was zu trockenen, braunen Blättern führt. Zu viel Wasser stellt meistens in den Wintermonaten ein großes Problem dar.

Sollten die Wurzeln geschädigt sein, müssen diese sofort von der Pflanze entfernt werden. Es empfiehlt sich, die Pflanze aus dem Kübel zu nehmen, die faulen Wurzen zu entfernen und den Oleander dann wieder neu, mit frischer Erde, einzutopfen. Ebenfalls müssen alle trockenen Blätter am „oberirdischen“ Teil entfernt werden.

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Oleander verliert seine Blüten

Der richtige Standort ist bei der Kultivierung von Oleander besonders wichtig. Wenn die Pflanze starkem Wind oder Schauer ausgesetzt ist, kann sie ihre Blüten verlieren. In diesem Fall muss umgehend eine neue Position für den Rosenlorbeer gefunden werden. Hier kann auf eine schützende Stelle an der Hauswand oder unter dem Terrassendach zurückgegriffen werden.