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Ranunkelstrauch

Der Ranunkelstrauch ist in den heimischen Gärten eine Zier. Das ganze Jahr über besticht er durch seine herrlichen Blüten, durch die Farbenpracht und durch das hellgrüne Laub.

 
Ranunkelstrauch

Im Frühling zeigt der Strauch seine Schönheit durch die gelben Blüten, im Sommer lässt das Laub die Augen strahlen und im Herbst bekommt er leuchtende Laubfarben.

Auch im Winter können die Triebe bewundert werden, die immer noch grün sind. Idealerweise kann der Ranunkelstrauch nicht nur als frei wachsende Hecke verwendet werden, sondern auch zur Einzelstellung. Eine gute Kombination stellt der Ranunkelstrauch zusammen mit dem violett blühenden Silberblatt. Beide Arten blühen über einige Wochen zur gleichen Zeit.

Ranunkelstrauch Herkunft und Geschichte

Der Ranunkelstrauch ist auch unter dem Namen Goldrösschen oder Japanische Kerrie bekannt. Der Ranunkelstrauch ist einzigartig und stammt aus der Gattung der Kerrie. Im Großen und Ganzen zählt er zur Familie der Rosengewächse.

Der Blütenstrauch ist eigentlich in China beheimatet, wurde aber schon 1834 nach Europa gebracht. Der Ranunkelstrauch und seine umfangreichen Sortenvielfalt machen die Pflanzen zu einem der beliebtesten Sträucher im Garten. Der Ranunkelstrauch ist sommergrün und besitzt überall gelbe, kleine Blüten.

Optik

Der Strauch ist buschig und vieltriebig. Er kann bis zu zwei Meter hoch werden und besitzt hängende Äste. Seine Blüten sind das Merkmal des sommergrünen Strauches. Aber auch die glänzend grünen Zweige, die rutenartig wachsen sind recht auffällig. Die Zweigrinde ist kahl und fein gestreift. Die Blätter sind glänzend Grün und treiben recht früh aus. Jedes Blatt wird zwischen 3 und 6cm lang.

 

Das Blatt ist eiförmig. Die Blüten punkten mit einer goldgelben Schale, die einen Durchmesser von 3cm aufweist. Die ranunkelartigen Blüten haben dem Strauch seinen Namen eingebracht. Der Ranunkelstrauch bekommt kleine runzelige Steinfrüchte. Sie sind bräunlich bis schwarz. Während die Schalenblüten von April bis Juni blühen, reifen die Steinfrüchte von Juni bis August.

Boden und Standort

Obwohl der Ranunkelstrauch so einzigartig ist, stellt er eigentlich sehr wenig Ansprüche. Der Boden muss nur gut durchlässig sein. Alkalisch bis leicht sauer ist perfekt. Zudem sollte der Boden frisch sein. Idealerweise bekommt er einen sonnigen Platz, nimmt aber auch Schatten in Kauf. Achten Sie darauf, dass er über die heißen Stunden nicht durchgehend in der Sonne steht. Es kann passieren, dass die Blüten ausbleichen, wenn.

Ist der Ranunkelstrauch giftig?

Der Ranunkelstrauch ist schön anzusehen und die Blätter, Blüten und Triebe sind auch nicht giftig. Aber die Samen sind toxisch. Die Samen:

  • Enthalten Amygdalin
  • Sind so giftig wie Bittermandeln
  • Große Mengen können zur Vergiftungserscheinungen führen
  • Übelkeit und Erbrechen kann die Folge eines Verzehrs sein

Eine Panik ist allerdings überflüssig. Die Samen sind zwar giftig, führen aber nicht zum Tod. Bei einer zu hohen Konzentration sorgt der Körper dafür, dass Sie sich übergeben.

Um Vorzubeugen können Sie die welken Blüten direkt abschneiden. So bekommen die Samen keine Chance sich zu entwickeln.

Blütezeit – Wann verblüht der Ranunkelstrauch?

Da der Ranunkelstrauch sommergrün ist, sind die Blätter durchgehend von Frühling bis in den Spätherbst hinein mit einer schönen grünen Färbung zu sehen. Die gelben Blüten beginnen in der Regel im April aufzublühen und blühen dann bis tief in den Juli hinein. Im Herbst werden die Blätter des Strauchs in den Herbstfarben deutlich. Im Winter sind die grünen Triebe immer noch zu sehen.

Ranunkelstrauch Schneiden und Pflege

Ranunkelstrauch

  1. Auf den Platz achten: Der Ranunkelstrauch bildet starke Ausläufer. Damit die Ausläufer gut wachsen können, muss auf ausreichend Platz geachtet werden. Bei kleineren Gärten bietet sich eine Wurzelsperre an.
  2. Die Pflanzzeit: Der Ranunkelstrauch sollte idealerweise im Frühling gepflanzt werden. Für eine Schnitthecke sollte der Strauch einen Abstand von 30cm bis zum nächsten Strauch aufweisen. Bei allen anderen Pflanzarten reicht ein Abstand von 60cm.
  3. Wurzelballen wässern: Bevor der Strauch seinen Platz in den Garten findet, sollte der Wurzelballen in Wasser gestellt werden. Sobald der Strauch an seinem Platz eingegraben ist, muss er zudem mit ausreichend Wasser bedacht werden.
  4. Düngen: Der Ranunkelstrauch ist sehr pflegeleicht. Eine Düngung ist selten notwendig. Eine zu gut gemeinte Düngung kann das Gegenteil bewirken und die Blüten fallen aus. Bei längeren Trockenperioden ist aber eine ausreichende Bewässerung notwendig.
  5. Der Schnitt: Die Hecke ist rutenförmig und besitzen waagerechte Triebe. Wenn er einen freien Standort hat, dann sollte er direkt nach der Blüte ausgelichtet werden.
  6. Zur Verjüngung: Die alten Äste des Ranunkelstrauchs sollten direkt überall des Boden abgeschnitten werden.

Winterhart

Der Ranunkelstrauch stammt aus den Gebirgsregionen Chinas und ist somit durchaus winterhart. Er kann während der Wintermonate ruhig im Freiland verbleiben. Achten Sie nur darauf, dass er nicht zu trocken wird.

Sorten

Die Gattung der Ranunkelsträucher beschränkt sich im Grunde auf eine Art, aber in dieser Art gibt es mehrere Sorten. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich meist durch die Blüten. Die Sträucher mit den eher einfachen Blüten sind „Golden Guinea“ und „Simplex“. „Golden Guines“ hat allerdings ein wenig größere Blüten.

Die Sorte „Pleniflora“ punktet mit leuchtenden Blüten, die einen Durchmesser von bis zu 5cm erreichen. Eine eher seltene Form ist die „Variegata“. Die besitzt grün.weiße Blätter und wächst eher niedrig. Früher war der Strauch unter dem Namen „Pica“ bekannt. Zum beliebtesten Ranunkelstrauch gehört allerdings die „Pleniflora“. Sie wird bei den Fachhändlern am häufigsten angeboten.

Ranunkelstrauch Vermehrung

Der Ranunkelstrauch bildet unzählige Ausläufer und vermehrt sich, wenn Sie ihn lassen, von allein. Die bewurzelten Ausläufer können im Frühling entnommen werden und zur Vermehrung in Muttererde eingesetzt werden. So kann der Ranunkelstrauch im ganzen Garten platziert werden.

Eine zusätzliche Vermehrung ist durch Stecklinge möglich. Sie werden von Juni bis September genommen. Die Triebspitzen sollten etwa 10cm lang sein. Die Stecklinge sollten zum Überwintern in ein Kalthaus gebracht werden. Im Frühjahr können sie dann ins Freiland gesetzt werden.

Krankheiten

Der Ranunkelstrauch ist sehr robust und extrem pflegeleicht. Es sind zurzeit weder Schädlinge noch Krankheiten bekannt.