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Rasendüngung mit Rasendünger

Die Gärtner der englischen Parks und des Rasens darin, kennen ein Sprichwort, dass sinngemäß lautet: „Ein schöner Rasen muss täglich gegossen werden, und das über einen Zeitraum von 200 Jahren“.

 
Rasenmäher

Nun soweit werden es die heimischen Gärtner nicht treiben wollen. Der Rasen in unseren Refugien soll schön grün sein, homogen und gesund aussehen. Vielfach ist dazu ein wenig Nachhilfe durch eine Rasendüngung mit dem Rasendünger nötig.

Wie sinnvoll Rasendüngung mit Rasendünger ist, und was dabei beachtet werden soll, ist Thema dieses Ratgebers.

Wann ist eine Düngung des Rasens sinnvoll?

Die Pflanzen des Rasens – das Gras schlechthin – verhält sich so, wie die meisten anderen Pflanzen auch. Wenn genug Nährstoffe vorhanden sind, dann werden keine weiteren mehr aufgenommen.

Im diesem Fall versickern sie einfach im Boden und sind unwirksam. Sattes grünes Gras, ein Rasen ohne kahle Flecken und sonstige Schadstellen, scheint also genug Nährstoffe zu haben. Der tägliche erfrischende Wasserguss sollte ausreichen.

Rasendüngung: Bodenanalyse durchführen

Wer es ganz genau wissen will, der kann eine Bodenprobe entnehmen und diese untersuchen lassen. So eine Analyse zeigt auf, welche Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralien im Boden fehlen (oder auch in Übermengen vorhanden sind). Darauf basierend ist dann die Auswahl des richtigen Düngers vorzunehmen. Es gibt zwei Möglichkeiten eine Bodenanalyse durchzuführen:

 

Eine Laboranalyse:

  • An rund 15 Stellen werden Bodenproben entnommen, die nach Anweisung in Probegefäße zu füllen sind, und an das Labor übermittelt werden
  • Das Ergebnis kommt nach etwa drei Wochen darauf nach Hause

Ein Schnelltest aus dem Fachhandel oder der Apotheke:

  • Damit wird meist nur der pH-Wert des Bodens gemessen
  • Eine Bodenprobe wird in ein Reagenzglas gegeben
  • Dann kommt destilliertes Wasser dazu und die Testtablette
  • Nach dem das Ganze durch starkes Schütteln aufgelöst ist, verfärbt sich die Flüssigkeit und man kann an der Farbe den jeweiligen pH-Wert ablesen

In jedem Fall gilt bei der Düngung, dass zu viel oft nicht hilft, sondern eher schadet. Ein Dünger falsch ausgebracht und falsch dosiert kann mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Was Graspflanzen zu gesundem Wachstum brauchen

Rasen Gießkanne GartenWenn der Boden gesund ist, dann hat er auch die Möglichkeit jene Nährstoffe nachzuliefern, die beim Mähen verloren gehen. Wenn das nicht der Fall ist, muss mit einer Rasendüngung unterstützt werden. Als Zwischenschritt ist auch das Mulchen einen Versuch wert, denn dabei werden die Nährstoffe dem Boden nicht entzogen.

Es sind eine Menge Stoffe und Elemente, die ein Rasen benötigt, wenn er gesund und schön wachsen soll. Der durchschnittliche Nährstoffbedarf ist zwar unterschiedlich und von Nutzung und Standort abhängig. Dennoch können folgende Mittelwerte als Richtwert pro Quadratmeter und Jahr angenommen werden:

  1. Stickstoff für Wachstum und Regeneration: Gebrauchsrasen 8 bis 15 Gramm, Zierrasen 10 bis 25 Gramm
  2. Phosphor für Stoffwechsel und Wurzelwachstum: Gebrauchsrasen 2 bis 5 Gramm, Zierrasen 3 bis 5 Gramm
  3. Kalium stärkt die Pflanze generell und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten: Gebrauchsrasen 10 bis 15 Gramm, Zierrasen 10 bis 15 Gramm
  4. Magnesium macht die Blätter grün und hält die Pflanze gesund: Gebrauchsrasen 3 Gramm, Zierrasen 1 bis 2 Gramm

Dazu kommen noch Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid, in geringen Mengen auch Calcium, Schwefel, Kupfer, Eisen und Zink. Handelsübliche Rasendünger basieren meist auf einer Mischung von Stickstoff, Phosphor, Magnesium und Kalium – die Rasendüngung kann beginnen.

Wie und wann ist der Rasen zu düngen?

Zuerst ist die Frage zu stellen: Was wird mit dem Rasen gemacht? Wird darauf gespielt, Sport getrieben? Wird er also einigermaßen strapaziert, dann schadet eine viermalige Düngung nicht. Ein reiner Zierrasen wird üblicherweise mit einer Düngung im Frühjahr und Herbst auskommen.

Ab Mitte März bis Mitte April startet die Dünge-Saison mit Stickstoff um das Wachstum anzuregen. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht zu früh gedüngt wird. Erst wenn der Boden vollständig durchwärmt ist, und sich die Pflanzen auf das Wachstum vorbereiten, ist es die richtige Zeit mit Dünger zu unterstützen.

Kalium im Rasendünger

Kalium stärkt gegen die Trockenheit im Sommer und wird ab Mitte Mai eingesetzt. Im Sommer, also in den Monaten Juli bis Anfang August, kann ein Langzeitdünger auf Stickstoffbasis das Wachstum in den heißen Monaten unterstützen, während im beginnenden Herbst wieder mehr Kalium zum Einsatz kommt, damit die Pflanzen für den Winter gestärkt werden.

Dabei gilt besser zu früh, als zu spät. Wenn sich die Pflanzen erst mal auf die Winterruhe vorbereitet haben, ist ein wachstumsfördernder Dünger eher kontraproduktiv.

Gut wirkt der Dünger, wenn er in den Abendstunden ausgebracht wird. Am besten an Tagen, auf die während der Nacht oder am Morgen Niederschläge zu erwarten sind.

Verbrennungen durch Sonnenbestrahlung

Würde der Rasendünger auf den Blättern bleiben, weil der erwartete Regen ausfällt, dann können dadurch Verbrennungen durch die Sonnenbestrahlung entstehen. Falls es tatsächlich nicht regnet, dann muss an nächsten Morgen der Gartenschlauch in Aktion treten, noch bevor die Sonne ihr Vernichtungswerk beginnen kann.

Optimale Düngung des Rasens

Die Ausbringung hängt von der Aggregatform des verwendeten Düngers ab:

  • Feststoffliche, mineralische Dünger: mit dem Streuwagen, der eine gleichmäßige Verteilung sicherstellt. Am besten wirkt der Dünger wenn er einmal in Längsrichtung und das andere Mal quer verteilt wird. Damit wird eine homogene Düngung erreicht, der Rasen ist an keiner Stelle überdüngt, er wird keine stark grün gefärbten oder verbrannte Stellen aufweisen.
  • Flüssige Dünger werden nach den Hinweisen des Herstellers gemischt und mit der Giesskanne ausgebracht. Bei großen Wasserflächen ist die Einbindung über die Bewässerungsanlage sinnvoll.

Fazit zur Rasendüngung

Zusammenfassend ist für einen gepflegten Rasen – je nach Nutzung und Standort – eine ausgewogene Nährstoffbilanz erforderlich. Eine Überdüngung ist wenig sinnvoll, da Pflanzen nur jene Nährstoffe aufnehmen, die sie tatsächlich brauchen.

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Vor der Entscheidung welcher Dünger verwendet werden soll, ist es empfehlenswert eine Bodenanalyse durchzuführen um die optimale Zusammensetzung des Düngers zu eruieren.