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Roter Klee

Der Rotklee, welcher hauptsächlich unter Wiesenklee bekannt ist, gehört zur Gattung der „Trifolium“ oder, um es verständlicher zu machen, der „Gattung Klee“, an. Alles über Entfernung, Wirkung und Überwinterung.

 
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Seine Familie sind Hülsenfrüchtler und die Unterfamilie bezeichnet man als Schmetterlingsblütler. Jedoch kann der Rotklee nicht nur Feind, sondern auch Freund sein. Seine Wirkung als Heilkraut wird vielfach geschätzt.

Was ist roter Klee?

Roter Klee ist eine Pflanze deren Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche liegen, welche in der Regel jedoch von Schnee, Laub oder Erde als Witterungsschutz bedeckt sind. Er gehört zu den Schaftpflanzen mit kräftigem Wurzelstock und Zugwurzeln.

Auf Fettwiesen und Feldern, ebenso in lichten Wäldern ist der Rotklee zu Hause. Allerdings wird er auch als Kulturpflanze angebaut und wächst in tiefgründigen, nährstoffreichen, frischen Ton-und Lehmböden.

Dazu ist er kalk-und sulfatliebend. Obwohl der Rotklee für den Gärtner ein Dorn im Auge darstellt, da dieser Insekten anlockt, gilt der rote Klee gleichzeitig auch als nutzbringende Pflanze für Mensch und Tier. Diese Pflanze ist nicht nur ein Pollenlieferant für Insekten und auch eine Futterpflanze für Weidevieh, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Heilkunde zur Linderung und Behandlung von Beschwerden.

Roter Klee im Rasen: Entfernung und Bekämpfung

Nach Möglichkeit sollte der Rasen frei von Unkraut sein. Dies hat nicht nur den Grund, dass es gepflegter aussieht, sondern ist es auch ein Anzeichen für starke Graswurzeln und somit auch für gesundes Gras.

 
  • Ist das natürliche Gleichgewicht des Rasens gestört, ist es ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich Klee angesiedelt hat.
  • Zu hoher pH-Wert des Bodens kann eine Ursache dafür sein, da diese Werte eine ideale Wachstumsbedingung für den roten Klee bieten.
  • Eine weitere Ursache kann beispielsweise auch ein nicht ausreichend gepflegter Rasen oder kein optimaler Nährstoffgehalt im Boden sein.

Vertikutieren und Handarbeit

Während man den Weißklee relativ einfach entfernen kann, ist der Rotklee sehr hartnäckig. Um den Rotklee nämlich zu entfernen, ist eine systematische Vorgehensweise von Vorteil. Hat sich der Wiesenklee nämlich noch nicht sonderlich verbreitet, sollte das Gras niedrig gemäht und die Grasnarben der Rasenfläche gründlich angeritzt, also vertikutiert, werden.

Dadurch kann starkem Kleewachstum vorgebeugt werden. Diese mechanische Beseitigung mit einem Vertikutierer entfernt nicht nur Rasenfilz, auch abgestorbene Grashalme oder störendes Moos. Die Gräser bekommen durch die Vertikutierung mehr Luft und der Boden wird ebenso aufgelockert. So gelangen Wasser und Sauerstoff ungehindert zu den Graswurzeln. Eine sehr gute Methode für Großflächen.

Die zusammenhängenden Areale des roten Klees sollten am besten im Frühjahr per Hand ausgestochen und weitestgehend auch beseitigt werden. Hierfür wird kein spezielles Werkzeug benötigt, da im Normalfall bereits ein längliches Küchenmesser ausreicht.

Eine regelmäßige Wiederholung dieser Methode ist allerdings wichtig. Mit Dünger und einer Nachsaatmischung kann man die kahlen Stellen sofort mit neuer Rasensaat auffüllen. Damit die Samen gut keimen und anwachsen können, sollten die Stellen des Rasens immer gut feucht gehalten werden. Allerdings eher eine Methode für kleine Flächen.

  • Zu hoher pH-Wert des Bodens, ungepflegter Rasen und kein optimaler Nährstoffgehalt im Boden können Ursachen für Rotkleewachstum sein.
  • Da der Rotklee sehr hartnäckig ist, sollte man systematisch bei der Bekämpfung vorgehen.
  • Kleine Flächen mit Rotkleebefall können per Hand ausgestochen werden.
  • Bei Großflächen kann ein Vertikutierer praktisch sein.
  • Wird mit der Hand ausgestochen, muss dies regelmäßig wiederholt werden.
  • Mit einem Vertikutierer entfernt man neben Rasenfilz auch abgestorbene Grashalme und störendes Moos.

Roter Klee überwintern

Im Gegensatz zu einigen anderen Kleearten, welche im Frühjahr auskeimen und im Herbst absterben, ist der Rotklee ausdauernd und überwintert als Rosette. Er verliert im Herbst nur seinen Stengel und das Blütenköpfchen.

Die Triebe, als auch die Wurzeln überwintern unterirdisch und keimen im nächsten Frühjahr wieder aus. Seine Samen sind in der Lage mindestens 14 Jahre lang keimfähig zu sein.

Roter Klee – Wirkung als Heilkraut

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Damals wie auch heute gilt der rote Klee als wertvolles Heilkraut, da vor allem die Blüten des Wiesenklees bei der Verwendung als Arznei von Bedeutung sind. Wenn man nach den alten Kräuterbüchern geht, erfährt man, dass die Blüten beispielsweise gegen schmerzhafte Darm- und Menstruationsbeschwerden genutzt worden sind. Bei Geschwüren kam die Pflanze beispielsweise ebenfalls zum Einsatz.

Heutzutage wird der Rotklee für zahlreich weitere Beschwerden und Krankheiten genutzt. Auch vorsorglich für Herz- und Kreislauferkrankungen. Man nutzt den roten Klee bei Wundbehandlungen, Blutreinigungen, Leberbeschwerden, Gicht, Durchfall, Wurmbefall, Rheuma, Darmentzündung, Husten, diverse Schleimhautentzündungen, als auch bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden.

Aufgrund seiner Phytoöstrogene wird der Rotklee hauptsächlich bei Beschwerden in den Wechseljahren angewendet und ist somit als Hormonersatz nutzbar.

  • Die Blüten des Rotklees sind von großer Bedeutung bei der Verwendung von Arznei.
  • Der Rotklee wird für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten genutzt.
  • Vorsorglich bei Herz- und Kreislauferkrankungen.
  • Rotklee wird hauptsächlich bei Wechseljahresbeschwerden verwendet.

Rotklee als Tee und Extrakt

Auch ist es möglich den roten Klee als Tee zu genießen, was sogar empfohlen wird. Der Tee wirkt ausgleichend, stimmungsaufhellend und entspannend. Für den Tee werden zwei bis drei gehäufte Teelöffel getrocknete Rotkleeblüten in eine Tasse gegeben und mit 250 ml kochend heißem Wasser übergossen.

Nun lässt man den Aufguss zwischen 12 und 15 Minuten ziehen und seiht dann die Blüten ab. Jedoch sollten nicht mehr als drei Tassen des Tees getrunken werden. Eine Überschreitung der Anwendungsdauer von fünf bis sechs Wochen sollte vermieden werden.

Selbst als Extrakt ist der Rotklee vertreten. Hier ist er sehr hilfreich bei Appetitlosigkeit, welche oftmals bei Magen-Darm-Erkrankungen einher geht. Oftmals gibt es den Rotklee in Form von Kapseln, jedoch werden flüssige Präparate leichter verdaut als eben in Kapselform.

Zusammenfassend gilt:

  1. Tee aus rotem Klee wird empfohlen. Jedoch maximal drei Tassen sollten getrunken werden.
  2. Eine Überschreitung der Anwendungsdauer von 5 bis 6 Wochen ist nicht zu empfehlen.
  3. Bei Magen-Darm-Erkrankungen mit der Appetitlosigkeit einher geht, ist ein flüssiges Rotklee-Präparat empfehlenswert. Leichter zu verdauen als Kapseln.
  4. Tinktur oder Tee aus Rotklee vor dem Essen und der Appetit wird auf sanfte Weise angeregt.
  5. Die Inhaltsstoffe des Rotklees sind entscheidend, weshalb er zu einer Behandlung und Linderung von Appetitlosigkeit samt Begleiterscheinungen gegeben werden kann.

Vor dem Essen nimmt man Rotkleeextrakt in der gewünschten Darreichungsform ein und auf natürliche Weise kann man so von den Effekten profitieren, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Allerdings sollten sich Allergiker genauer informieren.