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Seidenkiefer

Die Seidenkiefer, lat. Pinus strobus genannt, wird umgangssprachlich auch als Weymouthskiefer bezeichnet. Sie stammt aus dem östlichen Nordamerika und bekam ihren deutschen Namen von Lord Weymouth.

 
Seidenkiefer

Im 18. Jahrhundert sorgte der Lord dafür, dass die Seidenkiefer nach England gelangte und dort als Forstbaum etabliert wurde. Ihr Lieblingsstandort ist sonnig bis halbschattig. Sie bevorzugt einen trockenen Standort und stellt eher wenig Ansprüche an ihren Boden. Die Seidenkiefer – auch Weymouth-Kiefer zählt zu den größten Nadelbaumarten und kann bis zu 500 Jahre alt werden.

Merkmale der Seidenkiefer

Die Seidenkiefer ist ein Nadelbaum, der in der Regel eine Wuchshöhe zwischen 25 und 35m erreichen kann. Es gibt einige Bäume, die sogar 67m hoch sind. Das ist aber eher selten. Der immergrüne Baum hat einen Durchmesser von ein bis drei Metern und kann bis zu 450 Jahre alt werden.

Die Stämme wachsen säulenförmig nach oben, wachsen durchweg gerade und können hohen Belastungen standhalten. Die Äste sind weit ausladend und wachsen beinah rechtwinkig vom Stamm weg. Sie sind unregelmäßig verquilt und sind büschlig benadelt. Die jungen Zweige der Seidenkiefer sind recht dünn.

Der Nadelbaum besitzt eine kegelförmige Krone. Bäume, die im Bestand wachsen, besitzen eine schmale Krone. Alte Bäume, die ebenfalls im Bestand wachsen, bekommen mit der Zeit eine breite, sehr unregelmäßige Krone.

Wurzelsystem der Weymouth-Kiefer

Die Seidenkiefer besitzt eine Pfahlwurzel, die zusätzlich drei bis fünf Seitenwurzeln besitzt. Sie können tief in die mittleren Bodenschichten eindringen. Gerade bei älteren Bäumen ist die Pfahlwurzel, also die Hauptwurzel, meist stark beschädigt. Aus dem Grund wird die Seidenkiefer auch häufig vom Wind umgerissen.

 

Die Weymouth-Kiefer passt sich dem Boden an. So kann ein flacher Boden mit wenig Drainage dafür sorgen, dass der Baum ein Flachwurzler bleibt. Bei einem schön tiefen Boden, können sich die Seitenwurzeln richtig gut ausbreiten und sich mit dem Boden verankern.

Borke

Die Borke ist anhand des Alters unterschiedlich. Während die jungen Kiefern eine dünne und eher glatte Borke aufweisen, besitzen die alten Kiefern eine dicke, rissige Borke. Sie ist in der Regel graubraun gefärbt und wird durch flache Risse getrennt. Die Zweige der jungen Kiefer sind grün und besitzen eine flaumig behaarte Rinde. Sie wird im Laufe der Zeit erst kahl und bekommt dann einen organgenen Farbton. Die älteren Äste besitzen eine eher raue Oberfläche.

Nadeln und Knospen der Seidenkiefer

Der Kiefernbaum besitzt Nadeln, die blau bis dunkelgrün sind. Sie haben eine Länge zwischen 6 bis 12cm und können zwischen 0,7 bis 1mm breit werden. Sie reihen sich Gruppenweise auf und bestehen immer auf fünf Kurztrieben.

KieferSie sind gerade, weich und biegsam. Die Nadeln fallen im ersten Wuchsjahr, etwa Ende August ab. Ansonsten bleiben die Nadeln zwei bis drei Jahre am Baum, färben sich im Herbst in einen schönen Braunton und fallen dann aus.

Die Knospen sind 0,4 bis 1cm lang und sind verharzt. Sie sind recht dünn und erinnern von der Form her an einen Zylinder. Ihre Farbgebung beläuft sich auf rötlich bis braun.

Krankheiten und Schädlinge

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist die Seidenkiefer von einigen Schädlingen bedroht. Zu denen gehören nicht nur pilzliche, sondern auch tierische Störfaktoren. Allerdings stieg die Gefährdung erst an, als die Seidenkiefer fortwirtschaftlich angebaut wurde.

  • Zu den gefährlichsten Schädlingen, beziehungsweise Krankheiten gehört der Strobenrost. Der Strobenrost ist ein Krankheitserreger, der nur Seidenkiefern und Zirbel-Kiefern gefährlich wird. Heimisch war der Strobenrost eigentlich nur in Sibierien und den Alpen.
  • Aber durch die forstwirtschaft hat die Krankheit sich europaweit verbreitet und wurde auch in Amerika eingeschleppt. Im Grunde ist der Strobenrost eine Wirt, der sich als blasenförmige Aecie bildet.
  • Die Stammfäule ist bei vielen Holzarten eine Gefahr. Die Pilze sorgen dafür, dass das Holz zu sterben beginnt. Überwiegend in der Forstwirtschaft und im Bauwesen tritt Stammfäule bei Seidenkiefern auf.
  • Geringen Schaden, aber dennoch einen Schaden, an der Wurzel rufen der Dunkle Hallimasch, der Kiefern. Braunporling und der Wurzelschwamm hervor.

Nicht nur die pilzlichen Krankheiten können zu starken Beschädigungen führen. Auch andere Krankheiten bedrohen die Seifenkiefer.

  • Der Echte Kiefernrüssler ist die Hauptbedrohung der Seidenkiefer. Er sorgt für Stammverkrümmungen, tötet Gipfeltriebe ab und kann sogar für den Tod von jungen Bäumen verantwortlich sein. In der Regel fühlt sich der Echte Kiefernrüssler bei zwei bis dreijährigen Bäumen sehr wohl.
  • Die Raupen des Kieferntriebwicklers fressen sich durch die Gipfeltriebe. Die Seidenkiefern entwickeln dadurch unschöne Deformationen. Allerdings sterben sie mit der Raupe nicht ab.
  • Die Rinde von bis zu fünfjährigen Bäumen ist für den Rüsselkäfer Hylobius pales ein Highlight. Der frisst die Rinde einfach aus und der Baum besitzt anschließend keinen Schutz mehr.

Seidenkiefer pflegen und schneiden

Für das Seidenkiefer Schneiden können die gängigen Grundregeln beachtet werden. Frühblüher schneidet man direkt nach der Blüte, Spätblüher erst im Frühling. Am besten ist es die Pflanze nur mäßig auszulichten. Die Seidenkiefer ist sehr empfindlich gegenüber Frost und Schnee. Zudem ist sie sehr schneedruckgefährdent. In Regionen, in denen viel Schnee vorkommt ist es ratsam, die Zweige mit einer Schnur gut zusammenzubinden.

Sie könnten ansonsten, unter der Last des Schnees, abbrechen. Allerdings müssen die Schnüre auch direkt nach der Winterzeit entfernt werden. Hier ein paar notwendige Pflegehinweise und Tipps, damit Sie lange Freude an der Seidenkiefer haben.

  1. Die Seidenkiefer hat einen mittleren Wasserbedarf. Gießen Sie den Baum regelmäßig, aber lassen Sie die Erde gut durchtrocknen.
  2. Ein normaler Gartenboden mit sonnigen und halbschattigen Tagesverläufen ist ideal.
  3. Eingepflanzt wird die Seidenkiefer zwischen März und Oktober.
  4. Die Äste der Kiefer sollten nicht geschnitten werden.
  5. Kranke Zweige müssen im Sommer entfernt werden.
  6. Eine gute Bodenstruktur erhalten Sie, wenn Sie Sand und feinen Kompost in die Erde einarbeiten.

Die Seidenkiefer passt perfekt in jeden Garten und komplettiert die Optik mit ihrem geraden Wuchs und den immergrünen Nadeln.