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Wasserlilie

Ein Blick in den Garten. Es grünt an allen Ecken. Auch im Teich erstrahlen die ersten Wasserlilien und machen ihn zu einem einzigartigen Blickfang. Bei der Wasserlilie wird zwischen zwei Arten unterschieden, der Sumpf-Schwertlilie und der bekannten Weißen Seerose.

 
Wasserlilie-im-Teich

Wenn von einer Wasserlilie gesprochen wird, handelt es sich in der Regel immer um die Weiße Seerose, welche auch in den heimischen Gartenteichen zu finden ist.

Was ist eine Wasserlilie?

Die Weiße Seerose wird überwiegend als Wasserlilie bezeichnet und stammt aus der Familie der Seerosengewächse. Da die Seerose immer in der Nähe des Ufers zu finden ist, wird bei vielen Seen dieser Bereich auch als Seerosenzone bezeichnet.

  • Die Seerose ist eine ausdauernd krautige Pflanze. Sie besitzt einen dickeren Stamm, der verzweigt ist und sich mit dem Gewässergrund verbindet.
  • Somit bleibt die Seerose immer an Ort und Stelle und wird nicht hin und her getrieben.
  • Die Blätter sind lang und gestielt. Sie sind bis zu 25 cm lang und haben eine Art Wachsüberzug.
  • Der Wachsüberzug schützt vor Benetzung.
  • Zudem dient sie zum Schutz vor schweren fallenden Regeltropfen.
  • Die nötige Atemluft, welche die Pflanze braucht, wird durch die weitmaschigen Lufträume hereingelassen.

Die Blüten sind meist weiß gehalten und in der Mitte befindet sich die goldfarbene Pracht. Die wohlriechenden Blüten blühen von Juni bis September und bekommen einen Durchmesser von bis zu 12 cm. Die Blüten schließen sich nicht nur am Abend, sondern auch bei Regen. Die Blüten haben viel Blütenstaub und locken zahlreichen Insekten aus der Tierwelt an, von Hummeln bis hin zu Fliegen.

Bedeutung und Herkunft

Die Wasserlilie ist überwiegend in Europa beheimatet. Allerdings ist der Norden Europas nicht mit der Wasserlilie bestückt. Auch in vielen Teilen Spaniens und im östlichen Russland findet man keine Wasserlilie. In Israel ist die Pflanzenart komplett ausgestorben. Dafür findet man sie in Griechenland, Nordafrika, Indien, Sibirien und der Türkei.

Wasserlilie als Zimmerpflanze

Die Wasserlilie kann nicht nur im Gartenteich gedeihen, sondern auch als Pflanze im Topf. Dadurch dass die Wasserlilie ein Wassergewächs ist, braucht sie auch als Zimmerpflanze eine Menge Wasser und muss somit immer feucht gehalten werden.

 

Allerdings darf auch bei der Zimmerpflanze keine Staunässe entstehen. Dagegen hilft meist eine Drainage aus Kies. Der Standort sollte immer sehr sonnig ein.

Ideal ist ein Fensterbrett mit südlicher Lage. Die Wasserlilie ist gerade für Anfänger eine ideale Pflanze, denn sie erfordert nicht viel Aufmerksamkeit und auch keinen Dünger.

Wasserlilie pflanzen

Zum Pflanzen bieten sich entweder vorgezogene Lilien oder Knollen an. Der ideale Pflanzzeitraum beginnt Ende Juli und endet erst Mitte Oktober.

Ideal ist ein Standort, der sonnig bis halbschattig liegt. Für optimale Bedingungen bietet sich ein sumpfiger Boden an, der etwa 20 cm tief unter der Wasseroberfläche liegt.

Damit sie nicht zu sehr wuchert sollten Pflanzkörbe verwendet werden, um dieses Wuchern im Griff zu halten. Ein paar Tipps zur richtigen Pflanzung

  • Alle 40 bis 50 cm kleine Gruben anlegen und diese mit Hornmehl bestücken.
  • Eine Pflanze etwa 5 bis 8 cm tief in die Grube setzen.
  • Wurzeln immer abwärts ausrichten.
  • Erde muss feucht sein.
  • Bei vorgezogenen Pflanzen, den Topf so setzen, dass die Erde die unteren Blätter erreicht.

Bei der Pflanzung in der Flachwasserzone sollte ein Pflanzkorb mit Vlies vorhanden sein. Darin Moorbeeterde einsetzen und dann die Knolle beziehungsweise den Wurzelballen einsetzen. Das Körbchen wird anschließend einfach ins Wasser gesetzt. Den Rest macht die Wasserlilie allein.

Vermehrung

Zur Vermehrung der Wasserlilie gibt es zwei Methoden. Allerdings muss bedacht werden, dass die Vermehrung viel Geduld erfordert. In der Regel blühen die Wasserlilien nach der Vermehrung mittels Aussaat erst nach drei bis fünf Jahren.

  • Im Frühjahr oder Herbst muss der Wurzelstock geteilt werden.
  • Die Samen bei 15 bis 18 Grad hinter Glas setzen.

Ableger und Samen

Die Wasserlilie kann auf zwei Arten vermehrt werden. Dazu bieten sich Ableger und Samen an. Ableger und Samen sind perfekt, um dafür zu sorgen, dass in Zukunft schöne Wasserlilien den Teich verschönern.

Wobei die Samen in die Erde eingesetzt werden müssen, während die Ableger im Pflanzkorb auch direkt ins Wasser gesetzt werden können.

Wasserlilie: Pflege und Giftigkeit

Grundsätzlich braucht die Wasserlilie in Sachen gärtnerisches Wissen kaum Aufmerksamkeit. Sie kümmert sich meist komplett alleine um ihr Wachstum und eine Pflege ist nicht wirklich nötig.

Auch Düngen muss nicht sein, es sei denn die Pflanze hat Mangelerscheinungen. Das wird an verwelkten Blättern deutlich. Diese sollten regelmäßig entfernt werden. Das sorgt nicht nur für ein einwandfreies Erscheinungsbild, sondern gibt den Nährstoffen die Möglichkeit, in die gesunden Blätter einzuwirken.

Das Entfernen der verdorbenen Blätter sorgt auch dafür, dass die Blütezeit positiv beeinflusst wird. Im Herbst zieht die Wasserlilie sich komplett ein, dann muss sie bodennah abgeschnitten werden. Grundsätzlich sind in allen Wasserliliengewächsen Giftstoffe enthalten. Der höchste Gehalt befindet sich dabei in den Knollen. Dementsprechend sollte es unbedingt vermieden werden, die Knolle zu essen.

Die Folgen sind heftige Übelkeit, Erbrechen und sogar Vergiftungserscheinungen. Gerade Haustiere sollten von den Wasserlilien ferngehalten werden. Sie fressen auch die Blüten und Blätter, in denen ebenfalls Giftstoffe enthalten sind.

Der richtige Standort

Die Wasserlilie braucht einen sonnig bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte humushaltig sein. Die Wasserlilie streckt ihre Wurzeln sehr gern in die schlammige Erde, die leicht säuerlich ist. Ideal ist eine Wasserhöhe von bis zu 20 cm.

Pflanzabstand

Damit die Wasserlilie sich optimal entfalten kann müssen die Pflanzen in einem festgelegten Pflanzabstand gesetzt werden. Experten empfehlen einen Mindestabstand von 40 cm. 50 cm sind besser geeignet.

Somit sollten auf einem Quadratmeter drei bis vier Knollen gesetzt werden. Diese sorgen für einen wunderschönen Anblick, wenn die Wasserlilien ihre Pracht offenbaren.

Blütezeit der Wasserlilie

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. In der Regel halten die Blüten sehr lange durch, wenn die Blüten regelmäßig ausgeputzt werden. Das bedeutet, die verdorrten Blüten und Blätter sollten entfernt werden.

Viele-Wasserlilien

Wasserlilie schneiden

Das Schneiden der Wasserlilie nimmt eine wichtige Position ein. Nur mit der richtigen Behandlung hat man viele Jahre Freude an der Wasserlilie. Idealerweise ist dazu eine Schere notwendig.

  • Während der Blütezeit immer die verwelkten Blüten und Blätter abschneiden.
  • Vor dem ersten Frost muss ein bodennaher Rückschnitt erfolgen.

Überwintern

Die Wasserlilie ist in der Regel winterhart. Die Pflanze beginnt im späten Herbst, die oberirdisch liegenden Pflanzenteileeinzuziehen.

Die Pflanzenteile, die unterirdisch liegen können leicht bis – 28 Grad aushalten. Allerdings benötigt die Wasserlilie für die Überwinterung eine Menge Energie, deshalb zieht sie alle Nährstoffe aus den Blättern. Erst, wenn das Laub komplett verdorrt ist, darf sie bodennah abgeschnitten werden.