Startseite   »   Bäume   »   Akazienholz

Akazienholz

Das Akazienholz besitzt eine elegante Maserung. Zudem ist das Akazienholz mit seiner Festigkeit und seiner Härte noch vor der Eiche eingeordnet. Die Widerstandsfähigkeit macht Akazienholz für den Innen- und Außenbereich ideal. Akazienholz besticht durch einen natürlichen Ton und den hellen Look.

 
Akazie

Hierzulande ist die Akazie unter dem Namen falsche Akazie bekannt und wird eigentlich als Robinie bezeichnet. Das Holz der Akazie ist nicht nur sehr robust, sondern lässt sich auch hervorragend zu bearbeiten. Heute wird das Akazienholz nicht nur auf dem Balkon eingesetzt, auch auf der Terrasse und im Garten macht es eine gute Figur.

Akazienholz Herkunft und Geschichte

Akazienholz wird aus dem Stamm der Akazie gewonnen. Eigentlich ist es die falsche Akazie, die unter dem Namen Robinie bekannt ist. Die Robinie stammt aus Nordamerika und kann bis zu 30m hoch werden. Die Robinie ist ein immergrüner Laubbaum, der seit mehr als 300 Jahren auch in Europa beheimatet ist. Er wird sehr gern in Gärten und Parks gepflanzt. Seinen Namen bekam die Robinie von Carl von Linne. Er nahm den Hofgärtner Jean Robin der französischen Könige zum Vorbild.

Verwendung von Akazienholz

Akazienholz ist recht massiv und bietet sich im Innen- und Außenbereich gleichermaßen an. Die hohe Härte und die Resistenz gegenüber den Witterungseinflüssen zählt zu den Besonderheiten der Akazie.

Akazienholz wird nicht nur zum Terrassenbau verwendet, sondern kann auch zu Möbeln oder Accessoires verarbeitet werden. Angeboten wird es wahlweise lackiert, natürlich oder gebürstet. In den letzten Jahren ging der Trend immer mehr in richtig natürlich.

Akazienholz richtig pflegen

Eine echte Akazie braucht als Akazienholz keinerlei Pflege und behält Jahre lang ihre Optik. Öle mit integriertem UV Schutz können dennoch für ein besseres Erscheinungsbild und einen gewissen Schutz sorgen. So verlängert sich auch die Lebenszeit.

 

Die Reinigung erfolgt behutsam, am besten mit einer Wurzelbürste und klarem Wasser. Bei gröberen Verschmutzungen kann eine milde Seifenlauge verwendet werden.

Akazienholz im Bergbau

Das stabile Akazienholz wird zudem im Bergbau verwendet. Dort dient es zum Abstützen der Stollen und wird zur Stütze verarbeitet. Damit die Akazie für den Grubenbau geeignet ist, muss sie mindestens ein Alter von 20 Jahren aufweisen. Erst dann ist das Holz stabil genug, um als Grubenstempel eingesetzt zu werden.

Optik der Akazie

Die Akazie (Robinie) besitzt eine rundliche Krone, mit lockerer Schirmartigkeit. Sie wird als sommergrüner Baum bezeichnet und kann eine Wuchshöhe von 12 bis 20m bekommen. In einem geschlossenen Bestand kann eine Wuchshöhe von bis zu 30m erreicht werden. Der Stamm besitzt eine graubraune bis dunkelbraune Borke, die häufig netzartig längsrissig ist.

An dem kurzen Stamm drehen sich die einzelnen Äste ab. Das führt dazu, dass sich eine schöne Doppelkrone bildet. Die Akazie beginnt im Frühling die grünen Blätter zu bekommen, die eine Länge von 15 bis 30cm aufweisen. Ein Blatt besteht im Grunde aus 9 bis 19 eiförmigen Einzelblättchen.

Sie befinden sich an kleinen Gelenken und können sich bei hohen Temperaturen einfach nach unten klappen. Eigentlich besitzt die Akazie keine Dornen, aber die Schösslinge der Nebenblätter können 3cm lange Dornen entwickeln.

Ist Akazienholz giftig?

Die Akazie gilt als stark giftig. Als besonders giftig gelten die Früchte und die Rinde.

Blütezeit

Akazie BlüteDie Akazie bekommt wunderschön duftige Blüten. Die Blüten riechen stark nach Bergamotte und blühen meist zwischen Mai und Juni. Sie befinden sich an jungen Zweigen, die nach unten hängen. Ein Zweig mit traubigen Blütenständen wird zwischen 10 und 25cm lang.

Die Blüten weisen einen hohen Nektarbestand auf, so dass auch die Insekten großes Interesse an den Blüten haben. Der Staubbeutel und der Nektar sind zur gleichen Zeit reif.

Akazie Schneiden und Pflege

Damit die Akazie in Form bleibt muss sie regelmäßig geschnitten und gepflegt werden. In den folgenden sechs Schritten werden die wichtigsten Fakten über das Schneiden und Pflegen der Akazie zusammengefasst.

  1. Beschädigte und kranke Äste müssen direkt am Ansatz abgesägt werden. Damit die Form bleibt, müssen die Äste so entfernt werden, damit die Form unterstützt wird.
  2. Die Äste müssen solange geschnitten werden bis ein stabiles Gewicht entsteht und die Äste nicht mehr einbrechen können.
  3. Die Akazie sollte zu Winterende hin geschnitten werden, dann sind die ersten Triebe zu erkennen.
  4. Unschöne oder kaputte Äste können im Sommer, Herbst und Winter abgeschnitten werden. Im Frühling muss ein radikaler Rückschnitt erfolgen.
  5. Die Akazie muss regelmäßig gewässert werden. Düngen ist in der Regel nicht notwendig.

Standort im Sommer

Die Akazien ist eigentlich ein wahrer Sonnenanbeter. Ihr bereiten auch große Hitzewellen keine Schwierigkeiten. Wichtig ist nur, dass der Boden eine ausreichende Feuchtigkeit besitzt. Gerade zwischen März und April möchte die Akazie einen schönen Standort mit Südrichtung einnehmen. Warm und feucht mag es die Akazie, damit die Blühten sprießen und die Blätter nach einem Schauer vom Wind trocken geföhnt werden. Steht die Akazie im Schatten, dann fällt die Blütenpracht leider recht spärlich aus. Außerdem wird die Krone recht kahl.

Winterhart

Die Akazie ist nicht für kalte Temperaturen zu haben. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollte sie nicht im Freien erleben. Daher bietet es sich an, die Akazie im Spätherbst umzusiedeln. Sie braucht ein schönes Winterquartier. Idealerweise bietet es sich im dunklen und kühlen an. Temperaturen zwischen 0 bis 5 Grad sind mindestens notwendig. Perfekt wäre ein Winterquartier mit Sonne und viel Helligkeit. Temperaturen von 10 bis 15 Grad sind perfekt. Außerdem sollte die Luftfeuchtigkeit bei 50% liegen. Sollten Sie den dunklen und kühlen Raum bevorzugen, müssen Sie damit rechnen, dass die Akazie alle Blätter abwirft.

Krankheiten

  • Blattfleckenkrankheit: Die Akazie kann unter der Blattfleckenkrankheit leiden. Sie kann an verwelkten Blättern mit Flecken im Innenbereich erkannt werden. Während des Herbstes müssen alle Blätter sofort entfernt werden. Nicht auf den Kompost geben.
  • Schildläuse: Leicht ausgezogene Blätter deuten auf Schildläuse hin. Pflanzenschutzmittel oder Hausmittel helfen gegen den Befall.
  • Blattläuse: Blattläuse sind schnell erkannt, aber normalerweise ist der Befall nicht so schlimm und muss nicht bekämpft werden.
  • Miniermotten: Miniermotten kommen eher in geringen Zahlen vor und müssen ebenfalls nicht bekämpft werden.
Daniela Lamberti
Letzte Artikel von Daniela Lamberti (Alle anzeigen)
Jetzt Neu auf dem Smartphone: Das Gartenrevue Pflanzenbestimmungsbuch
Aktion10 € Rabatt - Nur für kurze Zeit!

OHNE BOTANISCHE KENNTNISSE jede Pflanze bestimmen

Jetzt informieren

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen