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Astbruch reparieren & gebrochenen Ast bandagieren

Nicht immer muss ein angebrochener Ast abgesägt werden. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass dieser erhalten werden kann. Hierfür sind jedoch einige Punkte zu beachten, um nicht nur den Ast am Baum zu halten, sondern dessen Energie- und Wasserversorgung wieder herzustellen. Zusätzlich ist darauf zu achten, wo sich der Ast befindet, wie es um den Zustand des Astes bestellt ist und ob dieser in irgendeiner Art und Weise eine Gefahr darstellen kann.

 
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Je weiter der Riss in den Ast hineinreicht, desto umfangreicher ist der Handlungsbedarf. Wenn es um die Rettung der Äste geht, ist es nebensächlich, ob es sich um eine Zimmerpflanze oder eine Baum auf der Wiese oder im Garten handelt, die Schritte bleiben immer gleich.

Astbruch reparieren – Anleitung und Tipps

Um den Ast zu erhalten sollte schnell nach Sichtung des Bruchs gehandelt werden. Je mehr Flüssigkeit an der Wundstelle austritt, desto höher ist die Gefahr, dass der Ast austrocknet. Zudem ist es wichtig, die Versorgung des restlichen Astes zu gewährleisten. In mehreren Schritten lässt sich der Ast schienen und somit ein Halt am Baum herstellen.

  • Bei kleinen Bäumen, wie Zimmerpflanzen, reicht Wachs zum Schienen aus. Auch Hilfsmittel mit einer ähnlichen Eigenschaft können zum Einsatz kommen. Für größere Bäume bietet der Gartenbedarf passendes Zubehör.
  • Ast leicht nach oben binden und gesamte Wundstelle dicht verschließen, um den Wasseraustritt zu verhindern.
  • Wenn möglich für die nächsten Wochen einen Schattenplatz bevorzugen.
  • Die Schiene und Abdichtung müssen für etwa 8 Wochen konstant an der Stelle bleiben.

Da diese Anleitung bei Ästen in der Wohnung und im Freien umgesetzt werden kann, muss bei Bäumen, die draußen stehen darauf geachtet werden, dass die Materialien der Witterung standhalten können. Bei größeren Ästen lässt sich das Schienen und Versiegeln nicht in einem Arbeitsschritt erledigen und ist teils mit einem größeren Aufwand verbunden.

Gebrochenen Ast bandagieren – Wie geht das?

Beim Bandagieren eines Astes kann es von Bedeutung sein, wie und wo der Ast angebrochen ist. Ein komplett durchgebrochener Ast hat eine deutlich geringere Chance sich zu erholen, sodass die Wunde es schwer hat sich wieder zu verschließen. Es können spezielle Binden zum Einsatz kommen, die im Fachhandel angeboten werden.

Bei größeren Ästen ist das Bandagieren alleine nicht ausreichend. Wichtig ist, dass der Ast entlastet wird. Idealerweise wird dieser von unten gestützt und kann bei Bedarf zusätzlich nach oben gebunden werden. Das Verbinden der Wundstelle ist erst vorzunehmen, wenn die gewünschte Position des Astes erreicht ist.

Nicht nur ein Verschließen, sondern auch das Versiegeln mit einem speziellen Präparat kann sinnvoll sein. Da sich die Stelle verschließen soll, ist es wichtig, dass auf natürliche Mittel, wie Bienenwachs gesetzt wird.

Versiegelung beim Apfelbaum – Was eignet sich hierfür?

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Durch das Gewicht des Obstes und des Laubs kann es bei einem stärkeren Sturm durchaus vorkommen, dass es zu einem Astbruch kommt. Da es nicht immer möglich ist, den Ast zu retten, ist das Hauptaugenmerk auf die Gesundheit des Baumes zu richten. Im Frühjahr, Sommer und Herbst können Wunden an den Bäumen zu einem großen Flüssigkeitsverlust führen.

Daher sind die Wunden zu verschließen, um einen übermäßigen Austritt zu verhindern. Dies gilt für Bruchstellen und gesägte Stellen gleichermaßen. Die Versiegelung von gesägten Stellen hat den Vorteil, dass die Oberfläche glatt und dementsprechend leichter zu behandeln ist.

Hierfür hilfreich:

  • Kerzenwachs ohne Parfümstoffe
  • Bienenwachs
  • Spezielles Baumwachs

Um das Eindringen von Krankheitserregern und Pilzen zu verhindern, ist es wichtig, dass die Versiegelung ausschließlich das Austreten von Feuchtigkeit verhindert, aber dennoch die Atmungsaktivität aufrecht erhält. Zusätzlich ist auf die Natürlichkeit zu achten, um keine Schädigung dadurch zu riskieren.

Astbruch beim Nachbargrundstück – was gibt es zu beachten?

Wenn es um Schäden durch den Nachbarn geht, ist die Harmonie oft gefährdet. Vor allem bei Bäumen kann es mit zunehmendem Alter und bei starken Stürmen immer wieder zu Schäden kommen. Um Konflikten mit dem Nachbarn aus dem Weg zu gehen, sollte sich jeder bewusst darüber sein, dass er selbst für sein Eigentum und deren Schäden verantwortlich ist, dies gilt auch bei Bäumen.

Da eine reparierte Stelle eines Astes immer eine Schwachstelle darstellen wird, empfiehlt es sich den Ast komplett zu entfernen oder entsprechend zu kürzen. Zudem sollte beim Pflanzen neuer Bäume auf die Abstände zum Grundstück geachtet werden, um zumindest den rechtlichen Gegebenheiten zu entsprechen. In diesem Fall decken Versicherungen, wie Gebäude- oder Hausratversicherung solche Schäden ab. Regelmäßige Besichtigungen können vielen Schäden vorbeugen.

Hannah Meissner
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