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Bäume schneiden bei Frost

Auch im Winter gibt es im Garten viel zu tun, da sich die kalte Jahreszeit gut dafür eignet, um mit dem Bäume-Schneiden zu beginnen. Viele Gärtner starten damit nämlich entweder im zeitigen Frühjahr oder im Spätwinter. Nicht alle Baumarten vertragen jedoch einen Winterschnitt, da dieser häufig mit Frost in Verbindung steht.

 
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Wenn die Temperatur unter Minus 5° Celsius fällt, kann es zu Frostschäden an den frisch geschnittenen Ästen kommen. Deswegen stellt sich die Frage: Sollte man Bäume grundsätzlich besser bei wärmeren Perioden schneiden und einen Rückschnitt bei Frost vermeiden?

Zwetschgenbaum schneiden: Bei Frost?

Durch das Zurückschneiden eines Obstbaumes wird für ein gesundes Gleichgeweicht zwischen Triebwachstum und Ertrag gesorgt. Durch das Schneiden der Äste erreicht die Baumkrone eine optimale Belichtung für Blätter und Früchte.

  • Regelmäßig sollten deshalb sehr dicht stehende sowie kahle und hängende Äste entfernt werden.
  • Der Zwetschgenbaum gehört zu den Obstgehölzen, welche meist in der Zeit der Vegetationsruhe geschnitten werden sollten.
  • Diese geht von November bis März.
  • Grundsätzlich sollte ein Zwetschgenbaum nicht bei starkem Frost zurückgeschnitten werden, da das Holz des Baumes ansonsten schnell brüchig werden kann.
  • Anders sieht es bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt aus: Dann kann man Zwetschgenbäume ohne Bedenken schneiden.
  • Auch im Herbst können Zwetschgenbäume problemlos geschnitten werden.
  • Dies sollte idealerweise nach der Ernte erfolgen, damit der Zwetschgenbaum keinen Schaden nimmt.

Vor und nach den Tagen des Schneidens des Zwetschgenbaumes sollte zudem frostfreies Wetter herrschen. Auch wenn der Baum sich schon in einer neuen Wachstumsphase befindet, ist mit dem Rückschnitt bis nach der Ernte zu warten. Grundsätzlich werden zwischen drei Arten des Schneidens unterschieden: dem Erziehungsschnitt, dem jährlichen Pflegeschnitt und dem Verjüngungsschnitt.

Während bei Ersterem eine ausgewogene Baumkrone geschaffen wird, dienen die anderen beiden Schnitte dazu, nach unten hängendes Fruchtholz oder knorrige, zu dicht stehende Äste zu stutzen oder zu entfernen.

Junge und alte Obstbäume schneiden: Tipps und Hinweise

Jeder Obstbaum profitiert von einem jährlichen Rückschnitt. Damit wird eine luftige Baumkrone geschaffen, die perfekte Lichtverhältnisse für Früchte und Blätter bietet. Junge Obstbäume haben im Gegensatz zu älteren Bäumen noch relativ wenige Äste, weswegen das Schneiden auch nicht sehr aufwendig und relativ unkompliziert ausfällt.

 

Bei alten Obstbäumen finden sich neben ihrer oft immensen Größe allerdings auch häufig ein riesiges Gewirr von abgestorbenen Ästen und knorrigen Zweigen. Um die Lebensdauer der Bäume möglichst lange ausfallen zu lassen, sollte man die folgenden Hinweise und Tipps beim Schneiden beachten.
Man sollte beim Schneiden von alten Obstbäumen nichts überstürzen und auf keinen Fall wahllos alle störende Äste herausschneiden. Denn wenn man zu viele Äste abschneidet, kann es dazu kommen, dass der Obstbaum abstirbt. In der Erde wachsen Äste, Zweige sowie Stamm als eine große Wurzel, über die der Baum lebensnotwendige Nährstoffe aufnimmt, zusammen.

Werden nun zu viele Äste abgeschnitten, kann ein Großteil der unterirdischen Wurzeln absterben und der Baum einige Zeit später komplett verenden. Ein radikaler Schnitt sollte also in jedem Fall vermieden werden.

Geduld und Fingerspitzengefühl ist gefragt

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Stattdessen sollte man mit viel Geduld an die Sache herangehen: Für einen Verjüngungsschnitt eines älteren Obstbaumes kann man schonmal zwei bis drei Jahre einplanen, wobei man mit einer Betrachtung des Baumes aus der Ferne beginnen sollte.

Denn aus der Distanz kann man häufig besser erkennen, wo sich fehlerhafter Wuchs des Baumes befindet. Zum Beispiel darf jeder Obstbaum nur einen Mittelbetrieb besitzen.

Senkrechte Konkurrenztriebe sollten am Anfang abgeschnitten werden. Wenn es zu viele senkrechte und sehr dicke Triebe gibt, sollten pro Jahr nur zwei bis drei entfernt werden. Dies genügt für den Anfang, um dem alten Baum nicht zu viel zuzumuten.

Krebskranke Zweige können in Herbst und Winter, wenn kein Laub vorhanden ist, an wulstigen Wucherungen ausfindig gemacht werden. Sie sollten abgeschnitten werden, wenn es keine zu dicken Äste sind. Zu beachten ist auch hier das Schneiden in Jahresetappen.

Baum fällen bei Frost?

Frost bildet sich im Winter, wenn die Natur zur Ruhe kommt. Dann bildet sich nicht nur Frost, sondern auch eine Verfärbung der Blätter, die kurze Zeit später abgeworfen werden. Der Baum befindet sich dann in der sogenannten „Saftruhe“ und das Holz der Bäume ist trockener als in den warmen Jahreszeiten. Weitere Vorteile des Baum-Fällens bei Frost sind:

  • Der Vorgang des Zerkleinerns und des Sägens fällt wesentlich leichter aus.
  • Jedoch muss man das Holz nach dem Fällen bei Frost auch noch einige Zeit lagern, damit es trocknet.
  • Auch der Frost des Waldbodens stellt eine Erleichterung dar, da Fahrzeuge nicht in matschige Waldböden einsinken können.
  • Dies ist vor allen Dingen bei der Arbeit mit schweren Motor- oder Kettensägen von Vorteil.
  • Durch den festen, gefrosteten Untergrund steigt die Sicherheit und auch Flurschäden können auf diese Weise reduziert werden.

Zudem werden Tiere im Winter nicht in ihrer natürlichen Umgebung gestört, da die Brut- und Setzzeit vorbei ist. Darüber hinaus bleibt man von Insekten und Moskitos verschont, wenn man Bäume bei Frost fällt. Man merkt also, dass das Bäume-Fällen bei Frost einige wesentliche Vorteile bietet.

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