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Bromelie verblüht

Die Bromelie gehört zu den Bromeliengewächsen (Bromeliaceae), die aufgrund ihrer Wuchsform auch Ananasgewächse genannt werden. Ihr schönes Aussehen bewegt mittlerweile viele Plfanzenliebhaber sich eine Bromelie anzulegen. Damit man möglichst lange Freude an seiner Pflanze hat, gibt es Möglichkeiten ein Verblühen hinauszuzögern.

 
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Sie besitzt eine sehr dekorative und einzigartige Blütenform, die jedoch bei den meisten Sorten nur einmal blüht. Dieser Text beschäftigt sich vorwiegend mit dem Blühen und Verblühen, sowie mit der optimalen Pflege, um ein Absterben zu verhindern.

Die Pflanze kommt in 58 bis 62 verschiedenen Gattungen vor, die wiederum je nach Abgrenzungsdefinition 2900 bis 3180 Unterarten aufweisen. Sie erscheint natürlicherweise vorwiegend in der Neotropis, welches gleichnamig auch für den biographischen Bereich in Südamerika verwendet wird.

Auch andere Zierpflanzen dieser Gattung sind vielfach dekorativ in Häuser und Wohnungen zu finden. Die Bromelie war einst, aufgrund ihrer schwierigen Züchtung, wenig in Haushalten zu finden, doch ihre Beliebtheit hat in den letzten Jahren zugenommen. Gerade die Typen Vriseen und Guzmannien sind flächendeckend im freien Handel zu finden.

Bromelie verblüht und verliert Farbe

Damit die Bromelie lange blüht und nicht so schnell ihre Farben verliert, sind einige Pflegeleitlinien zu beachten. Diese richten sich nach den oben bereits angedeuteten Richtlinien und den zu ergänzenden, welche nachstehend aufgeführt sind:

Substrat und Dünger: Der Boden sollte aus einer speziellen Mischung, ähnlich wie bei Orchideen bestehen. Am besten und einfachsten eignet sich hierfür eine Mischung aus normaler Blumenerde und Sand oder Granulat. Der Düngerbedarf ist besonders in den warmen Sommermonaten vorhanden. Dabei sollte der Dünger in das Substrat gegeben werden.

Standort: Da die Bromelien, wie zuvor erwähnt, natürlicherweise in den Tropen zu finden sind, sollten sie dementsprechend behandelt werden. Das bedeutet, dass sie nur im Sommer im Freien stehen dürfen. In den Wintermonaten sollten sie wieder in die Wohnung bzw. in das Haus zurückgeholt werden. Dort sollte der Besitzer sie hell und warm stellen.

Blühhilfe: Da das Blühen manchmal sehr lange andauern kann, sich aber erst entwickeln muss, hilft bei einigen Tillandsien ein Trick: Über Nacht sollten die Pflanzen zusammen mit zwei reifen Äpfeln in eine Plastiktüte gelegt werden. Dies kann die Blütenentwicklung stark beschleunigen. Bei ausgewachsenen Pflanzen kann sich so bereits innerhalb von sechs Wochen eine Blüte entwickeln.

Aussehen der Bromeliengewächse

Die Bromelie ist eine immergrüne Pflanze. Sie zeichnet sich durch einige typische Merkmale aus, die in verschiedenen Variationen immer wieder vorkommen. Auch die Pflanzen, die in den Tropen natürlich vorkommen und dort an den Baumkronen wachsen weisen die folgenden Eigenschaften auf:

  • Permanent grün
  • Selten laubabwerfend, wie beispielsweise die Pitcairnia heterophylla
  • Krautartiges Gewächs
  • Ausdauernd in der Blüte: die Puya raimondii ist hierfür ein beeindruckendes Beispiel, da sie 50 bis 70 Jahre braucht, um ihren größten Blütenstand zu erreichen

Einige dieser Pflanzen gehören zu den Aufsitzerpflanzen. Sie findet man in freier Natur auf Bäumen wachsen und erkennt man an den Wurzeln, die sich lediglich an deren Ästen festhalten. Es gibt sie hier zu kaufen, jedoch im freien Handel oftmals ersatzweise auf Steinen oder Lavasteinen. Hierzu gehören beispielsweise die Tillandsien.

Richtiges Gießen der Bromelie

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Hierzulande sind die Trichter-Bromelien, die gerne häuslich gehalten werden am interessantesten. Das richtige Gießen ist entscheidend, damit sie lange Zeit erhalten bleiben und sich gesund ausbilden.

Am besten nimmt der Gärtner bzw. Züchter weiches Regenwasser – Leitungswasser ist in vielen Regionen Deutschland zu hart, da zu kalkhaltig – und gießt damit in den Trichter und die Blattachseln hinein.

Im Winter ist der Wasserbedarf der Pflanze deutlich geringer, von daher sollte dementsprechend weniger gegossen werden.  Dies ist besonders dann der Fall, wenn sie vorwiegend in einem kühl gehaltenen Hause stehen.

Im Sommer hingegen kann der Haus- und Gartenbesitzer sie einfach auf den Balkon oder in den Garten hinausstellen. Dann benötigen sie wieder entsprechend mehr Wasser. Das Substrat darf allerdings keinesfalls austrocknen und sollte deswegen ebenfalls regelmäßig gegossen werden.

Bromelie abschneiden: Zucht und Pflege

Wenn die Bromlie verblüht ist das ärgerlich, aber der natürliche Verlauf der Dinge. Um dies hinauszuzögern gibt es diverse Maßnahmen, die eine längere Lebzeit der Bromelie garantieren. Die richtige Zucht als Prävention und die richtige Pflege sind die perfekte Mischung um dies zu gewährleisten.

Als Pflegemaßnahme bei Vertrocknung oder farblicher Veränderung können die Blätter geschnitten werden. Auch zur Bildung neuer Bromelien sollte der Gärtner diese Blätter entfernen, da die meisten Arten der Bromelie nur ein einziges Mal erblühen und anschließend absterben. Auch ein Nachschnitt führt zu keiner zweiten Blütezeit.

Die Bromelie bildet im Anschluss an ihre Blütezeit Ableger, die man wiederum separieren und neu eingepflanzt kann, sodass diese Tochterpflanzen im Anschluss wieder eigene Blüten und weitere Ableger bilden. Dazu sollte man, nachdem die Blütezeit beendet ist und die alten Blatttrichter absterben – folgende Schritte durchführen:

  • Die neuen Blätter auf die Hälfte der ursprünglichen Pflanzengröße wachsen lassen
  • Zwei Wochen lang sollten die Triebe über den Kelch gewässert werden
  • Schneiden der Blätter zusammen mit der Wurzel
  • Anschließend in einen neuen Behälter umtopfen

Für die neue Pflanze sollte sich der Züchter circa ein Jahr Zeit geben, bis eine neue Blüte entsteht.

Sind Bromelien giftig?

Zum Schluss sollte noch geklärt werden, ob Bromelien giftig sind. Denn dies ist oftmals ein Entscheidungsgrund, ob der Pflanzenliebhaber sich überhaupt ein Bromeliengewächs in das Eigenheim holt oder nicht, insbesondere wenn sich Kinder oder Haustiere im Haushalt befinden. Aber hierbei ist Entwarnung angesagt, denn die exotische Pflanze ist nicht giftig.

Lediglich die Früchte können leichtes, aber dennoch gesundheitlich ungefährliches Gift entwickeln. Worauf die Züchter hingegen achten müssen, sind die feinen Stacheln an einigen Blattsorten. An diesen Stacheln kann man sich schon mal leicht die Haut verletzen. Kleinkinder und Haustiere sollten somit nicht zu nahe an die Pflanze herankommen. Hierzu kann der Topf auf die Fensterbank oder an einer anderen höhergelegenen Stelle platziert werden.

Hannah Meissner
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