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Distelöl selber herstellen

Distelöl gewinnt in letzter Zeit einen immer größeren Grad an Beliebtheit. Dies ist nicht zuletzt auf seine große Menge an hochwertigen Inhaltsstoffen zurückzuführen. Dabei wird das Distelöl aber nicht nur aus den Regalen der großen Supermarktketten oder aus dem Discounter bezogen, auch die eigene Herstellung des Öls wird immer beliebter.

 
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Eigene Herstellung von Distelöl

Das Öl wird aus der Farbdistel hergestellt. Die krautähnliche Pflanze stammt aus Ägypten, heute findet der Anbau in Indien, Mexiko und den USA statt. Zur eigenen Herstellung ist es als erstes notwendig, der Farbdistel eine Zeitspanne von vier bis fünf Monaten zu geben, bevor sie geerntet werden kann.

  1. Der richtige Erntezeitpunkt ist durch trockene und braun verfärbte Blätter sowie wenigen Blütenköpfen zu erkennen. Man kann die Farbdistel aber auch in diesem Zustand kaufen, wenn man sich die Zeit vorher ersparen möchte.
  2. Bevor das Öl aber aus den Disteln gepresst wird, müssen diese zuerst mehrere Monate getrocknet werden. Ideal dafür ist ein Ort mit einem niedrigen Gehalt an Feuchtigkeit und mit einer kühlen Temperatur.
  3. Zudem ist ein stetiger Austausch von Wärme und Luft optimal. Außerdem sollten die Samen vor der Pressung von den Schalen befreit werden.
  4. Vor der eigentlichen Pressung sollte aber über die Art des Öls entschieden werden, welches gewonnen werden soll.
  5. Handelt es sich um ein Öl, welches im technischen Bereich angewendet werden soll, so muss es heiß gepresst werden. In diesem Fall enthält das Öl am Ende einen hohen Gehalt an Ölsäure.
  6. Ist das gewünschte Produkt allerdings ein Speiseöl mit einem Anteil an Linolsäure, so muss es kalt gepresst werden.

Zu diesem Zweck gibt es im Handel auch kleine Kaltpressen zu kaufen. Da das kaltgepresste Öl charakteristisch sehr kratzig im Geschmack ist, so sollte es vor dem Verzehr teilraffiniert werden.

Distelöl kaufen: dm, Rossmann oder Netto?

Falls man direkt Distelöl verwenden möchte, um den langwierigen Prozess der Gewinnung zu umgehen, kann man dieses auch im Handel käuflich erwerben. In Discounter wie Netto oder Lidl wird dies schwierig. In großen Drogerieketten wie Rossmann oder dm stehen die Chancen hingegen besser.

Distelöl ist eines der Pflanzenöle, mit dem höchsten Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Zudem enthält es außerdem noch Vitamin A und Vitamin E. Da es somit ein sehr gesundes Öl ist, erfreut es sich immer größerer Beliebtheit, was dazu geführt hat, dass es mittlerweile auch in manchen Supermärkten zu kaufen ist.

Neben den bereits angeführten gesunden Inhaltsstoffen, ist das Distelöl zudem eine sehr wirkungsvolle Heilpflanze für die Leber. Das Öl soll dabei anregend auf Galle, Leber und Verdauung wirken und es soll angeblich auch dabei helfen können Fieber zu senken und den Magen zu beruhigen.

Aus diesem Grund wird das Distelöl vermutlich in der Zukunft noch beliebter werden und deshalb auch in den deutschen Supermärkten und Discountern weiter verbreitet werden.

Gutes Distelöl im Test

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Es gibt mittlerweile einige Tests zu Distelöl im Besonderen und Ölen im Allgemeinen. Dabei gibt es, neben den Tests von unabhängigen Seiten, auch einen Test von der Stiftung Warentest, welcher sich mit Ölen beschäftigt hat: https://www.test.de/Speiseoele-Zeit-zu-handeln-1327594-2327594/

Bei diesem Test wurden Weichmacher in allen möglichen Ölen nachgewiesen, allerdings nicht in Distelöl. Auch Tests von anderen Seiten heben die positiven Inhaltsstoffe hervor und berichten Gutes über Distelöl.

Besonders der hohe Gehalt an Omega 3 Fettsäuren wird immer wieder hervorgehoben. Neben den bereits aufgeführten gesunden Inhaltsstoffen ist Omega 3 ebenfalls sehr positiv für den menschlichen Körper. Durch die Einnahme von Omega 3 in größeren Mengen wird der Körper außerdem zur Verbrennung von Fett angeregt, weswegen viele Leute dies auch zum Abnehmen empfehlen.

Ist Distelöl krebserregend?

Eine Kritik, die gegenüber Distelöl häufig vorgebracht wird, ist, dass es krebserregend sei. Dies entspricht, pauschal gesprochen, allerdings nicht der Wahrheit. Selbstgemachtes oder gekauftes Distelöl sollte in der Regel nicht erhitzt werden, also auch nicht zum Kochen benutzt werden.

Werden Öle mit Linolsäuren erhitzt, so Transfette, die Einfluss auf den Cholesterinspiegel nehmen. Dies wird von der Medizin als bedenklich eingestuft und sollte normalerweise vermieden werden. Dass Distelöl an sich krebserregend ist, wurde bisher nicht medizinisch bewiesen.

Auf der anderen Seite weist das Distelöl einige sehr gute und für den menschlichen Körper positive Inhaltsstoffe auf, deren Wirkung durch Studien bereits mannigfaltig nachgewiesen wurden. Ob man Distelöl aufgrund seines hohen Omega 3 Gehalts zum Abnehmen verwendet, oder ob man es aufgrund seiner anderen gesunden Stoffe verwendet ist dabei egal.

Auch der positive Einfluss des Distelöls auf die Leber kann für viele Menschen von Vorteil sein. Es zeigt sich somit, dass Distelöl eine ganze Palette an guten Wirkungen mit sich bringt.

Daniela Lamberti
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