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Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

Douglasien sind immergrüne Bäume, die bis zu 60 Meter hoch wachsen können. Auch als Douglastanne oder Douglasfichte bekannt, kann der Baum einen Stamm mit einem Durchmesser von ca. 4 Meter ausbilden. Die Bäume haben ein auffälliges Erscheinungsbild und werden umgangssprachlich auch als Gewöhnliche Douglasie bezeichnet.

 
Douglasie

Pseudotsuga menziesii – Herkunft und Geschichte

Beheimatet ist der Baum im westlichen Teil von Nordamerika. Unter anderem wächst sie dort an den Rocky Mountains. Ihren Namen verdankt die Douglasie dem schottischen Botaniker David Douglas, der die Pflanze im 19. Jahrhundert von einer Expedition mitbrachte. Auch in Deutschland ist die Douglasie vertreten, während das Vorkommen in der Schweiz nur sehr gering ist. Sie wachsen im Vergleich zu anderen Bäumen recht schnell und erreichen ein durchschnittliches Alter von ca. 400 Jahren.

Die bisher höchste Douglasie in Deutschland ist im Schwarzwald zu finden. Der im Jahr 1900 gepflanzte Baum hat mittlerweile eine Höhe von mehr als 66 Metern erreicht und hat den Namen Waldtraut bekommen. Nicht nur optisch sind Douglasien ein Hingucker, auch das Holz findet seine Verwendung. So werden zum Beispiel Parkettböden oder Möbel aus Douglasien gefertigt.

Gewöhnliche Douglasie – Giftigkeit

Die zu den Kieferngewächsen gehörende Pseudotsuga menziesii gilt als nicht giftig. Nadel, Zapfen und Samen enthalten keine toxischen Stoffe, sodass der Baum weder für Menschen noch für Tiere eine Gefahr darstellt.

Douglasfichte – Blütezeit

Im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen muss die Douglasie erst ein bestimmtes Alter erreichen, um blühen zu können. Möglich wird das erst, wenn der Baum zwischen 15 und 40 Jahren alt ist. Die Blüten zeigen sich dann in den Monaten April und Mai.

Da die Pseudotsuga menziesii einhäusig ist, können die männlichen und die weiblichen Blüten zusammen an einem Baum blühen. Während die männlichen Blüten zu einem Zapfen zusammen gefasst sind, zeigen sich die weiblichen Blüten einzeln. Männliche Blütenknospen haben eine rötliche Farbe und sind etwas kleiner als die weiblichen Blüten.

Ende der Blütezeit

Hat der Baum das richtige Alter erreicht, entwickeln sich durchschnittlich alle vier bis sechs Jahre Samen. Ab Ende Mai bzw. im Juni ist die Blütezeit wieder vorbei. Dann verteilt der Wind den Samen der Douglasien zu den weiblichen Blüten. Die Pflanze wächst als immergrüner Baum und ist daher auch im Winter ein hübscher Farbtupfer. Bis zum September reifen dann die Samen der Pflanzen und werden bis in den November hinein freigegeben und vom Wind verteilt.

Pseudotsuga menziesii – Schneiden und Pflege

In der Regel können die kräftigen Bäume ohne einen Rück- und Pflegeschnitt wachsen. Möchte man jedoch eine besondere Wuchsform bekommen, kann die Douglasie dem entsprechend beschnitten werden. Um eine üppige Baumkrone zu züchten, müssen zum Beispiel immer wieder die Äste, Triebe und Zweige zwischen Krone und Wurzelstamm entfernt werden. An die Pflege stellt der Baum keine großen Ansprüche. Douglasien wachsen am besten auf einem Boden mit mittlerer Feuchte. Ein Boden, der reich an Nährstoffen ist und Lehm enthält, wird von der Pflanze bevorzugt. Hilfreich ist auch ein Teilschnitt, wenn zum Beispiel einzelne Stellen von Blattläusen befallen sind und Pflanzenschutzmittel nicht richtig wirken. Abgestorbene Äste können ebenfalls entfernt werden. Schneidet man in die Nadeln, oder zerreibt diese zwischen den Fingern, entsteht eine leichter und aromatischer Zitronenduft.

Winterhart

In unseren Regionen macht die Douglasie 2 % des Waldbestandes aus. Auch die  Pseudotsuga menziesii gehört zu den winterharten Pflanzen und kann im Freien bleiben, wenn der Frost einsetzt. Wird die Douglasie in einer besonderen Form, zum Beispiel als Bonsai im Freien gezüchtet, muss sie jedoch einen Wetterschutz bekommen. Dazu eignet sich eine dicke Schicht Laub, Rindenmulch oder ein spezielles Vlies.

Douglastanne – Krankheiten

Die Pflanze kann durch verschiedene Schädlinge, aber auch durch einen Pilzbefall angegriffen werden. Zu den Schädlingen gehören unter anderem die Douglasiensamenwespe und die Douglasienwollaus.

  • Während sich die Douglasiensamenwespen in erster Linie über die Samen hermachen, verursacht die Douglasienwollaus einen Schaden direkt am Baum.
  • Dabei färben sich die Nadeln der Douglasie zuerst gelb und fallen dann ab. Zu erkennen sind die Wollläuse als kleine weiße und pudrige Ablagerungen auf den Nadeln.
  • Mit verschiedenen Pflanzenschutzmitteln können die Läuse in der Regel gut vernichtet werden. Sitzen diese jedoch hoch oben in der Baumkrone, gestaltet sich das Bekämpfen oft etwas schwieriger.

Pseudotsuga menziesii – Vermehren

Wer nicht warten möchte, bis der Wind den Samen verteilt und sich die Douglasien von selbst ausbreiten, kann den Baum selbst vermehren. Dazu wird der Samen benötigt, der vor dem Einsetzen in die Erde zuerst behandelt werden muss. Das ist nötig, da er keimhemmende Substanzen enthält, die vor dem Säen entfernt werden müssen. Dazu werden die Samen für einen bestimmten Zeitraum bei maximal zwei bis vier Grad im Kühlschrank gelagert.

Danach kommt der Samen in ein Wasserbad und sollte bei Zimmertemperatur mindestens einen Tag lang quellen. Für die Aussaat wird eine gute Anzuchterde verwendet, und der Samen nur sehr dünn mit Erde bedeckt. Samen samt Anzuchterde müssen gut feucht gehalten werden, dürfen aber keine Staunässe bekommen.

Douglasien anpflanzen

Kleine Bäumchen von der Douglasie können bereits vorgezogen in der Gärtnerei gekauft werden. Sollen diese Douglasienstämmchen angehen, muss der Baum den richtigen Standort im Garten bekommen. Die Pflanzen wachsen sehr schnell und benötigen daher auch im Boden ausreichend Platz, damit sich die Wurzeln richtig entwickeln können.

Kleine Stämme sollten daher immer mit einem ausreichenden Abstand zu Mauern oder Gebäuden gepflanzt werden. Ist das nicht der Fall, und die Douglasie wird zu groß, kann sie Mauern weg drücken oder Gebäuden zu nahe kommen, sodass sie dann im schlimmsten Fall gefällt werden muss. Besonders gut eignet sich ein Boden, der weder zu viele noch zu wenige Nährstoffe hat und eine mittlere Nährstoffdichte bringt.

Daniela Lamberti
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