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Egerlinge

Mit dem Begriff Egerlinge, verbinden viele Menschen, dass es sich um Pilze handelt. Somit wird zwangsläufig davon ausgegangen, dass es sich um eine besondere Sorte handelt. Dies kann allerdings so nicht gesagt werden.

 
egerling-champignon-zubereiten

Vielmehr gehören Egerlinge zur wohl bekanntesten Pilzsorte die es gibt - zu den Champignons. Champignons werden in der Küche sehr häufig verwendet. Ob als Rohkost, im Salat, in Soßen zum Fleisch oder als Suppe, die Pilze sind vielseitig verwendbar.

Was ist ein Egerling? – Egerlinge erkennen

Bei Personen, die Champignons erkennen, ist davon auszugehen, dass sie auch Egerlinge erkennen. Optisch unterscheiden sich die beiden Varianten ausschließlich in ihrer Farbe. Während klassische Champignons komplett weiß sind, ist bei Egerlingen die äußere Schicht des Kopfes braun. Im Inneren sind diese Pilze ebenfalls weiß.

Die Farbe der Lamellen ist von der Reife abhängig. So können diese von Weiß bis leicht gelblich sein. Bei sehr reifen Egerlingen zeigt sich eine dunkelbraune Färbung. Die Sporen hingegen sind Purpur bis dunkelbraun gefärbt. Durch diese geringen Unterschiede wird das Wort Egerlinge immer seltener eingesetzt.

Teilweise wird der Begriff Champignons für beide Arten verwendet. Botanisch betrachtet, gehören die beiden Pilzsorten einer Gattung an, können jedoch nicht miteinander vereint werden.

Vorkommen von Egerlingen

Bezüglich der Umgebung und des Bodens, haben Egerlinge die gleichen Vorlieben wie Champignons. Die Pilze sind an sehr unterschiedlichen Flächen zu finden. Sowohl an Waldrändern, wie auch in Wiesen, die Pilze fühlen sich an einem nährstoffreichen Boden sehr wohl. Daher sind sie beispielsweise an Flächen zu entdecken, die zuvor von Kühen abgrast wurden.

 

Diese Beobachtung kann bei allen Sorten gemacht werden. Auch in der Zucht werden nährstoffreiche Böden bevorzugt, wie zum Beispiel Erde aus der Kompostieranlage. Sie enthält alle notwendigen Nährstoffe, die die Pilze benötigen.

Arten von Egerlingen und Champignons

Von Champignons gibt es zahlreiche Arten, die alleine in Europa vorkommen. Da es sich dabei überwiegend um weiße Pilze handelt, ist schnell zu erkennen, dass es die klassischen Egerlinge in nur einzelnen Varianten gibt. Dazu gehören der dünnfleischige Anis-Egerling.

Wesentlich geläufiger ist der schneeweiße Egerling, der auch als Klassiker bezeichnet wird. Die Form entspricht dem Champignon, der von der industriellen Verwendung und somit von der Züchtung bekannt ist. Die lateinischen Bezeichnungen gehen noch weiter auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten ein. So gibt es von den schneeweißen Egerlingen vier Unterstufen, die im deutschen Sprachgebrauch und somit für den Laien nicht verwendet werden.

Auf den ersten Blick können die Egerlinge, vor allem der dünnfleischige Anisegerling, der jeweiligen Art der Champignons zum Verwechseln ähnlich sehen. Spätestens durch die Farbe der Lamellen und der Sporen, kann auf die genau Gattung geschlossen werden.

Giftige Sorten der Pilze

Wie bei den Pilzen generell gilt, ist ebenfalls bei den Egerlingen zu beachten, dass es nicht nur Sorten gibt, die für den Verzehr geeignet sind. So ist der Karbol-Champignon, der auch Karbol-Egerling genannt wird, generell als giftig einzustufen.

Desweiteren ist zu beachten, dass der Standort sich ebenfalls auf die Genießbarkeit auswirken kann. So kann es durchaus der Fall sein, dass ein belasteter Boden, der beispielsweise mit Schwermetallen versehen ist, vom Verzehr der Pilze abrät.

Inhaltsstoffe der Egerlinge

Wie nicht anders zu erwarten, besteht der Großteil des Pilzes aus Wasser. Untersuchungen haben ergeben, dass der Anteil bei 91 Prozent liegt. Die weiteren Inhaltsstoffe sind geringen Schwankungen unterworfen.

Der Durchschnitt liegt bei einem Prozent Fett, meist deutlich darunter, und etwa vier Prozent Eiweiß. Somit werden Champignons und Egerlinge zu den energiearmen Lebensmitteln gewertet. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die weiteren Inhaltsstoffe, die sehr umfangreich sind:

  • Essenzielle Aminosäuren
  • Vitamin K,D,E und B
  • Niacin
  • Kalium
  • Eisen
  • Zink

Die Liste der Inhaltsstoffe bezieht sich auf die Exemplare, die für den Handel gezüchtet werden. Bei Egerlingen, die im Freien wachsen kann es zu Abweichungen dieser Werte kommen. Vor allem die Vitamine und Mineralstoffe sind letztendlich von der Bodenbeschaffenheit und der Nährstoffdichte im Boden abhängig.

Zubereitung von Egerlingen

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Bei Egerlingen gibt es keine Einschränkungen, wenn es um den Verzehr geht. Somit kann der Fantasie, vor allem aber dem Geschmack, freien Lauf gelassen werden. So kann der Verzehr der Pilze in rohem, gekochtem, gegrilltem oder gedünsteten Zustand erfolgen.

Während Konserven und tiefgefrorene Egerlinge direkt verwendet werden können, ist es bei frischen Exemplaren wichtig und notwendig, dass diese vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung geputzt und bei Bedarf ausgeschnitten werden.

  1. Torfreste am Stielende abschneiden
  2. Weiche Stellen ausschneiden
  3. Pilze in feine Scheiben schneiden
  4. Damit die Pilze weiß bleiben mit Zitronensaft beträufeln
  5. Je nach Rezept weiterverarbeiten

Tiefgefrorene Egerlinge sollte direkt im gefrorenen Zustand weiter verarbeitet werden. Tauen die Pilzscheiben vor der Weiterverarbeitung auf, werden diese schnell braun, was ebenfalls bis zu einem schwarzen Farbton gehen kann. Es besteht die Möglichkeit, dass das Einfrieren der Pilze selbst übernommen wird. In diesem Fall sollten die Pilze je nach Größe zerkleinert oder im Ganzen eingefroren werden.

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