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Eisensulfat

Eisensulfat, oder Eisen(II) wird schon lange als Mittel zur Unkrautbekämpfung und als Dünger eingesetzt. Bei Mensch und Tier ist es ein probates Mittel zur Blutbildung.

 
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Doch bei der Anwendung ist Vorsicht geboten, denn Eisensulfat hat viele giftige Bestandteile und muss vor allem von Kindern ferngehalten werden.

Eisensulfat ist unter anderen auch als Grünsalz, grüner Vitriol und Eisenvitriol bekannt.

In der Natur ist es ein Verwitterungsprodukt von Katzengold, für die industrielle Verwendung wird es technisch hergestellt und wird vielen Düngern beigegeben.

Wie Eisenmangel bei Pflanzen erkennen?

Eisenmangel liegt vor, wenn sich die Blätter der Pflanze gelblich verfärben und nur mehr die Blattadern ihr frisches Grün behalten. In dem Fall ist ein Dünger aus Eisensulfat eine wirksame Maßnahme um die Pflanzen zu retten. Dieser Ratgeber behandelt die richtige Verwendung von Eisensulfat, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Verwendung von Eisensulfat als Dünger

In erster Linie ist Schutzbekleidung wichtig, damit kein direkter Kontakt zum Eisendünger erfolgt. Handschuhe und Schutzbrillen sind obligatorisch und dürfen in der Ausrüstung nicht fehlen.

 

Eisendünger ist durch die enthaltene Schwefelsäure stark ätzend. Auf Fliesen, Pflastersteinen und Terrassen entstehen dadurch hässliche Flecken, die sich auch nur schwer entfernen lassen.

Eisendünger (Eisensulfat) wird in erster Linie angewandt:

  • Bei einzelnen Pflanzen. Am besten ist es, den Anwendungs- und Dosierungshinweisen des Herstellers zu folgen.
  • Auf Rasenflächen im zeitigen Frühjahr. Das Gießwasser, das mit Eisensulfat versetzt wurde, soll am besten auf einem frisch und kurz gemähten Rasen aufgebracht werden, damit moosige Flächen begossen werden können. In Folge darf die behandelte Fläche einige Tage lang nicht betreten werden, denn es besteht Vergiftungsgefahr.

Richtige Anwendung von Eisendünger bei der Rasenpflege

Die Rasenpflege stellt die Hauptanwendung für Eisensulfat als Dünger dar. Moos und Unkraut sehen auf dem sonst gepflegten Rasen nicht besonders gut aus. Mit Eisensulfat hat man ein entsprechend wirksames – aber doch auch gefährliches – Mittel gefunden, gegen die ungebetenen Gäste vorzugehen.

Ein mit Eisen gedüngter Rasen wird sattgrün und kräftig wachsen, weil die Nährstoffaufnahme und die Photosynthese gefördert werden. Wirkt der Rasen blass und verwaschen, nimmt Unkrautbewuchs und Moosbefall zu, so liegt die Ursache allerdings nicht zwangsläufig im Eisenmangel.

Bevor Eisensulfat eingesetzt wird, sollte daher die Ursache für den Moosbefall oder das Auftreten von Unkraut erhoben werden. Sehr oft liegt das am pH-Wert. Ein niedriger Wert begünstigt das Wachstum von Moos. Ist der pH-Wert zu hoch sind Pilzerkrankungen wahrscheinlicher.

Der pH-Wert lässt sich mit Kalkgaben regulieren. Allerdings ist die Wirkung erst nach einigen Wochen messbar. Wenn der Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegt, kann vorerst die Düngung mit Eisensulfat ausgesetzt werden. Sehr oft verschwindet das Unkraut oder Moos von selbst. Auf weitere Pflegemaßnahmen wie Vertikutieren und Belüften des Rasens sollte nicht vergessen werden.

Moos wächst auch an dauerfeuchten Stellen sehr gut. Vorerst sollen diese mit Sandbeigaben und anderen Maßnahmen trockengelegt werden. Damit wird der Boden für Moos und ähnliches Unkraut weniger attraktiv, denn auch der beste Eisendünger kann nicht dafür sorgen, dass der Boden trocknet oder mehr Licht bekommt.

Eisensulfat Wirkung als Dünger

SubstratEisendünger ist meist als Granulat erhältlich. Es wird entweder in Wasser aufgelöst und daher flüssig verwendet, oder es wird dem Dünger in trockener Form beigemischt. Als Granulat hat es den Vorteil, dass es leichter und gleichmäßiger verteilt werden kann. Um den Rasen gleichzeitig mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, wird dem Dünger getrocknetes Eisensulfat beigemengt.

Grundsätzlich kann so aufbereitetes Eisensulfat mehrmals im Jahr verwendet werden, wenn es erforderlich ist.

Je nach Wetterlage kann man im März und April mit der ersten Düngung beginnen und nochmals im Herbst – Oktober oder November.

Hat man sich entschieden Eisensulfat / Eisendünger einzusetzen, dann ist es gut, dies an trockenen Tagen zu tun. Einsetzender Niederschlag führt dazu, dass das Mittel vom Rasen abgeschwemmt wird, und in der Kanalisation landet. Eine leichte Bodenfeuchtigkeit durch Angießen hilft dem Dünger rascher die Nährstoffe auszubilden und diese leichter zu den Wurzeln zu transportieren.

Auf alle Fälle ist zu beachten, dass der Rasen nach der Behandlung mit Eisensulfat einige Tage nicht betreten werden sollte. Keinesfalls darf auf Schutzkleidung / Schutzbrille vergessen werden.

Eisendünger bei Pflanzen richtig anwenden

Pflanzen, wie der Rhododendron, sind kalkintolerant. Stehen sie in sehr kalkhaltiger Erde oder erhalten kalkhaltiges Wasser dann besteht die Gefahr der Chlorose. Das ist meist ein Zeichen von Mangelerscheinungen und geht mit Gelbfärbung der Blätter, Verbrennungserscheinungen bis zum Absterben einher.

Ein untrügliches Zeichen für Eisenmangel ist, dass die Blattadern ihre grüne Farbe behalten. Bei diesen Pflanzen verhindert der Kalk die Eisenaufnahme über die Wurzeln. Eisen wird zwar umgewandelt, aber in eine Form, die für die Pflanze nicht brauchbar ist.

In solchen Fällen kann mit Beigabe von Eisendünger der Mangel an Eisen ausgeglichen werden.

Wie gefährlich kann Eisendünger sein?

Die meiste Gefahr besteht darin, ihn mit Dünger zu verwechseln. Das ist er ganz und gar nicht. Eisendünger und Eisensulfat ist und bleibt trotz aller positiver Zuschreibung ein Mittel, das giftige Inhaltsstoffe hat. Das Haupteinsatzgebiet ist die Bekämpfung von Moos und Unkraut mit diesen Giften – die dann unter Umständen auf andere Pflanzen ebenso wirken.

Eisen-II-Sulfat nennt sich der äußerst giftige Stoff. Kommt er in Kontakt mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit entsteht neben anderen Gasen auch Schwefelsäure, die sehr ätzend wirken kann. Vor allem auf Haut und Augen. Es ist daher unbedingt erforderlich Schutzkleidung zu tragen, auch wenn auf den Verpackungen manchmal nicht explizit darauf hingewiesen wird.

Der Einsatz von Eisendünger ist daher wirklich nur zu empfehlen, wenn folgende Punkte überprüft wurden:

  • Gibt es ein anderes – natürliches – Mittel, mit der Moos- und Unkrautbefall eingedämmt werden kann.
  • Wie ist der pH-Wert des Bodens. Liegt er optimalerweise zwischen 5,5 und 6,5 dann handelt es sich um einen sehr guten Wert und der Boden sollte ohne zusätzlichen Dünger auskommen.
  • Ist der Eisengehalt im Boden tatsächlich zu gering oder hat das geringe Wachstum, die Verfärbung der Blätter, andere Ursachen. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass die Böden in Deutschland kaum an Eisenmangel leiden (Umweltbundesamt).
  • Wenn sich die Blätter gelb verfärben kann die Ursache auch am Wassermangel oder / und zu trockenem Boden liegen.

Zusammenfassend betrachtet ist Eisendünger manchmal wirklich eine Hilfe. Wegen seiner Giftigkeit sollte er allerdings nur sehr selektiv eingesetzt werden und erst dann, wenn man alle anderen Optionen ausgeschlossen hat.

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