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Erdbeertopf – Bepflanzen und überwintern

Im Kleingarten spielt vor allem das Beerenobst eine wichtige Rolle. Dort, wo für Baumobstarten nicht genügend Platz vorhanden ist, ist nämlich immer noch genügend Platz für Beerenobststräucher. Diese können auch in einem aus massivem italienischen Terracotta hergestellten Gefäß mit verschiedenen, balkonartigen Ebenen gepflanzt werden, was sich dann „Erdbeertopf“ nennt.

 
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Auch auf Terrassen und Balkonen ist es mit einem dekorativen Erdbeertopf möglich, im Sommer süße Erdbeeren zu ernten. Wer volle Erdbeererträge einstreichen möchte, sollte jedoch einige Dinge hinsichtlich des Bepflanzens beachten und auch beim Überwintern ist es wichtig, den grünen Sprösslingen ausreichend Schutz zu gewähren. Daher liefert der folgende Text hilfreiche Tipps rund um das Thema Bepflanzen und Überwintern des Erdbeertopfs.

Erdbeertopf richtig bepflanzen

Vor der warmen Torwand eines Erdbeertopfs reifen Erdbeeren besonders gut aus. Damit man im Sommer selbstgemachte delikate Erdbeermarmelade oder ein leckeres, selbstgebackenes Stück Erdbeerkuchen genießen kann, sollte man das tönerne Gefäß jedoch zunächst richtig bepflanzen. Hierfür sind folgende Aspekte besonders wichtig:

Das verwendete Saatgut sollte in jedem Fall Virus-getestet und einwandfrei sein, damit reiche und gute Ernten möglich werden. Man kann optimales Saatgut im speziellen Fachhandel sowie im Versandhandel, in Gartencentern oder bei Gärtnern vor Ort erwerben.

  • Zur Bepflanzung eignen sich Grünpflanzen ideal. Sehr beliebt sind daneben immer tragende Monatserdbeeren, die bis in den Herbst hinein Früchte tragen. Renommierte Sorten sind zum Beispiel „Elan“, „Rügen“, „Alexandria“ sowie die rosablühende „Toscana“.
  • Grundsätzlich sollten die Wurzeln beim Bepflanzen senkrecht und frei nach unten stehen, keinesfalls sollte man sie in ein zu enges Loch hineinzwängen oder umknicken. Die Herzknospe muss knapp über der Erde stehen, damit sie ideal gedeihen kann.
  • Die Befüllung des Erdbeertopfes mit Erde geschieht am besten in Lagen: Nacheinander werden die Erdschichten knapp unterhalb eines jeden Balkons eingefüllt. Danach erfolgt das Einpflanzen der Erdbeersprösslinge, die dann unkompliziert von innen eingefädelt und zurechtgerückt werden.

Die neu eingepflanzten Setzlinge sollten zudem ausreichend mit Erde umschlossen werden. Nachdem alle Balkonebenen des Terrakotta-Topfes befüllt wurden, bleibt noch das Bepflanzen der Hauptöffnung. Hierbei verfährt man wie zuvor, nur dass nun ein größerer Setzling oder mehrere kleine gewählt werden. Nach dem Bepflanzen muss der Erdbeertopf reichlich gegossen werden und an einen warmen, von Sonnenstrahlen durchdrungenen Ort platziert werden.

Wichtige Tipps zum Überwintern

Hat man viel Liebe und Pflege in die schön gedeihenden Erdbeerpflanzen im Topf im gesteckt, möchte man natürlich vermeiden, dass diese mit dem nächsten Winterfrost kaputtgehen. Zum Glück sind die süßen Früchte relativ robust, sodass das Überwintern kein großes Problem darstellt und mit nur wenig Aufwand für den Hobbygärtner einhergeht.

Für ein ideales Überwintern des Erdbeertopfs ist es in den meisten Fällen ausreichend, ihn nahe an eine Hauswand zu stellen. Aufgrund des Wärme-speichernden und gut isolierenden Material des Erdbeertopfs sind die Pflänzchen sowieso schon recht gut geschützt, an einer Hauswand ist es allerdings meistens noch wärmer, windgeschützter und die Pflanzen sind durch eine leichte Überdachung geschützt.

Um auf Nummer sicherzugehen, kann man die Sprösslinge zusätzlich mit einer kleinen Lage Stroh, Reisig oder einer leichten Plane bedecken. Eine weitere Möglichkeit zum Überwintern besteht darin, den Erdbeertopf in einen geschützten, jedoch nicht zu warmen Innenbereich (wie zum Beispiel den Keller) zu stellen.

Welches Erdsubstrat eignet sich zum Bepflanzen?

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Neben dem Saatgut und der richtigen Bepflanzung des Erdbeertopfs ist auch die Bodenpflege bzw. die Auswahl der richtigen Erde ein wichtiges Kriterium, um eine blühende Erdbeerfülle zu sichern. In der Regel wächst das Beerenobst am besten auf humosen Lehmböden, die gut durchlüftet sind, sich schnell erwärmen und nach Regenfällen rasch abtrocknen.

Da die Erdbeere ursprünglich eine Waldpflanze ist, liebt sie schwach saure Böden, wobei der günstigste pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegt. Wird der Erdbeertopf zu stark bewässert, während das Wasser nicht abfließen kann, kann das Wurzelwerk der Erdbeeren schnell eine Pilzkrankheit erleiden. Hilfreich hierbei sind sogenannte Tropfschläuche, aus welchen das Wasser ganz gezielt, Tröpfchen für Tröpfchen, an die Oberfläche des Erdbeertopfs abgegeben wird.

Perfekter Zeitpunkt zum Erdbeertopf-Bepflanzen

Grundsätzlich ist der August der Hauptpflanzmonat für die gebräuchlichen Grünpflanzen doch auch der Juli eignet sich perfekt zum Bepflanzen des Topfes, denn dann tragen die Pflanzen bereits im darauf folgenden Jahr volle Früchte. Erdbeerpflanzen, die in einem dieser beiden Monate gesetzt werden, entwickeln sich besonders kräftig und können durch die hohe Sonneneinstrahlung genügend Reserven für hohe Erträge im kommenden ersten Erntejahr sammeln

Sind die Grünpflanzen schließlich im Erdbeertopf, ist es wichtig, den richtigen Standort auszuwählen. Hierbei gibt es nur wenige Aspekte zu beachten, doch eines ist äußerst wichtig: Wer besonders süße Früchte ernten möchte, sollte einen sehr sonnigen Platz auswählen. Denn grundsätzlich benötigen Erdbeeren viel Licht, trotzdem kommen sie auch mit leichtem Halbschatten zurecht.

Volle Ernte im Erdbeertopf: Weitere Tipps

Wer eine prachtvolle Erdbeerernte im Topf erzielen will, sollte neben den genannten Pflegemaßnahmen, auch auf die Wahl des richtigen Gefäßes achten. Der Erdbeertopf muss nämlich mindestens über eine Bodenöffnung verfügen, damit das Wasser vollständig abfließen kann. Ansonsten kommt es zur sogenannten Staunässe und der Traum von der großen Erdbeerernte ist dahin. Weitere zu berücksichtigende Tipps sind:

  • Werden die Setzlinge in schwarze Mulchfolie gepflanzt, wachsen sie außerdem besonders gut an.
  • In Gartencentern findet man eine große Auswahl an geeigneten Erdbeer-Sorten zur Einsetzung in den Erdbeertopf. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit dem begrenzten Volumen des Kübels ideal zurechtkommen.
  • Hilfreich ist eine aus Kies oder Tonscherben angelegte Drainage im Topf über der Bodenöffnung.

Da auch Erdbeertopf-Pflanzen anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind, gilt es, sie mit entsprechenden Gegenmaßnahmen zu schützen. Im Gegensatz zu freiwachsenden Erdbeerpflanzen werden sie jedoch nicht so häufig von Schädlingen befallen. Pflanzenschutzmitteln, Stroheinlagen oder Unkrautbekämpfung können bei Krankheiten helfen, genauso wie die Wahl der richtigen Pflanzensorte, da es sehr empfindliche Erdbeerarten (zum Beispiel die beliebte Sorte „Senga Sengana“) und sehr robuste Arten („Thuriga“) gibt.

Hannah Meissner
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