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Feigenbaum überwintern

Der Feigenbaum ist auch unter dem Namen Echte Feige bekannt. Sie stammt aus Kleinasien und zählt zu den ältesten Nutz- und Kulturpflanzen. Der Feigenbaum trägt süße Früchte, die wahlweise grün oder violett sind. Sie werden nicht nur in zahlreichen Gerichten verarbeitet, sie können auch als Snack für zwischendurch dienen.

 
Feigenbaum

Der Feigenbaum kann zwei bis drei Meter hoch werden und ist im europäischen Raum als Kübelpflanze sehr begehrt. Als Kübelpflanze findet er seinen Platz nicht nur auf dem Balkon, sondern auch auf der Terrasse.

Idealer Standort für den Feigenbaum

Jeder Feigenbaum gedeiht idealerweise in der Natur. Er braucht einen vollsonnigen, aber gut geschützten Platz. Der Feigenbaum kann bis zu zehn Jahre alt werden. Für eine ideale Umgebung sorgen Temperaturen von 25 Grad. Der Feigenbaum ist sehr frostempfindlich und kann nur Temperaturen über 10 Grad ertragen.

Bei niedrigeren Temperaturen beginnen die Triebe sich schnell zurückzuziehen. Außerdem können die Wurzeln einen großen Schaden nehmen. Zu den robusteren Sorten gehören der Violetta und der Paradiso. Sie werden überwiegend als Kübelpflanzen angeboten.

Für eine gute Ausbeute an Feigen sollte eine spezielle Pflanzenerde verwendet werden, die extra für Kübelpflanzen geeignet ist. Für den Feigenbaum ist es perfekt, wenn umliegende Bäume und Pflanzen den Topfballen im Schatten halten. Bei guten Bedingungen und mildem Klima kann der Feigenbaum bis zu 3x im Jahr blühende Feigen bekommen.

Allerdings wird meist nur die erste Generation ausreichend reif. Eine reiche Ernte wird den Wintergartenbesitzern meist im Herbst bescherrt.

Feigenbaum überwintern

Einige Feigenbäume vertragen durchaus Frost und können in milden Regionen auch während der Wintermonate im Freien bleiben. Allerdings muss dafür ein spezieller Schutz vorhanden sein.

  1. Der Wurzelbereich muss mit Laub bedeckt werden. Das Laub sorgt für einen kleinen Schutz gegen den Frost.
  2. Die Kronen des Feigenbaums müssen mit Fichtenreisig bedeckt werden. Im Baumarkt gibt es ersatzweise auch Schilfmatten oder Vlies.
  3. Bei einer Kübelpflanze bietet sich auch das Überwintern im Keller an. Die Kübelpflanze wirft die gesamten Blätter über den Winter ab. Auch eine Garage bietet sich zum Überwintern an. Die Temperaturen sollten zwischen 0 und 10 Grad bleiben. Das sind perfekte Temperaturen für eine gute Überwinterung.
  4. Wichtig ist, dass der Feigenbaum im Winter nicht so häufig gegossen wird. Allerdings muss er ausreichend Wasser bekommen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet. Sonst besteht die Gefahr, das der Feigenbaum über den Winter einen Dürreschaden bekommt und im Frühling entsorgt werden muss.
  5. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Pilzen und Schädlingen. Das Winterquartier des Feigenbaums sollte unbedingt frei von Krankheiten und Keimen sein, die während der Wintermonate einen Schaden anrichten können.
  6. Im Frühling beginnt der Feigenbaum auszutreiben. Er braucht zum Austreiben einen hellen, aber immer noch recht kühlen Ort. Dann ist der Keller und die Garage leider nicht mehr ausreichend. Ein Wintergarten wäre sehr gut geeignet, aber auch ein Hauswirtschaftsraum, der nicht beheizt wird, aber ein Fenster besitzt. Direkte Sonneneinstrahlung ist nicht notwendig, aber viel Helligkeit.
  7. Ende des zweiten Monats muss der Feigenbaum langsam wieder an die Natur gewöhnt werden. Sie können ihn während des Tages ein paar Stunden auf den Balkon oder die Terrasse stellen. In der Zeit bekommt er viel Tageslicht, auch ein wenig Regen und die frische Luft mit. Ende März kann der Feigenbaum dann wieder in die Natur gestellt werden. Aber achten Sie immer auf die Frosttemperaturen.

Tipps zur Feigenbaum Pflege

FeigenbaumFür einen schönen Feigenbaum und eine gute Ernte müssen die Feigenbäume von Frühling bis Herbst mit Wasser versorgt werden. Über die Wintermonate reicht ein wenig Wasser vollkommen aus. Achten Sie immer darauf, dass keine Staunässe entsteht. Gerade im Winter kann es schnell passieren, dass Wurzelfäule entsteht und der Feigenbaum im Frühling entsorgt werden muss.

Während der Hauptblühtezeit, von April bis August sollte Dünger verwendet werden. Spezieller Kübelpflanzendünger in flüssiger Form ist gut, um den Feigenbaum mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Achten Sie hierbei immer auf einen hochwertigen Dünger. Alle Feigen, die im Herbst nicht mehr ausreifen, können einfach am Baum gelassen werden. Sie wachsen über den Winter weiter und können für eine gute zweite Ernte im kommenden Jahr sorgen.

Feigenbaum schneiden

Der Feigenbaum besitzt einen kurzen, eher gedrehten Stamm, der schnell ausladend wächst. Auch die Zweige beginnen schon in niedrigen Höhen zu wachsen. Damit der Feigenbaum eine schöne Form bekommt, ist ein Rückschnitt ideal. Sie sollten den Rückschnitt vor dem Austrieb durchführen. In der Regel liegt das zwischen Februar und März. Die folgende Anleitung hilft, den Schnitt sachgemäß auszuführen.

  • Kontrollieren Sie zuerst, ob die triebe gefroren sind. Gefrorere Triebe werden nicht geschnitten.
  • Anschließend werden die langen Triebe geschnitten.
  • Überkreuzte Triebe,die dicht beieinander stehen müssen ebenfalls entfernt werden.
  • Zuerst müssen Sie bis auf eine Knopse zurückschneiden.
  • Für ein gutes Triebwachstum sollte bei älteren Bäumen ein starker Rückschnitt erfolgen.
  • Im Herbst sollte von einem Rückschnitt abgesehen werden. In der Zeit besitzen die Feigenbäume viel Milchsaft, der beim Schnitt verloren geht.
  • Beim Schneiden müssen immer Handschuhe getragen werden. Der Pflanzensaft ist für die Haut unangenehm und kann Reizerscheinungen auslösen.
Daniela Lamberti
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