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Ficus Retusa

Die Kunst der Gartengestaltung nahm in den chinesischen Gärten ihren Anfang. In den Jahrtausenden hat die Schönheit und die Harmonie der Gärten ihre Faszination in keinster Weise verloren.

 
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Gerade Bonsai-Bäume machen auch heute noch einen mächtigen Eindruck. Der Bonsai selbst ist ein sehr kräftiger und großer Baum, aber mittlerweile gibt es zahlreiche Miniformate, die auch in den europäischen Haushalten und Gärten zu finden sind.

Sie versprühen ein mediterranes Flair, stehen für Geduld und Kraft und laden zum Entspannen ein. Der Ficus Retusa ist ein chinesischer Feigenbaum, aus der Gattung der Bonsai.

Der chinesische Feigenbaum

Ursprünglich stammt der Ficus Retusa, auch unter dem Namen chinesischer Feigenbaum bekannt, aus Nepal und Indien. Auch im südlichen China, in Bangladesch und im tropischen Australien ist er häufig zu finden. Der Feigenbaum wird überwiegend als Zierpflanze oder als Schattenspender verwendet. In den Heimatregionen steht er in Gärten, in öffentlichen Parks und an Straßen.

Sechs wissenswerte Fakten rund um den Ficus Retusa

  1. Der Ficus Retusa ist ein chinesischer Feigenbaum und wird als Bonsai bezeichnet.
  2. Als Standort braucht er viel Helligkeit und wenig direkte Sonneneinstrahlung.
  3. Über die Sommermonate kann er im Freien seinen Platz finden.
  4. Temperaturschwankungen sorgen für Blattabwurf.
  5. Die Wurzeln benötigen eine Temperatur von um die 15 Grad.
  6. Der Ficus Retusa darf niemals im trockenen Substrat stehen.

Richtiger Standort für Ficus Retusa

Es handelt sich um eine immergrüne Holzpflanze, die der Feigengattung angehört. Beheimatet ist sie im malaiischen Archipel. Auch die floristische Region Malesia zählt als Heimat. Der Bonsai kann bis zu 10 Meter hoch werden.

Nur wenige Arten sind für die Haltung in den eigenen vier Wänden geeignet. Der Ficus Retusa ist eine dieser Arten. Der Feigenbaum liebt an warmen Tagen die frische Luft und auch den Sonnenschein. So kann er an schönen Tagen auch auf der Terrasse oder dem Balkon stehen. Grundsätzlich sollte der Standort eine bestimmte Beschaffenheit aufweisen:

  • der chinesische Feigenbaum braucht einen hellen Standort mit Sonne am Morgen und am Abend
  • eine direkte Sonneneinstrahlung ist nicht ratsam
  • Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad sind ideal
  • von Mai bis September freut er sich auf einen Standplatz auf dem Balkon oder im Garten

Der chinesische Feigenbaum braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Dazu eignet sich ein Luftbefeuchter, eine mit Wasser gefüllte Schale oder ein kleiner Zimmerbrunnen, der in der Nähe des Baums steht. Ab und an sollten Sie den Bonsai mit einer Brause beglücken. Kalkfreies Wasser ist dafür ideal und sorgt für ein schönes Blätterkleid.

Ficus Retusa – Pflege und alle wichtigen Tipps dazu

Da der Ficus retusa stets in die Höhe zu wachsen vermag, muss bei der Pflege insbesondere Wert auf den Schnitt gelegt werden. Dadurch bietet es sich an das Wachstum mit Hilfe von Bonsaidraht in Richtung dreidimensionaler Silhouette zu lenken.

Um dies zu erreichen werden im Frühjahr passende Triebe ausgewählt, die biegsam und wenig verholzt sind. Der Draht sollte jedoch nach vier bis sechs Wochen entfernt werden, um das Einwachsen in die Rinde zu verhindern. Die genaue Vorgehensweise wird im entsprechenden Abschnitt noch einmal genauer erklärt.

Substrat

Ein wichtiges Kriterium für einen schönen Feigenbaum ist das Substrat. Das Wurzelwerk des Bonsais befindet sich in einer kleinen Schale, indem auch nur Platz für wenig Erde ist. Normale Beeterde ist für einen Bonsai unpassend, aber es gibt einige Substrate, die genau auf die Bedürfnisse des Baums abgestimmt sind.

  • Bonsai Erde gibt es im Fachgeschäft
  • lehmhaltige Gartenerde, Pikiersubstrat und Sand als Eigenmischung
  • Humus, Akadama und Lavagranulat als Eigenmischung
  • Anzuchterde, Akadama und Bimskies als Eigenmischung

Alle Bonsai-Profis setzen auf Akadama als Substrat. Das mineralische Granulat ist als Rote-Kugel-Erde bekannt und ein einmaliger Wasserspeicher. Zudem wird durch das spezielle Granulat die Luftdurchlässigkeit ermöglicht, die der Bonsai dringend benötigt.

Ficus Retusa gießen

Bei der regelmäßigen Ficus Retusa Pflege darf auch das Gießen nicht vernachlässigt werden. Das Wurzelsystem des Ficus Retusa verträgt keine Trockenheit. Das Substrat darf niemals komplett austrocknen. Sie sollten einmal am Tag, mit dem Finger, die Feuchtigkeit der Erde testen. Sollte die Erde zu trocken sein, muss Wasser hinzugefügt werden. Ideal ist zimmerwarmes Regenwasser.

In der Regel wird am Morgen oder am Abend gegossen. Damit das Substrat wieder ordentlich gewässer wird, ist ein Überbrausen in mehreren Vorgängen ideal. Der Wurzelballen muss komplett angefeuchtet werden.

Düngen

Bonsai-ficus-retusa-chinesischer-gartenNährstoffe sind ein wichtiger Faktor für den chinesischen Feigenbaum. In der Regel sollte er von März bis September gedüngt werden. Ein Nährstoffmix aus Natrium, Kalium und Phosphor ist dafür ideal. Grundsätzlich muss der Bonsai alle 14 Tage ausreichend gedüngt werden. Wichtig ist, dass die Nährstoffe nicht auf trockenes Substrat gegeben werden.

Ficus Retusa schneiden – So geht’s

Der regelmäßige Form- und Erhaltungsschnitt ist das Herzstück für einen gelungenen Bonsai. Die optimale Zeit, um den Ficus Retusa zu schneiden befindet sich von Mai bis September. Alle sechs Wochen sollte der Baum einen Schnitt bekommen. Heranwachsende Triebe müssen gekürzt werden, dazu wird die Schere oberhalb eines Auges angesetzt. Dicke Äste gilt es zu entfernen.

Drahten

Der Ficus Retusa wächst ständig nach. Um eine schöne Form zu bekommen, bietet sich bei dem Bonsai das Verdrahten an. Dazu wird Aluminiumdraht spiralförmig um jeden Zweig und den Stamm gewickelt. Wichtig ist, dass der Draht nicht zu eng ist und immer im  45 Grad Winkel gewickelt wird. Nach vier bis sechs Wochen muss der Draht entfernt werden, damit die Rinde nicht beschädigt wird.

Ficus Retusa richtig umtopfen

Alle zwei bis drei Jahre muss der Ficus Retusa umgetopft werden. Durch das Gießen ist die Erde ausgelaugt und muss erneuert werden. Ein untrügliches Zeichen zum Umtopfen sehen Sie, wenn die Wurzeln einen Weg außerhalb des Topfes suchen. Nehmen Sie einen größeren Topf und bestücken den Boden mit ein wenig der speziellen Bonsaierde. Das alte Substrat sollte so gut wie möglich entfernt werden.

Die Wurzeln sollten auf ein Drittel gekürzt werden. An eine Drainage sollte ebenfalls gedacht werden. Nachdem der Baum in seinem neuen Zuhause steht, muss das Substrat aufgefüllt werden, um alle Löcher zu verschließen.

Krankheiten und Schädlinge

Um den Ficus Bonsai richtig zu pflegen muss zudem regelmäßig auf einen potenziellen Befall durch Schädlinge und Krankheiten geachtet werden. Bei einer entsprechenden Pflege ist dies jedoch selten der Fall. Wird stickstoffreich gedüngt, so treten Blattläuse nur sehr selten auf. Ebenfalls wichtig ist hier der helle und warme Standort.

Überwintern

Während der Sommer ideal für einen Aufenthalt im Freien ist, muss der Bonsai schon im Herbst langsam in die Räumlichkeiten umziehen. Der Bonsai verträgt keine Temperaturen, die unter 15 Grad liegen. Stellen Sie ihn auf die Fensterbank, am besten in Richtung Süden.

Halten Sie die Temperaturen immer zwischen 22 und 25 Grad. Damit keine Kälte in die Wurzeln eindringt, bietet sich eine Styropormatte an. Das Gießen wird reduziert. Aber durch die Heizungsluft muss der Ficus Retusa regelmäßg besprüht werden.

Daniela Lamberti
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