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Gartenpflanzen bestimmen

Seit der Kultivierung von Pflanzen haben sich Menschen darauf spezialisiert Gewächse, Nutzpflanzen und Bäume in den eigenen Garten zu pflanzen. Aber dieses Wissen ist seit den kulturellen und sozialen Veränderungen, der großen Verstädterung nicht mehr Teil des Erfahrungsschatzes der meisten Menschen. Daher suchen sie nach Mitteln und Wegen Gartenpflanzen zu bestimmen.

 
gartenpflanzen-bestimmen

Es gibt jedoch Möglichkeiten dieses weitestgehend verlorene Wissen sich anzueignen oder mithilfe von Apps und Online-Anwendungen sich über die genaue Art der Pflanze zu informieren. Daneben existiert aber noch eine weitere Variante, die sich gewährt hat und mehr als erfolgversprechend ist – auch bei Waldsparziergängen ohne Netz. Hierbei geht es um ein sogenanntes Pflanzenbestimmungsbuch.

Gartenpflanzen – Liste mit Bildern zur Erkennung: Welche Gartenpflanze ist das?

Sehr viele Menschen fragen sich „Welche Gartenpflanze ist das?“, wollen aber keine längere Recherche betreiben sowie Zeit aufwenden, um jede einzelne Gartenpflanze genau zu identifizieren. Erhellend ist auf jeden Fall, dass eine Pflanze über spezifische Charakteristika und Eigenheiten verfügt, die sie zu einem Unikat machen.

▶ Hier geht es weiter zur Pflanzenbestimmungs-Anleitung

Solche Unterschiede sind jedoch nicht immer direkt einsehbar, da sie auch im Blatt oder bei den Wurzeln liegen können, aber auch nur während der Blütezeit sich eindeutig zeigen. Um diese Probleme zu beseitigen, kann man auch auf ein Pflanzenbestimmungsbuch zurückgreifen. Ein solches Werk bietet auf vielen Seiten eine reichhaltige Auswahl regionaler Gewächsarten.

Vergleicht man die gefundene Gartenpflanze mit den abgebildeten Exemplaren, dann man die genaue Identität identifizieren. Die Frage „Welche Gartenpflanze ist das?“ kann effektiver mit einem ausführlichen Nachschlagwerk in der Form eines digitalen Pflanzenbestimmungsbuches erfolgen.

Mit einem solchen Werk sparen Hobbygärtner also Zeit und können innerhalb weniger Minuten zur Lösung gelangen. Die abgebildeten Exemplare sind ausreichend groß, sodass man Blätter und Blüten auch mit dem bloßen Auge abgleichen kann.

Allium cristophii
allium cristophii

Allium siculum
Allium siculum

Allium oreophilum
Allium oreophilum

Allium schoenoprasumallium-schoenoprasum

Allium sphaerocephalon
Allium sphaerocephalon

Anaphalis triplinervis
anaphalis-triplinervis

Anemone blanda
Anemone blanda

Anemone coronaria
Anemone coronaria

Antirrhinum majus
Antirrhinum majus

Bergenia
Bergenia

brassica oleracea var. acephala
Brassica oleracea var. acephala

Camassia leichtlinii
Camassia leichtlinii

Cornus canadensis
cornus-canadensis

Eranthis hyemalis
eranthis hyemalis

Festuca cinerea
Festuca cinerea

Galanthus elwesii
galanthus elwesii

Hakonechloa macra
 Hakonechloa macra

Iberis sempervirens
Iberis sempervirens

Ipheion uniflorum
Ipheion uniflorum

Ornithogalum umbellatum
ornithogalum-umbellatum

Phylliopsis × hillieri
Phylliopsis × hillieri

Tropaeolum majus
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Vinca minor
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Zea mays
zea-mays

Gartenpflanzen bestimmen nach Gattungsmerkmalen

Die einfachste Möglichkeit ist das Ausschlussverfahren über die Pflanzenfamilie. Alle Pflanzenfamilien haben Merkmale, die sie voneinander ausschließen. Unten finden sich einfache Tipps und Hinweise anhand derer man pflanzen grob in ihre Familien einteilen kann.

  • Blütenstand
  • Symmetrie der Blüten
  • Farben der Kron-, Staub- und Fruchtblätter
  • Anzahl der Kelchblätter
  • Blütenform
  • Behaarung
  • Blattrand
  • Blattform
  • Blattstellung

Diese einfachen Hinweise reichen bereits aus, um das Gewächs grob einzuteilen und eine Vielzahl an Pflanzen auszuschließen. Verständlicherweise versagt die Tabelle für den Laien, wenn es um sehr ähnliche aussehende Pflanzen geht oder um eine genaue Bestimmung innerhalb einer Familie. Hält man sich daran, lassen sich bereits mehr als 90% falscher Pflanzen aussieben, bevor es an die Feinabstimmung geht.

Vorteile eines Pflanzenbestimmungsbuchs gegenüber digitalen Varianten?

Der Vorteil eines Pflanzenbestimmungsbuchs im Gegensatz zur Online-Analyse oder einem Fotoabgleich mit einem hochgeladenen Bild liegt in der Genauigkeit der Überprüfung sowie in den Schwächen der Technik. Noch immer ist schnelles Internet nicht in Deutschland flächendeckend verfügbar. Gerade in Waldgebieten versagt auch vorhandenes Netz und macht eine Online-Überprüfung unmöglich.

Auch bei Fotografien ist eine Bestimmung nicht immer eindeutig, denn nicht alle Mobiltelefone verfügen über eine Kamera die gestochen scharfe Bilder schießt und sie sich zum Hochladen bei Google oder vergleichbaren Bildsuchmaschinen eignen.

Der letzte Punkt ist jedoch der schwerwiegendste, nämlich, dass man zwar unter Umständen die Art der pflanze herausfindet, aber keine gebündelten Informationen über sie. Diese muss man oft auf vielen Internetseiten verteilt suchen und erhält dabei doch keine leicht verständliche Erklärung ohne Redundanzen. In einem Pflanzenbestimmungsbuch finden sich aber ausreichende und tief gehende Hinweise zu dem jeweiligen Gewächs.

Gartenpflanzen anhand der Blätterform bestimmen

Eine andere Möglichkeit ist es einzelne Gartenpflanzen anhand ihrer Blattformen zu charakterisie­ren und den Großteil von falschen Gewächsen auszuschließen. Es gibt eine überschaubare Anzahl an Blattformen. Natürlich teilen sich viele Pflanzen diese Formen, dennoch ist diese Art der Bestim­mung nicht für eine Feinabstimmung geeignet.

Verschiedene Plattformen heimischer Blätter:

Eiförmige & elliptische Blätter: Diese Blätter erinnern einen ein Ei. Bekannte heimische Vertreter sind Buchen oder Kirschbäume. Auch die Erle gehört zu dieser Blattvariante.

Herzförmige & rundliche Blätter: Einige Blätter verfügen über eine Form, die einem Herzen ähnelt oder rundlich aussieht. Dazu zählen Bäume und Sträucher, wie Linde, Pappel und Kreuzdorn.

Längliche & lanzettliche Blätter: Die länglichen Blätter dieser Bäume liegen fast parallel zueinander. Bei den verwandten, lanzettlichen Blättern sind die Ränder gebogen und werden schmaler zur Spitze des Blattendes. Typische Vertreter sind Mispel, Sanddorn oder die Edelkastanie.

Gefingerte & gebuchtete Blätter: Diese Blattart verfügt über mehrere Teilblättchen. Alle davon gedeihen aber am gleichen Ansatz. Zu diesen Sorten gehören Eiche, Platane oder die Weinrebe.

Gefiederte (paarig/unpaarig) Blätter – fiederteilige Blätter: Das Besondere an diesen Pflanzen sind die in mehreren selbständig scheinenden Teilblättchen, deren Anzahl aber variieren kann. Zu diesen gehören Esche, Walnuss bzw. Holunder.

Nadelförmige Blätter: Diese Blätter gehören wie der Name es schon vermuten lässt, zu den Nadelbäumen. Sie bestehen aus spitzen, festen und dünnen Nadelblättern. Bekannt sind darunter besonders Lerche, Tanne und Fichte.

Anhand der Blätter lassen sich erste Einordnungen vornehmen. Wem dies zu ungenau ist, oder der mehr Informationen möchte, dem empfiehlt sich die Benutzung eines Pflanzenbestimmungsbuches. Eine andere Möglichkeit ist es einzelne Blätter abzureißen und mithilfe einer Online-Recherche deren genauen Ursprung zu ergründen. Innerhalb der Blattformen gibt es noch weitere Faktoren, die eine Feinbestimmung, beispielsweise eventuell vorhandene Behaarung, möglich machen.

Blumen im Garten bestimmen

Blumen lassen sich während ihrer Blühphase noch einfacher als Bäume bestimmen. Anhand der Blütenfarbe lassen sich viele Blumen schnell von anderen Trennen. Auch die Blütenblätter kann man von ähnlichen Pflanzen trennen. Neben Form und Farbe ist beispielsweise auch das Vorhandensein von Dornen eine sichere Methode um Pflanzen zu charakterisieren.

Eine ebenso einfache Methode ist es auch an der Pflanze zu riechen, denn erstaunlich viele Blumen verfügen über gar keinen Eigengeruch, solange sie unverarbeitet sind oder kein Saft austritt. So können bereits viele stark duftende Vertreter der gleichen Familie oder Gattung ausgeschlossen werden. Letztlich gibt es auch die Möglichkeit ein Foto oder die Pflanze selbst zum Blumenhändler des Vertrauens mitzunehmen und sich diese von ihm bestimmen zu lassen.

Hannah Meissner
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