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Gierschfrei Konzentrat von Neudorff

Giersch, oder auch wegen der besonderen Form der Blätter Geißfuß genannt, wächst und wuchert an Weg- und Waldrändern und leider auch viel zu oft in den heimischen Gärten. In der Volksmedizin wurde er früher als Heilkraut gegen Gicht und Rheuma verwendet, in der Küche kann er als wohlschmeckendes Wildgemüse die Speisen mit einem besonderen Aroma untermauern. Gierschfrei gilt als erprobtes Mittel gegen Giersch.

 
Giersch im Garten

Im Garten breiten sich seine unterirdischen Triebe wild wuchernd aus, sie bilden ganze Kolonien und die krautige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Deshalb ist er bei den Gärtnern gar nicht beliebt und wird aus den grünen Oasen gerne verbannt.

Gegen Giersch vorgehen: Gierschfrei

Der Giersch ist eine Pflanze, die sich allerdings sehr schnell regeneriert. Selbst das Zerhacken der Wurzeln zeigt wenig Wirkung. Die klassischen, in Gärten verwendeten und zugelassenen, Herbizide erweisen sich als weitgehend wirkungslos, denn sie wirken nur an der Oberfläche und gehen kaum gegen das Wurzelwerk vor.

Vielfach bleibt dann nur Chemie wie die Verwendung von Gierschfrei als letzte Möglichkeit offen. Bei der Verwendung von chemischen Unkrautvernichtern geht es in erster Linie darum, dass nur Mittel gegen Giersch eingesetzt werden, die keine Anteile an dem umstrittenen Glyphosat aufweisen.

Das bekannte Gierschfrei Konzentrat von Neudorff erfüllt diese Anforderung und ist somit auch ein probates Mittel nicht nur gegen den Giersch im Besonderen, sondern auch gegen Problemunkräuter im Allgemeinen.

Alternative Methoden zum Giersch bekämpfen

Dem Giersch mit eher natürlichen Mitteln zu Leibe zu rücken ist mit viel Geduld verbunden. Auch wenn alle Wurzeln zerhackt und zerkleinert werden, die Samen halten sich oft noch jahrelang in der Erde und warten nur auf eine günstige Gelegenheit, um wieder auszutreiben.

Einzige wirkungsvolle Maßnahme scheint das regelmäßige Entfernen der Blätter zu sein. Nach einigen Jahren ist der Giersch so geschwächt, dass er abstirbt. Pflanzliches Gegenmittel sind Kartoffel, die schneller als der Giersch wachsen und ihm daher Licht und Nährstoffe entziehen. Aber wer hat schon gern einen Kartoffelacker im Garten?

Gierschfrei Konzentrat von Neudorff – Wirkung

Das Konzentrat, das es in unterschiedlichen Gebinden und Zusammensetzungen gibt, hat ein kraftvolles zweifaches Wirksystem:

  • Fettsäuren, wie sie auch in der Natur vorkommen
  • Wachstumsregulatoren, die schnell bis in die Wurzel wirken

Die Wirkung setzt schon nach wenigen Stunden ein, und das Konzentrat ist auch bei niedrigen Temperaturen anwendbar. So kann es vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst eingesetzt werden. Behandelte Flächen können nach dem Antrocknen gefahrlos von Mensch und Tier betreten werden.

Wir haben es also mit einem Mittel zu tun, dass Dank der verwendeten Inhaltsstoffe (Pelargonsäure, Wachstumsregulator) sehr umweltschonend ist (siehe unten: nicht bienengefährlich). Durch seine nahezu sofortige Wirkung wird eine Überdosierung vermieden, ein Langzeiteffekt ist gegeben. Innerhalb weniger Stunden zeigt sich die Wirkung schon an den Blättern, die vertrocknet und wie verbrannt wirken.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten

GierschEs ist nicht nur der Giersch, der durch das Mittel bekämpft wird. Allgemein kann das Konzentrat gegen ein- und zweiblättrige Unkräuter eingesetzt werden. Ebenso gegen Algen und Moose unter den Zierpflanzen und -gehölzen. Auch gegen Unkrautarten wie Löwenzahn und Schachtelhalmgewächse ist es ein probates Mittel. Selbst im Freiland, auf Wegen und Plätzen werden gute Erfolge erzielt.

Gierschfrei Konzentrat von Neudorff – Anwendung und Anwendungstipps

Wie bei allen derartigen Mitteln sind auf alle Fälle die Anwendungshinweise des Herstellers zu beachten.

Das Konzentrat wird mit Wasser im Verhältnis 1:5 gemischt. Eine Menge von 600 ml, das sind 100 ml Konzentrat und 500 ml Wasser, reicht für ca. sechs Quadratmeter Unkrautfläche aus.

  • Giersch soll erst behandelt werden, wenn die Blätter ausreichend entwickelt sind, also ab einer Höhe von ca. 10 Zentimeter. Nur dann wird der Wirkstoff am besten aufgenommen und verlagert.
  • Die Pflanzen werden nicht begossen, sondern besprüht. Das Gießen mit der Kanne hat keine Wirkung.
  • Andere Kulturpflanzen in der Nähe können durch das Mittel geschädigt werden. Am besten ist es, wenn sie vor der Behandlung abgedeckt werden.
  • Für verholzte Pflanzenteile von Ziergehölzen oder Bäumen stellt das Mittel keine Gefahr dar. Diese nehmen den Wirkstoff nicht auf und werden auch nicht geschädigt.
  • Hartnäckige Wurzelunkräuter können eine weitere Behandlung nach 4 bis 5 Wochen vertragen, wenn die Blätter bereits wieder voll entwickelt sind.
  • Verwendet soll es keinesfalls auf dem Rasen werden, denn es wirkt auf alle grünen Pflanzenteile und lässt dann natürlich auch das Gras absterben.

Was man bei der Anwendung von Gierschfrei Konzentrat beachten sollte

Wie viele Stoffe ist auch das Konzentrat von Neudorff eine chemische Verbindung, die Schaden anrichten kann, wenn sie unsachgemäß verwendet wird. In jedem Fall sind die Verwendungshinweise des Herstellers zu beachten.

Bei der Anwendung von Gierschfrei Konzentrat sind großflächige Hautstellen bedeckt zu halten. Ein langärmeliges Hemd, eine lange Hose und Handschuhe werden jedenfalls empfohlen.

Dies sowohl bei der ersten Anwendung, als auch bei den Nachfolgearbeiten. Für Kinder ist es sicher und unzugänglich aufzubewahren.

Alle Anforderungen an die Schutzausrüstung für Personen, die Pflanzenschutz anwenden ist in der Richtlinie für „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, nachzulesen und dementsprechend zu beachten.

Sehr wichtig erscheint, dass das Mittel als nicht „bienengefährlich“ eingestuft ist. Das bedeutet, dass bei vorschriftsmäßiger Verwendung die Populationen relevanter Nutzorganisationen nicht gefährdet sind.

Nicht in Gewässer

Allerdings ist das Mittel für Fischnährtiere giftig. Es dürfen daher die Reste aus entleerten Behältern oder Packungen, sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten keinesfalls in Gewässer gelangen. Auch nicht über die Kanalisation oder über Straßenabläufe, Regen und Abwasserkanäle.

Produktreste dürfen auch nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen in der Originalverpackung als Sondermüll geeignet entsorgt werden. Grundsätzlich ist das Mittel nur auf Grünflächen anzuwenden, die nicht land- oder forstwirtschaftlich oder auch gärtnerisch genutzt werden.

Daniela Lamberti
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