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Grundwasserbrunnen

Wasser ist für jeden Garten ein Muss. Ohne Wasser blühen die Blumen nicht, die Pflanzen wachsen nicht und der Rasen verdorrt mit der Zeit. Ein sehr trockener Sommer kann daher für einen Gartenbesitzer mitunter recht teuer werden.

 
Grundwasserbrunnen

Da ist der Grundwasserbrunnen eine kostenfreie Alternative. Das natürliche Wasservorkommen unterhalb des Gartens wird für den Grundwasserbrunnen genutzt. Dabei ist es nicht schwer, selbst einen Grundwasserbrunnen zu bohren.

Sechs Schritte zum eigenen Grundwasserbrunnen: Anleitung

In den folgenden sechs Schritten wird genau erläutert wie es funktioniert.

  1. Genehmigung prüfen: Bevor Sie mit dem Bohren nach Wasser beginnen, müssen Sie bei der Gemeinde nach einer Genehmigung fragen. In vielen Gemeinden ist das Bohren bis auf 10 Meter begrenzt, damit die Nutzungszwecke des Wassers nicht unnötig belastet werden. In der Regel sollten 10 Meter aber vollkommen ausreichen, um Wasser zu finden.
  2. Stelle für den Brunnen finden: Bevor Sie beginnen ein Loch zu bohren muss die passende Stelle im Garten gefunden werden. Die Pumpe sollte nicht stören und eher unauffällig sein. Alle Aktionen, die mit dem Wasser erledigt werden sollen, müssen im Umkreis eines Wasserschlauchs sein. Anschließend wird mit dem Spaten ein Loch gemacht. Dort wird der Bohrer angesetzt und ins Erdreich gedreht.
  3. Brunnen bohren: Der Brunnen kann auf zwei Arten geschlagen werden, mit Muskelkraft oder mit Motorenunterstützung. Die Motorenunterstützung kann in beinah jedem Baumarkt für kleines Geld ausgeliehen werden. Die Muskelkraft kostet kein zusätzliches Geld. Bei den Brunnen gibt es drei Varianten, den Bohrbrunnen, den Rammbrunnen und den Schachtbrunnen. In den meisten Gärten werden aber die sogenannten Bohrbrunnen eingesetzt. Sie sind nicht nur zur optimalen Bewässerung geeignet, sondern können sogar Planschbecken füllen.
    Beim Bohren mit Muskelkraft wird das Bohrgestänge mit der Spitze nach unten angesetzt und dann wird gedreht. Sollten Sie auf harten Stein stoßen, müssen Sie aufhören und eine andere Stelle zum Bohren suchen. Ein handgebohrter Brunnen ist in der Regel zwischen sieben und 10 Metern tief. Mit einem Motor-Erdbohrer ist diese Arbeit ein Klacks und binnen weniger Minuten erledigt. Bohren Sie solange bis Sie den Grundwasserspiegel erreicht haben.
  4. Bohrloch befreien: Durch den Bohrvorgang wird das Erdreich aus seiner gewöhnlichen Position verdrängt. Außerdem müssen Sie den Bohrer immer wieder herausziehen und nehmen so auch das gelöste Erdreich mit. Das gesamte Bohrgut muss immer wieder entfernt werden. Idealerweise bietet sich dafür ein Kanalgrundrohr an. Es wird ganz einfach in das gebohrte Loch gesteckt und anschließend wird die Pumpe angeschlossen. Nun kann das gelöste Erdreich gelöst werden.
  5. Montage der Pumpe: Eine Saug- oder eine Tiefbrunnenpumpe bietet sich für den Grundwasserbrunnen an. Sie kann oberhalb des Erdreichs aufgestellt werden. Sie kann mit einem glücken Dekohändchen optisch angepasst werden und ist trotzdem gut zu erreichen. Die Saugvorrichtung wird durch das Rohr eingelassen und bis kurz vor das Schachtende geführt. Wichtig ist, dass der Schlauch auf keinen Fall auf dem Boden aufliegt. Anschließend kann die Pumpe eingeschaltet werden und das Wasser nach oben transportieren.
  6. Brunnen verschönern: Damit der Grundwasserbrunnen auch optisch ein Highlight im Garten wird, kann er mit Steinen und Pflanzen verschönert werden. Lassen Sie der Fantasie freien Lauf. Grundregel ist nur, dass der Grundwasserbrunnen zum restlichen Stil des Gartens passt.

Rammbrunnen oder Bohrbrunnen?

GrundwasserbrunnenDie Entscheidung welcher Brunnen für den eigenen Garten der Richtige ist, wird anhand der Verwendung getroffen. Der Rammbrunnen ist schnell und einfach in ein paar Minuten gebohrt. Der Bohrbrunnen kann zwar ebenfalls selbst gemacht werden, ist aber wesentlich zeitaufwendiger. 

Der Rammbrunnen: Der Rammbrunnen ist eigentlich nur ein stabiles Metallrohr, das mit viel Kraft in den Boden getrieben wird. Dazu ist ein Gummihammer ideal, der zum Kraftaufbau genutzt wird. Das Metallrohr wird in eine Tiefe von sieben bis acht Metern getrieben. Am Ende des Rohrs befindet sich ein Rammfilter. Das Wasser kann nun durch den Filter nach oben steigen.

Der Bohrbrunnen: Der Bohrbrunnen kann über eine Tiefe von acht Metern hinausgehen. Er wird mit Hilfe eines Bohrers angesetzt. Ein spezieller Bohrer oder Muskelkraft sind notwendig, um eine angemessene Tiefe zu erreichen. Mit Hilfe einer Tiefbrunnenpumpe wird das Wasser nach oben gepumpt.

 Vorteile und Nachteile der Rammbrunnen

Vorteile:

  • einfache Methode, um einen Grundwasserbrunnen zu erhalten
  • sehr kostengünstig

Nachteile:

  • nicht bei geringem Grundwasser einsetzbar
  • Fördermenge eher gering
  • kurze Lebensdauer

 Vorteile und Nachteile der Bohrbrunnen

Vorteile:

  • langlebig (bei guten Materialien bis zu mehreren Jahrzehnten)
  • Fördermengen sehr hoch (auch für große Gärten geeignet)
  • auch bei niedrigem Grundwasserstand einsetzbar

Nachteile:

  • sehr aufwendig
  • hohe Kosten
Daniela Lamberti
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