Startseite   »   Gartentipps   »   Hanfpalme: Wachstum fördern und Pflege

Hanfpalme: Wachstum fördern und Pflege

Die robuste Hanfpalme wächst in kalten, aber auch milden Regionen und kann in beinahe jeden Garten einen Platz finden. Eigentlich stammt die Hanfpalme aus dem Himalaya und ist dort in Höhen von bis zu 2.500m Zuhause. Die Hanfpalme wird bis zu 10m hoch.

 
Hanfpalme

Optik der Hanfpalme

Sie besitzt eine braune, hanfähnliche Stammhülle, die sich mit der Zeit auflöst. Sie fällt einfach ab. Die Blätter sind sehr kräftig und besitzen einen glatten Stiel. Pro Saison bildet die Hanfpalme zwischen 10 und 20 Blätter. Die Blätter treiben am oberen Stammende senkrecht aus, entfalten sich und neigen sich nach unten. Die älteren Blätter sterben ab und fallen herunter.

Hanfpalmen wachsen langsam

Die Hanfpalme gehört zu den langsam wachsenden Palmen. Bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben, wird es einige Jahre dauern. Es gibt allerdings einige Faktoren, welche die Palme bei ihrem Wachstum unterstützen können. Die richtige Pflege und ein günstiger Standort sind die Grundvoraussetzungen.

Wachstum einer Hanfpalme

Im Grunde ist der Standort das A und O. Nur am richtigen Standort, zusammen mit der passenden Palmenpflege wird die Hanfpalme im Jahr bis zu zehn neue Blätter wachsen lassen. Sind die Gegebenheiten unpassend, dann wachsen einige Blätter weniger und somit wird auch die Hanfpalme weniger wachsen.

Gründe, warum sie nicht wächst

Eine Hanfpalme kann nicht nur ihr Wachstum komplett einstellen, sondern auch sehr langsam wachsen. Der häufigste Grund dafür sind die ungenügende Pflege und der falsche Platz. Die häufigsten vier Ursachen sind

  • Lichtmangel
  • zu wenig Feuchtigkeit
  • zu viel Feuchtigkeit
  • Nährstoffmangel

Im Prinzip brauchen Hanfpalmen viel Licht. Sie können an dunklen Orten keine Blätter entwickeln. Es wird gesagt, dass die Palme mindestens 2 bis 3 Stunden Sonnenlicht bekommen muss. Direktes Sonnenlicht ist für die Wachstumsgeschwindigkeit am besten.

Das Gießen der Hanfpalme muss mit Vorsicht durchgeführt werden. Eine Hanfpalme muss anständig gegossen und auch regelmäßig gedüngt werden. Sie ist ein absoluter Gegner von Staunässe, mag aber auch keine Ballentrockenheit.

Winterruhe für Hanfpalmen

Viele Palmenarten sind im Winter mit dem Wachstum eher minimal oder wachsen überhaupt nicht. Bei der Hanfpalme ist das anders. Sie legt eigentlich keine wirkliche Winterpause ein. Allerdings muss auch gesagt werden, dass die Wachstumsgeschwindigkeit im Winter langsamer ist als im Sommer. Das liegt an der gering scheinenden Sonne. Auch das fehlende Licht ist für das geringe Wachstum verantwortlich. Auch wenn die Sonne nicht ausreichend scheint und nicht die benötigte Kraft aufweist, muss die Hanfpalme gegossen werden. Das Düngen ist auch im Winter eine gute Idee. Sollte aber nicht übertrieben werden.

Das richtige Gießen

  1. Der Wurzelballen darf niemals austrocknen.
  2. Gießen Sie niemals zu viel, sonst bekommen die Wurzeln einen Schaden.
  3. Das Substrat muss mehrere Zentimeter tief trocken sein.
  4. Überschüssiges Wasser unbedingt abgießen.
  5. Die Hanfpalme mit weichem Leitungswasser oder Regenwasser gießen.
  6. Lassen Sie Übertöpfe und Untersetzer weg.

Hanfpalme Blüten abschneiden

Hanfpalme BlüteGerade Hanfpalmen, die im Freiland gehalten werden, können unter ausgezeichneten Bedingungen wunderschön Blühen. Die Blüten der Hanfpalme sind sehr schön und dekorativ. Allerdings müssen die Blüten abgeschnitten werden, damit neue Blätter entstehen können. Die Blüten kosten die Hanfpalme sehr viel Kraft. Diese Kraft fehlt dann beim Wachstum. Zudem bildet die Hanfpalme Samen, die ebenfalls viel Kraft rauben. Das Wachstum stellt sich dann hinten an und die Palme bekommt weniger Blätter. Damit die Hanfpalme also gut und regelmäßig wächst, müssen die Blüten entfernt werden.

Das beste Substrat

Der Boden ist eine gute Möglichkeit, um das Wachstum ideal zu unterstützen. Die Hanfpalme sollte einen leicht säuerlichen Boden bekommen, der durchlässig ist. Das ist gerade bei jungen Palmen wichtig. Bei den älteren Palmen reicht meist die reine Gartenerde.

Richtiger Lichtbedarf und Überwinterung

Die Hanfpalme benötigt in der Regel viel Licht. Der Sommer ist zum Wachsen ideal, denn dann ist viel Sonne vorhanden. Allerdings ist auch Halbschatten nicht falsch. Allerdings wird das Wachstum im Halbschatten vermindert.

Zum Überwintern braucht die Hanfpalme, wenn es eine Kübelpflanze ist, einen hellen Raum, der etwas kühler ist. Die Temperaturen sollten maximal 5 Grad betragen. Unterhalb dieser Grenze sollte die Hanfpalme nicht draußen überwintern.

Temperatur

Die Hanfpalme ist ein kühles Klima gewöhnt, da sie normalerweise im Hochgebirge Zuhause ist. Ideale Temperaturen für ein gutes Wachstum liegen zwischen 15 und 20 Grad. Bei Temperaturen, die zu hoch liegen, stellt die Hanfpalme einfach ihr Wachstum ein. Allerdings nur für die Zeit, in der die Temperaturen so hoch liegen. Im Winter kann die Hanfpalme auch im Freien bleiben. Allerdings darf die Frosttemperatur von unter -10 Grad nicht unterschritten werden.

Auch Temperaturen, die langfristig unter 0 Grad liegen, sorgen für einen Schaden. Sollten diese Temperaturen eintreten, dann ist die Hanfpalme besser im Keller aufgehoben. Sobald es wieder wärmer wird, kann sie wieder ins Freie. Allerdings nur, wenn die Temperaturen langfristig wärmer bleiben. Ein Zwischenlagern in einer Wohnung mit angeschalteter Heizung ist nicht zu empfehlen. Sollte die Hanfpalme auch im Winter im Freien bleiben, müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Daniela Lamberti
Letzte Artikel von Daniela Lamberti (Alle anzeigen)
Jetzt Neu auf dem Smartphone: Das Gartenrevue Pflanzenbestimmungsbuch
Aktion10 € Rabatt - Nur für kurze Zeit!

OHNE BOTANISCHE KENNTNISSE jede Pflanze bestimmen

Jetzt informieren

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen