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Hibiskus Luna

Die aus Asien stammende Pflanzengattung Hibiskus (Luna) oder auch Hibiscus geschrieben, bringt mehrere hundert Arten hervor. Mit seinen meist roten Blüten ist die Pflanze bei uns als Rosen-Eibisch besser bekannt und wird zum Hingucker in jedem Garten.

 
hibiskus-luna

Die Blüten der Hibiskus Luna bilden sich trichterförmig aus und strahlen in intensiven Farben. Dadurch ist die tropische Pflanze leicht zu erkennen und sehr beliebt, um sommerliche Gefühle zu vermitteln. So wird durch die hawaiianische Nationalblume hinterm Ohr ein perfektes Urlaubsbild.

Allerdings benötigt die Hibiskus Luna auch eine Menge Pflege. Auf was man achten sollte, damit die Pflanze ihre volle Pracht hervorbringen kann und lange überlebt wird im Folgenden näher beschrieben.

Hibiskus Luna: Allgemeine Merkmale

Der Strauch-Eibisch, kann ohne chemische Strauchmittel bis zu drei Meter hoch werden und eine Breite von ein bis zwei Meter erreichen. Er wächst aufrecht, wie ein Baum mit buschigen, spitz zulaufenden grünen Blättern. Dabei wächst er nur sehr langsam, sodass er erst im späten Frühjahr beginnt zu treiben. Anfang August öffnen sich dann die Glockenblüten weit an den Zweigenden.

Wie schon angedeutet, bedient der Hibiscus Luna ein großes Farbspektrum, welches sich von weiß über rot bis blau, violett erstreckt. Auffälligkeiten sind zum einen der meist rote Punkt in der Mitte der Blüte, der nach außen hin wie ein Strahl verläuft und zum anderen der herausragende dreiästige Griffel.

Hibiskus Luna kann aber auch als ganz normale Zimmerpflanze gehalten werden. Da die Pflanzen mehrjährig wiederkehrend sind, gelten sie auch in kleinerer Form als echter Hingucker in jedem Blumentopf. Folgende weitere Merkmale treffen auf die Hibiscus Luna zu.

 
  • Staude mit ausreichender Winterhärte für die Härtezone fünf
  • Die Blüten werden bis zu fünfundzwanzig Zentimeter groß
  • Ideale Containerpflanze für vollsonnige Standorte
  • Die Pflanze ist extrem hitzebeständig

Wenn man die Pflanze auf dem Balkon oder im Haus wachsen lässt, hat man mit 2 oder 3 Liter Töpfen eine gute Wahl getroffen. Der richtige Standort, an dem die Hibiskus Luna heranwächst, ist allerdings sehr entscheidend.

Richtiger Standort und Untergrund

Die hawaiianische Nationalblume, ist ein Gewächs, welches unter hohen Temperaturen kaum leidet. Deshalb ist ein vollsonniger Platz, mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht anzuraten. Das kann zum Beispiel der Balkon, die Terrasse oder ein Innenhof sein. Dabei ist es nur wichtig, dass der Boden gut Wasser- und Luftdurchlässig ist. Der Nährstoffgehalt des frisch, bis mäßig trockenen Untergrundes sollte hoch sein, sodass die Blütenbildung nicht darunter leidet.

Ein Langzeit-Volldünger kann dem Substrat untergemischt werden, um die optimale Nährstoffdeckung zu gewährleisten. Der Boden sollte einen schwach sauren pH-Wert von 6,0 bis 6,5 aufweisen und immer feucht gehalten werden. Staunässe und das Austrocknen gilt es zu vermeiden.

Hibiscus Luna einpflanzen

Damit die Wurzeln des Strauch-Eibischs bis zu den kalten Jahreszeiten gut verwurzelt sind, sollte man ihn im Frühjahr einpflanzen. Der Aushub kann doppelt so groß sein wie der Ballen der Wurzel. Beim Wiedereinfüllen kann der oben angesprochene Dünger hinzugegeben werden oder einfach Kompost eingemischt werden.

Das Festtreten muss vorsichtig und ohne Beschädigungen stattfinden, danach kann man den Hibiscus gut angießen. Die Jungpflanzen gilt es ebenfalls frühzeitig zu bewässern, damit die angesetzten Knospen nicht abfallen.

Weiterhin sollte man beim Pflanzen die Samen mit Aussaatsubstrat abdecken. Die Keimungstemperatur beträgt 18 bis 25 Grad Celsius, die Keimdauer beträgt drei bis fünf Tage.

Strauch-Eibisch – Pflege und Schneiden

Die Hibiskus Luna benötigt im Anstauverfahren einmal pro Woche Volldünger, im Winter kann dann reduziert werden. Alle zwei bis drei Wochen reicht einmal Düngen aus. Die Pflanze gilt es regelmäßig zu düngen und zu gießen. Man erkennt an der Blattfarbe, ob ein Düngermangel vorliegt. Ist die Blattfarbe hell, benötigt die Hibiskus Luna mehr Nährstoffe.

  1. Die Luna zieht sich im Herbst vollständig ein und erscheint im Mai, wenn der Boden sich wieder erwärmt hat.
  2. Die Blütenpracht zeigt sich von Mitte Juli bis in die kühlen Herbstmonate.
  3. Dabei ist eine Bodentemperatur von über 16 Grad Celsius wichtig.
  4. Es gilt zu beachten, dass nicht jede Art des Hibiskus winterhart ist.
  5. So müssen einige Gewächse in ein Winterlager umziehen, um den niedrigen Temperaturen des Winters Stand zu halten.

Generell ist kein Stutzen notwendig, denn der Hibiskus verzweigt von Natur aus gut. Um eine schöne Form zu schaffen, kann man die vorjährigen Triebe auf eine Handvoll Blattknoten kürzen. Das Gewächs kann auch radikal eingekürzt werden, ohne dass es darunter leidet. Allerdings dauert in dem Fall das erneute Heranwachsen eine Weile.

Gegen Schädlinge vorbeugen

Wie bei jeder Pflanze wird auch die Hibiskus Luna nicht von Schädlingen verschont. Am häufigsten wird die Luna von folgenden Insekten befallen:

  • Thrips
  • Läuse
  • Spinnmilben

So können diese die Pflanze krank machen und am Wachsen hindern. Vorbeugen kann man den Befall, indem man die Luftfeuchtigkeit und die Umgebungstemperatur reguliert. Kühle und nicht zu trockene Luft sollte dementsprechend am Standort der Blume vorherrschen.

Die wichtigsten Hibiskus Arten

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Es wird davon ausgegangen, dass es insgesamt 200 bis 675 Hibiscus-Arten gibt. Allerdings, wird die genaue Anzahl bzw. die Artenvielfalt stark diskutiert. Sie unterscheidet sich lediglich in ihrer Widerstandsfähigkeit und dem Aussehen der Blüten.

Hibiscus rosa-sinensis:Der Rosen-Hibiskus oder Hibiscus rosa-sinensis soll aus dem östlichen Indien oder China stammen. Verwendet wird er als Zierpflanze in Gärten oder als Zimmerpflanze, denn es handelt sich hierbei um keine winterharte Art.

Hibiscus syriacus:Der Garten-Hibiskus oder Hibiscus syriacus ist in Deutschland sehr beliebt. Das liegt daran, dass er zum Überwintern keinen Schutz braucht und im Freiland sehr gut angepflanzt werden kann.

Sumpf-Eibisch:Hibiscus moscheutus oder besser bekannt als Sumpf-Eibisch, sind krautige Gewächse, die sehr groß werden können. Die genannten Arten sind jene, die hier bei uns am häufigsten zu finden sind, es gibt natürlich noch viele weitere. Einige davon sind  zum Beispiel:

  • Hibiscus arnottianus
  • Hibiscus fragilis
  • Hibiscus insularis
  • Hibiscus physaloides

Unter jeder Art gibt es wieder verschiedene Sorten, welche durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet sind. So gewinnt das Eibisch-Gewächs die Herzen vieler Hobbygärtner und verbreitet in vielen Gärten Urlaubsgefühle.

Hibiskus Luna: Richtige Vermehrung

Die verschiedenen Eibisch-Sorten kann man durch Veredlung vermehren. Selten kommt es vor, dass sich die Hibiskus Luna von selbst aussät. Die Blütenfarbe und Form des Sämlings können sich später von der Mutterpflanze unterscheiden. Die manuelle Vermehrung gelingt mit nicht verholzten Kopf-Stecklingen und den richtigen Bodeneigenschaften.

Diese äußern sich in einem schattigen und regelmäßig feuchten Vermehrungsbeet mit humusreicher Erde. Dabei sollte eine Temperatur von mindestens 22 Grad Celsius oder mehr gegeben sein.

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