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Hochbeet Holzart: Geeignetes Holz für Hochbeete

Hochbeete können aus vielen Materialien gebaut werden. Neben Holz, worüber in diesem Ratgeber gesprochen wird, kann man sein Hochbeet auch aus Metall, Kunststoff oder Stein bauen.

 
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Doch worin steht der Sinn eines Hochbeetes? Hauptsächlich haben Hochbeete so manchen Vorteil. Man hat sein Beet auf der Terrasse oder dem Balkon immer in Reichweite. Das Arbeiten mit dem Holz Hochbeet ist eine rückenschonendere Arbeit und eine frühere Aussaat ist von Vorteil, wodurch eine höhere und längere Ernte erzielt werden kann.

Hochbeet Holz und selber bauen

Wenn man sich ein Hochbeet selbst baut, hat man viele Möglichkeiten wie es aussehen kann. Höhe und Form kann selbst bestimmt werden, ebenso der Standort.

  • Doch, was die Größe des Hochbeets betrifft, sollte man diese vom Platz abhängig machen.
  • Die perfekte Abmessung sind zwei Meter in der Länge und 1,20 bis 1,30 Meter in der Breite.
  • Die Höhe liegt idealerweise zwischen 44 und 95 Zentimetern.
  • Eine optimale Höhe ist beispielsweise, wenn die obere Kante des Beetes auf der Höhe des eigenen Beckens liegt.
  • Je länger ein Beet jedoch wird, desto mehr Pfosten müssen mit eingebaut werden.
  • Sonst besteht die Gefahr, dass die Erde die Wände nach außen drückt.

Das Einzige, was man allerdings beachten sollte ist, dass das Hochbeet nach Nord-Südseite ausgerichtet ist. Dort ist der Lichteinfall höher und das Beet bekommt genügend Sonne zu Gesicht.

Welches Holz für Hochbeete verwenden?

Welches Holz tatsächlich am besten ist, kann man pauschal gar nicht sagen, jedoch haben sich drei verschiedene Hölzer bewährt.

Denn allgemein gesehen kann man im Prinzip jedes beliebige Holz verwenden. Für Hochbeete eignen sich zum Bau jedoch am besten Douglasie, Lärche und Fichte.

Verschiedene Holzarten erklärt

Ein Hochbeet aus Douglasie. Die Douglasie bezieht seine Heimat hauptsächlich in Nordamerika, kommt allerdings auch in europäischen Wäldern vor. Sie ist ein hochwachsendes Nadelhölz mit einem Gewicht von 640 bis 800 Kiligramm pro Kubikmeter.

Ihre Struktur ist geradfaserig, sehr dekorativ und astreich. Ebenfalls langlebig und strapazierfähig. Im frischen Zustand ist dieser Baum hell, nach der Trocknung weist das Holz eine dunkel gelbbraune bis rotbräunliche Farbe auf.

Die Douglasie ist dazu edel und sehr dicht, wesalb sie oft beim Bau von Kinderspielanlagen eingesetzt wird. Ebenso zur Außenverkleidung von Fassaden. Wenn man darauf achtet, dass das Holz engringig ist, ist das Holz der Douglasie sehr gut für den Bau eines Hochbeetes aus Holz geeignet.

Hochbeet aus Lärche

Ein Hochbeet aus Lärche. Die Lärche ist, was Baumarten in Deutschlands Wäldern betrifft, mit gerade mal 3% nicht sehr verbreitet. Dafür wird sie für viele Dinge genutzt.

Neben dem Bau für Holz Hochbeete, nutzt man das Holz der Lärche auch für Fußböden und Treppen. Die Farbe ist gelblich, rötlich- bis orangebraun. Das frische Holz erscheint eher hell und älteres dagegen dunkler.

Das Holz der Lärche ist ein sehr hartes Holz und deshalb ideal für den Hochbeetbau geeignet. Ihre Struktur ist geradfaserig. Es ist eine deutliche Kernfärbung mit ausgeprägten Jahrringsstruktur zu erkennen. Das Gewicht beträgt 750 bis 800 Kilogramm pro Kubikmeter.

Hochbeet aus Fichtenholz

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Die Fichte ist mit ihren 30% eine weitverbreitete Baumart. Für die Forstwirtschaft wird sie oftmals genutzt, da sie einen wichtigen Holzlieferanten darstellt. Das Holz der Fichte ist weich und elastisch.

Ihre Struktur weist kleine Harzstreifen mit leichter Maserung auf. Die Farbe ist gelbbraun und frisches Holz ist heller. Älteres Holz dafür dunkler. Durch ihr robustes Holz und der hellen Farbe, wird die Fichte immer beliebter.

Dadurch, dass die Fichte sehr oft anzutreffen ist, ist der Preis für Fichtenholz für jedermann erschwinglich.

Wie lange hält ein Hochbeet aus Holz?

Der Nachteil an Holz ist, es ist organisch und somit der Witterung und dem Verrottungsprozess schutzlos ausgeliefert. Je nachdem, welche Holzart man für sein Hochbeet ausgewählt hat, kann man Einfluss auf die Lebensdauer nehmen.

  • Wenn man die Jahresringe eines Baumes betrachtet, erkennt man, wie dicht die Ringe beieinander stehen.
  • Je dichter die Jahresringe, desto dichter auch das Holz.
  • Das beste Beispiel hierfür wäre das Holz des Douglasie-Baumes.

Hält man sich an die Tipps, welche im nächsten Abschnitt genannt werden, wird man sein Hochbeet sehr lange nutzen können.

Hochbeetholz behandeln

Um sein Hochbeet möglichst lange behalten zu können, gibt es hier kleine Tipps, welche man dringend befolgen sollte. Dadurch wird die Lebensdauer des Holzes stark beeinflusst, wodurch man mehrere Ernten damit überstehen kann.

  1. Vermeidet man den direkten Erdkontakt, macht dies schon eine Menge aus. Bekommt das Holz Kontakt zum Erdreich, ist das Hochbeetholz nicht vor Fäulnis geschützt. Auf lang oder kurz würde das Holz faulen.
  2. Kauft man sich ein Hochbeet, sollte man darauf achten, dass das Holz imprägniert ist.
  3. Baut man sich ein Hochbeet selbst, liegt dies bei einem selbst.
  4. Es sollte mindestens eine doppelte Schutzlasur auf das Holz aufgetragen werden.
  5. Besonderen Wert sollte man hierbei auf die Schnittkanten  legen. Gerade durch diese Kanten dringt das Wasser am besten und auch schnell ein.
  6. Die Schutzschicht sollte alle zwei Jahre erneuert werden.

Jedes Holz hat ein spezielles Lasurmittel bzw Öl und dieses ist dazu umweltfreundlich. Für das Douglasienholz wird das Douglasien Öl von Wo-We zum Beispiel empfohlen. Von der Firma Bondex gibt es das Kiefern- und Fichten-Öl, aber auch passendes Lärchen-Öl.

Achtung:

Allerdings gilt dies nicht für Hochbeete im eigenen Garten. Dort muss eine Imprägnierung vermieden werden. Ist das Holz nämlich dann imprägniert, können beim Anbau von Lebensmitteln Schadstoffe an die Erde abgegeben werden, was sich folglich auch auf die Ernte widerspiegelt.

Fazit zum Hochbeet Holz

Jedes beliebige Holz ist für den Bau eines Hochbeetes geeignet. Empfohlen werden jedoch folgende drei Holzarten: Douglasie, Fichte und Lärche. Kümmert man sich passend um sein Holz, hat man lange an seinem Hochbeet.

Hierfür auf die Unterbrechung zwischen Erdkontakt und Holz achten und ebenso auf die Lasuren. Für Hochbeete im eignene Garten auf Imprägnierung verzichten.

Hannah Meissner
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