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Hühnermist Dünger

Hühner gehören noch immer zu den beliebtesten Tieren, wenn es um die Haltung von Nutztieren geht. Aber auch außerhalb der Produktion von Eiern und Fleisch können sie dabei helfen, dass der Garten sprichwörtlich gedeiht. Denn ihre Ausscheidungen lassen sich zu Hühnermist Dünger umwandeln.

 
Huehnermist Duenger mittel

Dieser organische, biologische Dünger wird immer beliebter. Hühnermist als Dünger ersetzt dabei auch sukzessive Nischen, die früher von anderen Tieren wie Kühen oder Enten eingenommen wurden. Hühnermistdüngermittel kann bei Obst, Gemüse und auch Blumen verwendet werden. Zu viel des Guten kann jedoch schnell durch den hohen Stickstoffanteil schaden, sodass man nicht allzu sorglos damit umgehen sollte.

Hühnermist Düngermittel: Zusammensetzung

Hühner-Dünger ist grundsätzlich kompostierter Hühnermist, welches aus den Hinterlassenschaften der Tiere gewonnen wird. Er gilt durch seinen hohen Phosphatgehalt, Kalzium und Kalium als wesentlich effektiver als der Mist, den Kühe oder Pferde produzieren. Auch bei der Magnesiumkonzentration erreicht Hühnermist den sechsfachen Wert als die oben genannten Tiere.

Das enthaltene Kalium verbessert das Immunsystem der Pflanzen und stärkt den Schutz dieser gegenüber von Schädlingen und Krankheiten. Der hohe Kalziumgehalt hilft beim schnellen Wachstum der Gewächse und verbessert die Hülle, wodurch eine erhöhte Stabilität der Pflanze erreicht wird.

Ein weiterer Vorteil gegenüber den Düngermitteln aus den Exkrementen von Wiederkäuern sind der Mangel an unverdauten Samen, die lange brauchen, bevor die Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben werden können. Dabei sollte man jedoch auf eine ausreichend lange Kompostierung achten, ist die Zeit zu gering, überwiegen die negativen Effekte durch eine zu hohe Konzentration an Nitraten und Ammonium.

Herstellung von Hühnermist Dünger

Hühnermist Dünger ist trotz der langen Bekanntheit und obwohl er wesentlich effektiver als vergleichbare Düngermittel sind, noch immer keine allzu häufige Sicht bei Hobbygärtnern und Pflanzenzüchtern. Dies liegt an den Gefahren, die eine Überfütterung mit dem Dünger mit sich bringt.

 

Der hohe Stickstoffgehalt verbrennt fachsprachlich gesprochen die Pflanzen und vergiftet den Grund. Deswegen muss er zuerst aufbereitete und kompostiert werden. Nach dem Einsammeln der Ausscheidungen kommen diese in einen ausreichend großen Kompostbehälter, der ordentlich gewässert wird.

Hühnermist kompostieren – Wie es funktioniert

Das Gemisch wird mit Einstreu oder Stroh unterfüttert und wöchentlich gedreht und gewendet, um es durchzumischen. Dieser Vorgang dauert ungefähr sechs bis zwölf Monate. Danach lässt sich das Gemisch für den eigenen Garten nutzen, ohne das eventuelle Schäden entstehen können. Mithilfe dieser einfachen Methode kann man, auch im privaten Garten, sein eigenes Hühnermist Düngermittel herstellen.

Wie nutzt man den tierischen Dünger richtet?

duengermittel vom huhn

Düngermittel aus tierischen Exkrementen ist tatsächlich hocheffizient, leidet aber auch an gefährlichen Begleiterscheinungen, sollte man es mit dem Dünger zu gut meinen. In diesem Fall tötet man die Pflanze durch eine Überdosis aus Nitraten und Ammonium im Dünger, die giftig wirken.

Um dies zu vermeiden, gibt es einige grundlegende Richtlinien, deren Nutzung die Sicherheit und Langlebigkeit der zu düngenden Pflanze garantiert. Natürlich gelten diese Faustregeln nicht in gleichem Maße für alle Pflanzen und Obstsorten, da einige wesentlich resistenter auf das Stickstoff reagieren, als andere, sie haben sich aber als gute Bassregeln erwiesen.

Hinweise zur Nutzung von Geflügeldünger:

  • Nach dem Düngen die Pflanzen mit Wasser kurz abspülen.
  • Nicht mittags düngen, sondern früh oder nachts.
  • Zwischen jedem Vorgang das Mittel zwischen 8 und 14 Tagen ziehen lassen.
  • Keinen trockenen Boden düngen.
  • 14 Tage nach Anpflanzen, Umtopfen warten, bis man das Düngermittel benutzt, um die Pflanze vor unnötigem, zusätzlichen Stress zu schützen.
  • Am besten ist Flüssigdünger während der Vegetationsphase von Mai bis August. Im Anschluss sollte man auf andere Nährstofflieferanten umstellen.
  • Hat man bei der Menge Zweifel, düngt man lieber weniger, als zu viel.

Hält man sich bereits an diese einfach umzusetzende Tipps, so tut man den Pflanzen bereits einen großen Gefallen, denn die „Verbrennung“ durch eine zu hohe Belastung durch Harnstoffe ist keinesfalls zu unterschätzen. Pflanzen, die unter erhöhtem Harnstoff leiden, kränkeln ansonsten und sterben ab. Auch die Qualität der Ernte wird durch ein Übermaß an den Schadstoffen im Dünger belastet.

Wohin mit dem Hühnermist?

Auch die richtige Entsorgung von zu viel Hühnermist oder Restdünger ist eine zusätzliche Herausforderung, denn unbehandelt kann er die Umwelt verpesten, indem er in das Grundwasser einsickert und dieses kontaminiert. Um dies zu verhindern, gibt es jedoch einige Möglichkeiten bei der Entsorgung.

Beispielsweise eignet sich die gewöhnliche Restmülltonne für die Entsorgung, es gibt aber auch noch andere Varianten. Entweder man kompostiert es selbst, wie oben erläutert oder man fragt bei einem nahen Bauern an, ob er zusätzlichen Hühnerdung benötigt. Manche Dörfer und Städte ermöglichen auch den Kauf von speziellen Müllsäcken dafür, die im Schnitt zwischen 1 und 3€ liegen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Abgabe der Tierexkremente beim örtlichen Wertstoffhof, die abhängig von der Region circa einen Kubikmeter an Dung aufnehmen. Gegen eine kleine Gebühr ist auch die Verbrennung in einer Verbrennungsanlage möglich. Schließlich bleibt zudem immer noch die Variante, ihn bei Ebay an Menschen zu verkaufen, die ebenfalls den effektiven Dünger nutzen möchten.

Tomaten, Kartoffeln und Knoblauch düngen

Nicht alle Pflanzen eignen sich für die Düngung durch kompostierte Tierexkremente, darunter viele Blumen, aber auch Heidekraut oder Blaubeeren. Viele Gemüsesorten sind hingegen sehr resistent, wozu auch Tomaten, Kartoffeln, Aubergine sowie viele Obstbäume gehören. Das Besondere an diesen Gewächsen ist, dass sie sogar zweimal im Jahr ohne Probleme damit gedüngt werden können, ohne das man negative Begleiterscheinungen befürchten musste.

Achte sollte man aber auf Gewürzpflanzen wie Knoblauch, Petersilie, Dill oder Zwiebeln, die man besten nur einmal während ihrer Vegetationsperiode von Mai bis Augst damit düngt und den Rest des Jahres ruhen lässt. Man sollte, auch wenn man Tomaten oder andere Pflanzen düngen will, sich stets davor informieren, um die optimale und richtige Menge an Dünger zu finden, damit man am Ende eine hohe und gute Ernte einfahren kann.

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