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Hund bellt im Garten: Richtig abgewöhnen

Der Hund ist oftmals der beste Freund des Menschen und wird gelegentlich zum richtigen Familienmitglied. Was jedoch tun, wenn dieser oft und lautstark im Garten bellt? Das kann für den Besitzer selbst, für Besucher und noch viel schlimmer für die Nachbarn sehr nervenaufreibend sein.

 
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Der Hund ist oftmals der beste Freund des Menschen und wird gelegentlich zum richtigen Familienmitglied. Was jedoch tun, wenn dieser oft und lautstark bellt?

Das kann für den Besitzer selbst, für Besucher und noch viel schlimmer für die Nachbarn sehr nervenaufreibend sein. Solches Gebaren kann nicht selten zu handfesten Folgen wie schlimmstenfalls Klagen führen.

Um das allerdings im Vorfeld zu vermeiden, werden nachstehend Hilfen aufgezeigt, wie das Bellen im Garten zurückgehen oder sogar ganz aufhören könnte.

Denn schließlich möchte der Gartenbesitzer den Hund im Sommer bei extremer Hitze nicht im Haus lassen, nur um den Nachbarn nicht zu stören. Zum Thema "Hund bellt im Garten" gibt es einige Lösungen, die sinnvoll sind.

Hund bellt im Garten die Nachbarn an

Der Hundebesitzer sollte zunächst die Ausgangssituation verstehen, warum der Hund eigentlich bei jedem Geräusch im Garten bellt.

In der Regel passiert die entscheidende Verhaltensweise, wenn der Hund in eine neue Umgebung gebracht wird und dies für ihn sehr plötzlich geschieht.

Das kann durch einen Umzug der Hausbesitzer in eine neue Gegend sein oder der Hund kommt ganz neu in eine Familie und der dazugehörige Garten ist für ihn unbekannt.

Das bedeutet insgesamt:

  • Der Hund hat ein neues Terrain.
  • Er ist zunächst neugierig oder ggf. unsicher in Bezug auf den großen Freiraum.
  • Er versucht den neuerworbenen Bereich vor anderen als sein Eigen zu verteidigen.
  • Selbst an die Nachbarn, die er fast täglich sehen wird, kann er sich nur langsam gewöhnen.
  • Findet keine Korrektur statt, bleibt diese Verhaltensweise des Bellens bestehen.

Ist das Bellen im Garten natürlich oder eine schlechte Verhaltensweise?

Zu dieser Frage kann nur geantwortet werden, nämlich sowohl als auch. Das Bellen ist die sprachliche Verständigung des Tieres, so wie bei Menschen die Sprache.

Deswegen ist es an sich normal und nicht schlimm, wenn ein Hund bellt. Jagdhunde beispielsweise haben gelernt, auf ihre erbeuteten Tiere durch Bellen aufmerksam zu machen.

Nachstehend folgen die Gründe, warum ein Hund grundsätzlich bellt:

  • Nervositäts- oder Aufregungsbellen
  • Angstbellen
  • Aufmerksamkeitsbellen
  • Abwehr- oder Verteidigungsbellen
  • Frustrationsbellen
  • Bellen auf Befehl

Wenn die Bellgeräusche jedoch extrem häufig und laut werden, können diese ein Problem darstellen.

Laut Gesetzgeber dürfen Tiere die Umgebung durch lautes Bellen nicht stören. Nachstehend wird darauf besonders des Nachts eingegangen.

Hund bellt nachts im Garten

Gerade nachts ist verständlich, dass das Bellen zu einer Lärmbelastung für die Nachbarn werden kann. Bezüglich der Form der Belästigung ist nun zu wissen, wann solch eine Belästigung beginnen mag.

Der Gesetzgeber fokussiert nicht nur den Menschen als direktes lärmverursachendes und somit störendes Subjekt, sondern auch das Tier, welches unter der Beeinflussung des Menschen steht (vergleiche dazu VwGH Slg 543 A).

Dabei ist der Sachverhalt des Bellens nachts sowie tagsüber strafbar. Das ist nicht von einem Gutachten oder einer individuellen Dezibelzahl abhängig, die gemessen wird.

Das Störungselement liegt in der Betrachtungsweise desjenigen, der sich gestört fühlt. Es ist laut letzter Entscheidung also wichtig, dass der Hund besonders zu den Ruhezeiten zwischen 12.00 und 13.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen und nachts nicht durch Laute stört.

Falls dies nicht abzustellen ist, muss der Hundehalter das Tier in das Haus nehmen.

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Was tun? Das Abgewöhnen

Damit dieser Ärger aufhört und schließlich keine gesetzliche Bestrafung folgt, sollte der Hundehalter etwas dagegen tun.

Aus diesem Grunde sind einige Handlungsweisen empfohlen, die wie folgt lauten:

Der Hund sollte am Anfang in den Garten begleitet und dort nicht alleine gelassen werden. Wird ersichtlich, dass er sein Territorium durch Bellen am Zaun verteidigen möchte, sollte er zunächst verbal von diesem Platz zurückgeholt werden.

Gelingt dies nicht, indem der Hund auf die Rufe des Herrchens oder Frauchens nicht hört, sollte eine Leine angelegt werden. Damit kann der Hundebesitzer das Tiere auf diese Weise zurückziehen.

Da der Garten für den Hund oftmals zu groß ist, braucht er einen gewissen Rückzugsraum. Dies kann beispielsweise mit einer Hundehütte perfekt umgesetzt werden.

Der Hund sollte durch Konzentrationsübungen sowie Abruftraining trainiert werden. Dazu lenkt der Hundebesitzer die Aufmerksamkeit auf sich.

Am besten ist ein Gegenstand zu verwenden, der die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Besitzer lenkt. Das ist natürlich nicht ein Ball oder Stock, der weg- und somit in die entgegengesetzte Richtung geworfen wird!

Liegt es an einer Frustration, dass der Hund bellt, sollte dieser entgegengewirkt werden. Sie kann dann auftreten, wenn dem Hund Sport und Spiel fehlt. Das sollte der Hundebesitzer dann für ihn ermöglichen.

Falls dies alles nicht helfen sollte, könnte und sollte der Hundebesitzer einen Hundetrainer einschalten. Denn dieser trainiert nicht nur das Tier, sondern gleichzeitig den Hundebesitzer.

Hannah Meissner
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