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Hybridsamen

Die Landwirtschaft in stark von den äußeren Umständen abhängig. Das Wetter, der Boden, das Ungeziefer und auch die Pestizide, die in der Luft liegen, sind entscheidend, ob eine gute oder eine schlechte Ernte entsteht.

 
Saatgut

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten sich mit einigen Studien befasst und sich mit dem Thema Hybride beschäftigt. Hybride werden speziell gezüchtet. Ihre Eigenschaften werden für den Käufer speziell zusammengestellt. Dieser Prozess dauert einige Generationen.

Am Ende kommen spezielle Hybridsamen heraus, die nur die besten Eigenschaften der Eltern haben. Sie werden im Gartenbereich genauso eingesetzt wie in der Landwirtschaft. Bekannt sind die Hybridsamen überwiegend in der Obst- und Gemüselandwirtschaft. Seit Entwicklung werden sie häufig eingesetzt, um den hohen Bedarf an Obst- und Gemüse zu stillen.

Aber auch immer mehr Gartenbesitzer setzen auf Hybridsamen und lassen dadurch wunderschöne Pflanzen und Blumen entstehen. Hybridsamen können heute im Internet bestellt oder auch im Baumarkt erstanden werden.

Was ist Hybridsaatgut?

Hybridsamen sind spezielle Pflanzensamen, die aus einer Kreuzung entstehen. Über mehrere Generationen werden die Pflanzen immer wieder mit sich selbst befruchtet und dadurch entsteht die Hybride. Während der Befruchtungszeiten werden verschiedene Merkmale oder Eigenschaften der Pflanzen herausgesucht und daraufhin hochgezüchtet.

Im Grunde werden zwei Eltern solange gezüchtet bis sie eine perfekte Pflanze, mit nur den besten Eigenschaften besitzen. Dadurch entsteht eine Tochtergeneration, die sogenannte F1, die eine perfekte Genmischung besitzt. Allerdings ist nur die erste Tochtergeneration mit der besonderen Genmischung ausgestattet. Die nachfolgenden Generationen verlieren die Perfektion mit der Zeit wieder.

 

Einsatz und Verwendung von Hybridsamen

Die Hybridsamen werden überwiegend in der Landwirtschaft eingesetzt. Landwirte kaufen die Samen, um eine erfolgreiche Ernte zu erhalten. Ihre Pflanzen können stärker sein oder gegen Ungeziefer immun sein.

Allerdings haben die Hybridsamen auch einen entscheidenden Nachteil. Dadurch, dass immer nur die F1 Generation alle Perfektionsmerkmale hat, muss der Landwirt nach der ersten Ernte immer wieder neue Hybridsamen kaufen, um die weiteren Ernten mit den gleichen Eigenschaften auszustatten. In den nachfolgenden Bereichen werden die Hybridsamen mittlerweile regelmäßig eingesetzt.

  • Landwirtschaft
  • Kleingärtner
  • Blumenzüchter
  • Hobbygärtner
  • Tierzucht
  • Wissenschaft

Sind Hybridsamen eine Gefährdung für die Gesundheit?

KeimlingDas Hybridsamengut ist in keiner Weise schädlich für die Gesundheit. Es geht bei den Hybriden nur darum, das so wenig wie möglich chemische Mittel eingesetzt werden müssen, um Schädlinge fernzuhalten. Hybridsamen sind immer häufiger im Einsatz, gerade bei Kleingärtnern. In der Regel haben Kleingärtnern meist nur eine kleine Fläche und wollen eine gute Auswahl an Gemüse pflanzen.

Zudem sind die Verbraucher ein Grund für den häufigen Einsatz von Hybriden. Die Verbraucher fordern immer mehr. Das Gemüse muss nicht nur reichlich vorhanden sein, sondern auch in ausgezeichneter Qualität und gutem Aussehen sein. Das ist nur mit behandeltem Samengut möglich.

Welche Folgen haben die Hybridsamen?

Die Folgen für die regelmäßige Anwendung von Hybridsamen sind jetzt noch nicht deutlich. Gerade bei Obst und Gemüse ist die Menge teilweise ausschlaggebend. Die Weltbevölkerung ist recht hoch und somit ist auch der Bedarf an Nahrungsmitteln gestiegen. Das gilt auch für Obst und Gemüse. Obst und Gemüse wird das ganze Jahr in großen Mengen benötigt.

Bei den Hybrid-Samen sind die Pflanzen allerdings immer gleich. Somit ist das Obst und Gemüse ebenfalls immer die gleiche Sorte. Das Interesse an den gleichen Sorten sinkt und es wird weniger gekauft, da immer die gleichen Sorten mit der Zeit unappetitlich werden. Außerdem sterben die alten Sorten, die nicht gezüchtet werden, mit der Zeit einfach aus.

Das liegt einfach daran, dass der Verbraucher nur noch das bestaussehende kauft und die eher unregelmäßigen Arten liegen lässt.

  • Fazit: Der Einzelhandel kauft nur noch die gutaussehenden Sorten, also die gezüchteten. Die unregelmäßigen Arten, die alten Grundsorten, verschwinden. Allerdings muss auch gesagt werden, dass der Trend in den letzten Jahren immer mehr in die Naturrichtung gegangen ist. Viele Menschen legen Wert auf naturnahe Produkte vom Bauern direkt oder aus den Öko-Läden.

Richtlinien in Bezug auf Hybridsaatgut

Im November 2001 haben sich die westeuropäischen Anbauverbände auf eine Richtlinienvorlage geeignet. Die Hybridsamen werden in drei Kategorien unterteilt, Rot, Grün und Gelb.

  • Rote Kategorie: Das Saatgut aus der roten Kategorie ist für den Ökolandbau nicht geeignet. Die Pflanzen sind alle gentechnisch verändert und es sind verschiedene Pflanzenarten.
  • Gelbe Kategorie: Die gelbe Kategorie ist für Saatgut gedacht, das anhand der EU-Bioverordnung gezüchtet wurde. Zwei bis drei Generationen nach der F1-Generation sind dann wieder für die Züchter geeignet. Sie haben somit genügend Abstand zur ersten Zuchtgeneration.
  • Grüne Kategorie: Die Sorten, die mit Hilfe von Auslese und Kreuzung vom Öko-Landbau gezüchtet wurden, fallen in diese Kategorie. Grundsätzlich könnte in dieser Kategorie auch die Hybridtechnik eingesetzt werden, allerdings sind dafür extrem hohe Bedingungen notwendig.

Vorteile

Die Vorteile der Hybridsamen liegen darin, dass nur die besten Eigenschaften zweier Elternpaare herausgezüchtet werden. Egal, ob beim Obst, bei Pflanzen oder bei Tieren, die Elternpaare liefern die Grundeigenschaften, die so lange verbessert werden, bis das perfekte Zuchtobjekt (F1) vorhanden ist.

Daniela Lamberti
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