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Igelkot im Rasen

Igel gehören zu den Besuchern, die sich im Garten nur selten Blicken lassen. In der Regel bleiben die stacheligen Besucher unentdeckt. Das Einzige, was auf den Igel als Gast hinweist, sind seine Hinterlassenschaften. Allerdings ist nicht sofort klar, ob es sich dabei wirklich um Igelkot handelt. Das heraus zu finden, ist aber nicht schwer.

 
Igel

Igelkot erkennen

Jeder weiß, wie ein Igel aussieht. Aber nur sehr wenige wissen, wie der Kot des kleinen Besuchers beschaffen ist. In der Regel ist Igelkot schwarz oder dunkelbraun gefärbt. Es handelt sich um eine tiefe Färbung, die sich deutlich von anderen abhebt.

Im Vergleich zu anderen ungebetenen Gästen, wie zum Beispiel Ratten, hinterlassen Igel keine Köttel, sondern kleine Würstchen. Diese sind mindestens drei, maximal sechs Zentimeter lang. Möchte man sich nicht nur an der Farbe, sondern auch an der Länge orientieren, nimmt man ein Streichholz zur Hand.

Katzen, die auch vor fremden Gärten keinen Halt machen, verrichten auch im Freien ihr Geschäft. Katzenkot ist jedoch um einiges Größer und unterscheidet sich auch in der Farbe. Zudem kratzen Katzen ihre Hinterlassenschaften zu. Sie verscharren diese mit Erde oder anderem Material, welches in direkter Nähe liegt. Das machen Igel nicht, sodass Igelkot sich als kleiner Haufen, der aus zwei bis drei Würsten besteht, erkennen lässt.

Igelkot oder Rattenkot?

Während Igel zu den gerne gesehenen Gästen gehören, sieht das bei Ratten ganz anders aus. Ratten sind zudem sehr scheu und kommen meistens mit beginnender Dämmerung ins Freie. Rattenkot unterscheidet sich in der Größe und der Form. Die Hinterlassenschaften von Ratten sind kleiner als Igelkot, haben einen ovalen Bogen und laufen an beiden Enden spitz zu.

Außerdem suchen sich Ratten keinen speziellen Platz zum Koten, sondern lassen die Köttel einfach beim Laufen fallen. Rattenkot liegt also wie eine kleine Straße hintereinander und kann überall dort gesichtet werden, wo eine Ratte lang gelaufen ist. Vorzugsweise bewegen sich die scheuen Ratten im Schutz einer Mauer oder einer Wand, wodurch sich Rattenköttel eigentlich nie mitten auf dem Weg oder direkt im Rasen finden lassen.

Igelkot richtig entfernen

Igel im GartenAuch wenn man sich über einen Igel freut, kann man auf seine Hinterlassenschaften gerne verzichten. Igel besuchen Stellen, an denen sie sich sicher und wohlfühlen immer wieder auf, sodass sich schnell eine große Menge Igelkot dort ansammeln kann.

  • Mit einer Katzenstreuschaufel kann Igelkot von allen festen Untergründen entfernt werden. Die Schaufel nimmt den Kot von Gehwegplatten, Kacheln und fest getretener Erde sauber und hygienisch auf. Von der Schaufel aus kann der Kot direkt in eine Tüte gegeben und dann im Hausmüll entsorgt werden.
  • Im Rasen lässt sich der Igelkot leider nicht so einfach entfernen. Hier ist es ratsam, sich eine kleine Plastiktüte über die Hand zu stülpen und den Kot damit aufzuheben und zu entfernen. Alternativ kann auch ein Einmalhandschuh getragen werden. Der Handschuh kann über die Hand ausgezogen werden, sodass sich der dann innen liegende Kot ohne direkten Hautkontakt entsorgen lässt.
  • Größere Haufen, an denen sich der Igel mehrmals entleert hat, können mit einer Kotzange entfernt werden. Dieses ist aber nur von Erfolg gekrönt, wenn ein fester Untergrund vorhanden ist. Mit solch einer Zange kann Hundekot auf die gleiche Art beseitigt werden.
  • Die Zange besteht aus einem langen griff und zwei kleineren Greifarmen, die sich über den Griff öffnen und schließen lassen. Der Kot kann so schnell und sauber in einer Tüte landen und über den Hausmüll entsorgt werden.

Ist Igelkot gefährlich?

Auch wenn ein Igel ein seltener Anblick ist, und das Tier niedlich aussieht, gehört der Igel zu den Wildtieren. Wild lebende Tiere bekommen keine medizinische Versorgung und können daher verschiedene Krankheiten in sich tragen. Besondere Vorsicht ist daher nicht nur bei Kontakt mit dem Igel, sondern auch bei der Beseitigung seiner Hinterlassenschaften geboten. Mit diesen sollte man ebenfalls nicht in Kontakt kommen.

Neben Parasiten die auf dem Igel leben können, dazu gehören unter anderem Flöhe, können die kleinen Wildtiere auch mit sogenannten Innenparasiten befallen sein. Zu den Innenparasiten gehören Würmer, wobei bei wild lebenden Tieren ein geringer Wurmbefall durchaus als normal anzusehen ist. Außerdem können Igel verschiedene Hautkrankheiten auf den Menschen übertragen.

Bei Entfernen von Igelkot ist es daher ratsam, immer Einmalhandschuhe zu tragen und diese nach Gebrauch zu entsorgen. Anschließend sollten die Hände gründlich gereinigt und mit einem Desinfektionsmittel eingerieben werden. Auch Kotzangen oder Ähnliches sollten nach der Benutzung desinfiziert werden.

Daniela Lamberti
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