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Japanischer Ahorn

Beim japanischen Ahorn handelt es sich um einen Baum, der teilweise mit einem hohen und breiten Strauch gleichgestellt werden kann. Diese Pflanze hat ihren Ursprung in Japan und ist mittlerweile in China kultiviert.

 
japanischer-ahorn-pflanze

Der Baum wird bei Hecken und Strauchflächen eingesetzt. Die Pflanze stellt Anforderungen an den Boden und die weiteren Begebenheiten.

Aussehen des japanischen Ahorn

Je nach konkretem Aussehen kann es sich um einen breiten Strauch oder Baum handeln.

  • Höhe liegt bei acht bis zehn Meter
  • Weißlich-graue bis graubraune Rinde
  • Triebe sind rötlich bis grau und unbehaart
  • Blätter erreichen eine Größe von acht bis 14 Zentimeter
  • Blattstiele zwei bis vier Zentimeter lang
  • Blätter färben sich tiefrot
  • Blüten bis zu 1,5 Zentimeter lang und mit purpurfarbenen Kelchblätter und rosafarbene Kronblätter
  • Früchte bis 2,5 Zentimeter lang
  • Früchte sind im September reif

Verwendung des japanischen Ahorn

Die einzelnen Sorten unterscheiden sich teils mehr oder weniger. Sie haben dennoch die beeindruckende Färbung im Herbst als Gemeinsamkeit. Daher ist diese Pflanze immer wieder als Ziergehölz zu finden.

Jede Art, die auch als Kultivare bezeichnet wird, haben zusätzliche Besonderheiten, die für sich sprechen. Bei Aconitifolium werden die Blätter bis zu 20 Zentimeter groß und sind tief eingeschnitten. Über den Sommer sind die Blätter hellgrün, was sich im Herbst von braun-rot bis karminrot verändern kann.

Etwas anders sehen Vitifolium aus. Der baumartige Strauch erreicht eine Höhe von etwa 15 Metern. Die Blätter bekommen in den Herbstmonaten eine scharlachrote, kaminrote, orange und gelbe Färbung. Dies kann sich von Strauch zu Strauch, Ast zu Ast und je nach Blatt anders hervorbringen.

Japanischen Ahorn - Standort

Dieser Strauch gehört zu den Flachwurzlern. Daher ist es wichtig, dass die Pflanze regelmäßig mit Flüssigkeit versorgt wird. Da die Wurzeln unmittelbar unterhalb der Erdoberfläche verlaufen, können sie die Pflanze nur an Regentagen, beziehungsweise unmittelbar danach, mit Wasser versorgen.

Zudem benötigt der japanische Ahorn generell eine leichte Feuchtigkeit. Um sowohl die Bedingungen zu erfüllen und gleichzeitig für eine ausreichende Wasserversorgung zu sorgen, sollte großen Wert auf eine regelmäßige Bewässerung gelegt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass vor allem in den heißen und somit trockenen Monaten regelmäßig gegossen wird. Dabei sollte lieber häufiger eine kleine Menge Wasser gegeben werden.

Die Pflanze reagiert empfindlich auf Staunässe, welche vermieden werden sollte. Des weiteren ist beim Gießen zu beachten, dass die Blätter keine Feuchtigkeit abbekommen. Der ideale Zeitpunkt ist hier der frühe Morgen oder die Abendstunden.

Anforderungen an die Begebenheiten

Der japanische Ahorn ist in wenigen Regionen kultiviert. Auch wenn sich dieser Baum nach und nach etwas an ein anderes Klima anpasst, werden dennoch einige Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit und die weiteren Begebenheiten gestellt. Bei der Kultivierung ist festzustellen, dass diese Pflanze weitaus flexibler ist, als anfangs vermutet wurde.

  • Frischer bis feuchter Boden
  • Sauren bis neutralem Boden
  • Nährstoffreicher Boden
  • Sandiger bis lehmiger und humosen Boden
  • Sonnig bis lichtschattiger Standort
  • Warmer bis sommerkühler Standort

Düngung des Ahorn Baumes

Der japanische Ahorn gilt, bezüglich der Düngung ,als ein sehr genügsamer Strauch. So ist es ausreichend, wenn jeweils zu Beginn der Wachstumsperiode gedüngt wird. Es ist kein Einsatz von chemischen Düngern notwendig.

Stattdessen bieten sich organische Dünger an, die im eigenen Garten vorhanden sein können. Dabei kann es sich um Kompost handeln - vor allem Laubkompost wird hierbei empfohlen. Alternativ kann ein Depotdünger verwendet werden.

Richtiges Zuschneiden

Ahorn-baum

Im Bereich der Pflege von Sträuchern ist ebenfalls auf das ideale Zuschneiden zu achten. Bei dieser Pflanze wird sogar generell gegen das Schneiden geraten. So ist bekannt, dass der Strauch sehr empfindlich reagiert. Es kann passieren, dass die Pflanze komplett abstirbt, wenn einzelne Äste zurückgeschnitten werden.

Anders ist es, wenn Äste krank oder bereits abgestorben sind. Dennoch sollte keinesfalls das Entfernen dieser Äste im Herbst oder Winter erledigt werden. Stattdessen erweist es sich als wesentlich sinnvoller, wenn diese Arbeit im Frühjahr oder Sommer erledigt werden. Dabei ist es wichtig, dass ausschließlich die kranken Stellen entfernt werden, um die Optik und Gesundheit der Pflanze wieder herzustellen.

Pflanzen im Kübel

Es ist nicht ausgeschlossen, dass der japanische Ahorn in einem Kübel gepflanzt ist. Allerdings ist hierbei nicht mehr darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht. Daher wird empfohlen, erst dann erneut zu gießen, wenn die Oberfläche vollkommen abgetrocknet ist. Nach dem Gießen ist das gesamte Wasser, welches in den Untersetzer gelaufen ist, zu entleeren.

Im Weiteren ist stets darauf zu achten, dass der Kübel eine ausreichende Größe hat. Somit ist zu bedenken, dass der Topf jeweils für weitere vier bis fünf Jahre nach dem Umtopfen ausreichen sollte.

Japanischer Ahorn Krankheiten erkennen und vermeiden

Bezüglich der japanischen Ahorn ist die bekannteste und gefährdete Krankheit die Verticilium Welke. Dabei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die für die Pflanze tödlich enden kann.

Als weitere Krankheiten ist Mehltau zu nennen. Diese Erkrankung tritt dann auf, wenn im Sommer die Blätter benetzt werden. Anzeichen für Krankheiten am Ahorn sind:

  • Braune Blätter können auf Verticilium Welke hindeuten
  • Braune Blätter können Anzeichen für eine falsche Bewässerung sein
  • Richtiger Standort zur Vorbeugung und Bekämpfung der Erkrankung
  • Plätze meiden, bei der in der Vergangenheit Verticilium Welke aufgetreten ist.

Die Pilzsporen dieser Erkrankungen verbleiben im Boden. Ein Austausch des gesamten Bodens ist oftmals nicht ausreichend, da mit dem Auge nicht zu erkennen ist, wo sich die Sporen befinden. Oftmals sind diese wesentlich großflächiger verteilt, als anfangs vermutet wird. Die Sporen breiten sich auf der frischen Erde wieder aus.

Hannah Meissner
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