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Johannisbeerstrauch umpflanzen

Die Johannisbeere ist in Deutschland sehr beliebt, unter anderem aufgrund ihrer vielfältigen Verwendung in der Küche. Sie gehört zu den Stachelbeeren und hat selbst bei vollständiger Reife noch einen säuerlichen Geschmack. Wie kann man also den Johannisbeerstrauch umpflanzen?

 
Johannisbeere-umpflanzen

Trotz dieses säuerlichen Geschmacks lässt sich die Johannisbeere dennoch variantenreich verarbeiten. Im Folgenden gibt es hier einige Anregungen für leckere Zubereitungsmöglichkeiten:

  • Hähnchenkeulen mit Johannisbeer-Chutney
  • Johannisbeer-Keks-Kuchen
  • Bowle mit Himbeeren, Johannisbeeren und Weißwein
  • Aprikosen-Johannisbeer-Kuchen
  • Johannisbeer-Marzipan-Schnecken mit Zuckerguss
  • Johannisbeerkonfitüre mit Zimt und Vanille
  • Hausgemachter Johannisbeerlikör
  • Johannisbeertorte und Kuchen

Diese Beispiele zeigen eine deutliche größere Verwendungsmöglichkeit als der gewöhnliche Gelegenheitskoch vorher wusste. Interessant wird es, wenn man Johannisbeeren im eigenen Garten selbst anpflanzen und züchten kann. Im Folgenden wird erklärt, wie diese Sträucher umgepflanzt werden können und wie die Johannisbeerestauden richtig gepflegt werden sollten.

Wissenswertes zur Johannisbeere

Die Nutzung der Johannisbeeren ist von ihrer Art abhängig. Einige werden als Obstpflanzen, wie oben beschrieben eingesetzt, andere hingegen als Zierpflanze für einen Garten oder Park verwendet. Selbst als Parfum kommt sie zum Einsatz. Dies ist aber speziell auf die Blüten der schwarzen Johannisbeersträucher beschränkt.

Es zeigen sich folgende Farben der Johannisbeeren, die auch ihre Namensgebungen bestimmen:

  • Rot
  • Schwarz (oft als Cassis bezeichnet)
  • Weiß

Die Johannisbeere gehört zur Ribes-Art. Die meisten von ihnen werfen während des Winters ihr Laub ab. Selten gibt es aber auch (vorwiegend) immergrüne Strauchpflanzen. Die meisten Sträucher wachsen zwischen ein und eineinhalb Meter hoch. Seltener kommen sie als Bäume oder Epiphyten vor.

Der Name der Johannisbeere

Der Rufname der Johannisbeere ändern sich von Region zu Region. So heißen sie beispielsweise im Schwaben Land Träuble, in der Schweiz hingegen Trübeli oder in der Pfalz Kanstraube. Die weltweit größte Produktion an Johannisbeeren hat ihren Standort, im Übrigen, in Russland.

Johannisbeeren Pflege – Besonders im Fokus: Überwintern

Im Prinzip ist die Pflege der Johannisbeersträucher leicht, denn sie sind ähnlich wie Brombeeren oder auch Himbeeren sehr robust.

Das macht es schließlich für viele reizvoll diversen Beerenarten im eigenen Garten anzusiedeln. Damit die Ausbeute der Früchte der Johannisbeeren optimal verläuft, die Sträucher gut überwintern können und die Ernte entsprechend hoch ausfällt, sollten folgende Tipps helfen:

Diverse Johannisbeersträucher anpflanzen: Damit die Ernteausbeute möglichst hoch ist, sollten diverse Farben angebaut werden. Diese könnten beispielsweise schwarze und rote bzw. rote und weiße Johannisbeersträucher sein.

Ausreichend viele Sträucher anbauen: Das vermehrte Anbauen von Sträuchern schützt vor dem „Verrieseln“ der Sträucher. Durch eine Trockenheit oder einen Spätfrost kann es dazu kommen, dass ein Teil der Blüten abfällt. Die Veränderungen von Temperaturen bedingen, dass nicht alle Blüten von Bienen bestäubt werden und sie einfach ungenutzt herunterfallen. Eine ausreichende Dichte an Sträuchern erhöht die Bestäubungsrate und auch die Feuchtigkeit des Bodens, der durch dichten Bestand geschützt wird.

Schneiden der Äste: Die Äste sollten nach der Ernte, also nach dem Sommer, geschnitten werden. Dies sollte der Gärtner mit einer speziellen Astschere machen, die im Allgemeinen ausreicht und ein vorsichtiges Agieren garantiert. Durch das Schneiden erhöht sich die reichliche Ernte auch im Folgejahr. Folgendes sollte geschnitten werden:

  • Dicke, alte und verholzte Triebe, diese tragen in den kommenden Jahren kaum noch Früchte
  • Tief unten schneiden, damit kein Strunk stehen bleibt
  • Erhalten von drei Haupttrieben, um den Strauch für neue Triebe auszulichten
  • Triebe schneiden, die bereits ordentlich Früchte getragen haben. Diese sollte der Gärtner auf einen Zapfen kürzen
  • Bodennahe Triebe Schneiden: Diese sollten ebenfalls geschnitten werden, damit mehr Licht an die anderen noch verbliebenen bodennahen Triebe kommt
  • Senkrecht wachsende Triebe ebenfalls kürzen, da sie für junge Zweige das wichtige Licht rauben

Ausnahme: Die schwarzen Johannisbeeren wachsen an den einjährigen und die weißen sowie roten an den zwei- bis dreijährigen Trieben. Deswegen werden alle schwachen und sehr veralteten Triebe bei den Cassis entfernt. Bei den Haupttrieben gilt es, diese im Frühjahr oberhalb der zweiten oder dritten langen Seitentriebe zu schneiden.

Johannisbeere umpflanzen und Stecklinge nutzen

Vor der Umpflanzung der Johannisbeere ist es wichtig zu bedenken, an welchem Standort die neuen Sträucher platziert werden sollten. Diese brauchen nämlich genügend Licht bzw. Sonneneinstrahlung, damit die Früchte groß und schmackhaft werden.

Wenn die Verrieselung einerseits verhindert werden soll, ist darauf zu achten, dass andererseits die einzelnen Sträucher immer ausreichend Platz behalten. Beim Umsetzen der Johannisbeere gilt das folgende Prinzip:

Das gesunde Mittelmaß

Das gesunde Mittelmaß ist beim Umsetzen des Johannisbeerstrauchs zu beachten. Damit die Ausbeute hoch wird, können zur Umpflanzung bzw. Neuanpflanzung auch Stecklinge genutzt werden.

Das einfache Anwenden dieser Art wird nachstehend aufgeführt:

  • Den besten Strauch aussuchen, der am meisten trägt
  • Einjährigeund gesunde Triebe auswählen
  • Abschneiden mittels eines scharfen Messers
  • Die Triebe in Stücke teilen
  • Das Einsetzen in ein vorbereitetes Aufzuchtbeet
  • Im folgenden Frühjahr oder Herbst umpflanzen

Johannisbeerensträucher: Düngen und überwintern

Johannisbeersträucher benötigen neben dem Schneiden noch weitere Pflege. Unter anderem sollte der Boden nahrhaft sein. Ist der vorhandene Boden nicht gut genug, sollte der Strauch an einer neuen Stelle platziert und aufgelockert werden. Bereits nach der Einpflanzung sind die Sträucher ausreichend zu gießen.

Damit die Wurzeln bewahrt bleiben, sollte Rindenmulch über den Boden ausgelegt werden. Dieser schützt sie vor direktem Frost. Eine Schichtlage Mulch ist jedoch ausreichend.

Hannah Meissner
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