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Kakteen bestimmen

Selbst erfahrenen Hobbybotanikern kann das Bestimmen von Kakteen äußerst schwerfallen. Das liegt hauptsächlich daran, dass diese Pflanzen andere Bestimmungsmerkmale haben. Reguläre Gewächse lassen sich an der Beschaffenheit ihrer Blätter oder Früchte bestimmen. Leider ist dies bei einem Kaktus nicht ganz so einfach, weil er so etwas nicht oder nur in Ansätzen besitzt.

 
Kakteen-bestimmen

In der Regel ist es nicht notwendig Kakteen zu bestimmen, da sie oft als Hauspflanzen gehalten werden. Dadurch sind die Pflanzen üblicherweise beim Kauf mit ihrem Namen beschriftet.

Geschenkte Kakteen kommen jedoch gelegentlich ohne Namensschild. Besonders schwierig wird es im Ausland, da man es nun mit exotischen Pflanzen zu tun hat. Wenn man jedoch weiß, worauf geachtet werden muss, ist es ganz einfach.

▶ Hier geht es weiter zur Pflanzenbestimmungs-Anleitung

Bekannte Kakteen bestimmen

Die wohl bekannteste Kaktus Art ist der Goldkugelkaktus. Er erreicht zwischen 20 und 120 cm Höhe und kann einen Durchmesser von bis zu 80 cm aufweisen. Im Grunde genommen sieht er aus wie eine große stachelige Kugel. Die Dornen stehen gerade ab und können bis zu 5 cm lang werden. Er blüht in der Regel im Sommer. Die Blüten sind gelb und öffnen sich häufig nicht vollständig.

Eine weitere bekannte Art ist der Schlangenkaktus. Er wird auch Königin der Nacht genannt, da ihre wunderschönen, wohlduftenden Blüten sich nur in der Nacht öffnen. Seine Triebe weisen eine graugrüne Farbe auf und erreichen eine durchschnittliche Länge von einem Meter. Die Pflanze hängt und eignet sich dadurch sehr für Blumenampeln.

 

Der Bauernkaktus ist die wohl bekannteste Kaktus Art. Während er in der Regel einzeln wächst, kann es vorkommen, dass er an der Basis sprosst. Üblicherweise erreicht er eine maximale Höhe von 15 cm sowie einen Durchmesser von bis zu 30 cm. Durch seine pflegeleichte Beschaffenheit eignet er sich auch für Menschen, die keinen grünen Daumen haben.

Das große Kakteen-Lexikon

Beim großen Kakteen-Lexikon handelt es sich um ein über ausführliches Buch, welches nahezu sämtliches Wissen über Kakteen, welches im Laufe der Jahrhunderte zusammengetragen wurde, umfasst. In über 700 Seiten erfährt man alles wissenswerte über diese großartige Pflanzenfamilie.

Des Weiteren werden in diesem Lexikon 145 verschiedene Gattungen vorgestellt. Außerdem wird auf die bekanntesten Unterarten eingegangen. Der Autor Edward F. Anderson hat das Lexikon mit sehr viel Liebe für Details kreiert. Obwohl das Buch mit einem Preis von fast 100 Euro eine kostspielige Anschaffung ist, lohnt es sich ganz klar für Kaktusliebhaber.

Sukkulenten bestimmen

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Während Kakteen zu den Sukkulenten gehören, unterscheidet man heute zwischen ihnen und den kleinen fleischigen Pflanzen, die in ihrer Haltung sehr genügsam und einfach zu pflegen sind. Die klassischen Hauspflanzen sind alle sehr individuell und können nur durch ihren Namen bestimmt werden.

Darüber hinaus gibt es Agavengewächse, welche oftmals zur Gewinnung von Nahrungsmitteln dienen. Vor allem Agavensaft erfreut sich großer Beliebtheit. Heutzutage dient es als veganes Süßungsmittel und soll Honig ersetzen, welcher von vielen Veganern gemieden wird, da sie auf sämtliche Tierprodukte verzichten.

Während Agavensaft süßer ist als Zucker und dennoch weniger Kalorien hat, hat er auch seine Nachteile. Agaven sind keine regionalen Gewächse und müssen in Lateinamerika angebaut werden. Dadurch ist das Süßungsmittel kein nachhaltiges Produkt. Der Saft ist sehr dünnflüssig, wodurch die Dosierung zu Beginn etwas schwierig ist. Der hohe Fruktosegehalt macht den Agavensaft unverträglich für Menschen mit einer Fruktoseintoleranz.

Seltene, exotische Sukkulenten erkennen

Palmlilien haben dicke Blätter und einen verholzten Stamm. Als Hauspflanze erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass sie für Tiere wie Hunde, Katzen oder Meerschweinchen hochgiftig sind. Wer eine solche Pflanze und ein Haustier besitzt, muss dringend darauf achten, dass das Tier nicht versucht an der Palmlilie zu knabbern.

Drachenbäume sind ebenfalls sehr bekannte Sukkulenten. Sie fallen durch ihre besondere Schönheit auf, da sie verwachsene Stiele und eine majestätische Krone haben. Interessanterweise sind Drachenbäume keine wirklichen Bäume, sondern eher Sträucher. Sie wurden von der IUCN als gefährdet eingestuft. Sein Harz wird Drachenblut genannt, da es sich dunkelrot färbt, sobald es an der Luft trocknet. Die größten europäischen Drachenbäume wachse auf Sizilien.

Drachenblut findet hauptsächlich im esoterischen Bereich seine Verwendung. Die Ureinwohner der Kanarischen Inseln verwendeten das Harz zur Behandlung verschiedener Wunden wie Knochenbrüchen. Doch auch bei der Mumifizierung von Toten kann Drachenblut sehr nützlich sein, da es wie alle anderen Harzsorten Dinge präservieren kann. Außerdem wird es für Lacke oder Polituren verwendet. Dadurch erhalten Gegenstände wie Geigen ihren rötlichen Schimmer.

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