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Kiefer Nadeln schneiden

Die Kiefer gehört zu Gattung der Nadelgehölzern und stammt aus der Familie der Kieferngewächse. Der Stamm der Kiefer ist monodial, das bedeutet, dass der Stamm unten am breitesten ist und nach oben hin immer dünner wird. Zudem gehen vom Stamm unzählige Verästelungen ab, die als Äste bezeichnet werden.

 
Kiefer

Die Kiefer gehört zu Gattung der Nadelgehölzern und stammt aus der Familie der Kieferngewächse. Der Stamm der Kiefer ist monodial, das bedeutet, dass der Stamm unten am breitesten ist und nach oben hin immer dünner wird. Zudem gehen vom Stamm unzählige Verästelungen ab, die als Äste bezeichnet werden.

Die Äste der Kiefer sind einhäusig getrennt. Das Holz der Baumrinde ist in der Regel wie Zapfen geformt und bildet dadurch Harzkanäle. Die Äste bestehen aus kurzen oder langen Trieben. An ihnen befinden sich die Nadeln der Kiefer. Die Kiefer ist nämlich ein Nadelbaum.

Die Nadeln der Kiefer

Die Nadeln wachsen in der Regel in Gruppen und niemals allein. Eine Gruppe besteht aus zwei bis fünf Nadeln, die von einer Nadelscheide umgeben sind. Die Kiefer besitzt ihre Nadeln zwischen zwei und 30 Jahren. Sie fallen nur in Bündeln ab. Die einzelnen Nadeln können eine Länge von 2,5 bis 50cm erreichen. Sie weisen eine Dicke von 0,5 bis 2,5mm auf. Das hängt ganz von der Kiefernart ab. Der Außenbereich der Nadeln ist entweder ganzrandig oder fein gesägt.

Heimatort der Kiefer

Überwiegend auf der Nordhalbkugel sind die verschiedenen Kiefern-Arten Zuhause. Sie lieben das kühl-feuchte Klima. Nur wenige Arten leben auch in tropischen Bereichen. In geeigneten Klimazonen wird die Kiefer heut sogar angebaut. Gerade in Kapan und Korea ist die Kiefer nicht nur ein Baum, sondern das Sinnbild für Stärke, Kraft und Geduld. In der Forstwirtschaft ist die Kiefer ein wichtiger Baum. Sie wachsen gut und sind recht anspruchslos. Sie werden sehr häufig für die Wiederaufforstung verwendet. Mittlerweile wird die Kiefer auf Holzplantagen Zuhause. Große Waldflächen in Europa bestehen aus der Kiefer.

Kiefer Nadeln schneiden

KiefersamenHeute werden verschiedene Kiefernarten für den Hobbygärtner angeboten. Zu den beliebtesten Kiefernarten gehören die Mädchenkiefer und die japanische Schwarzkiefer. Sie zählen zu den Bonsai-Arten und werden immer beliebter. Damit Sie lange Freude an den Kiefern haben, gibt es hier eine Anleitung, wie die Kiefer sachgemäß geschnitten wird. Grundsätzlich müssen bei jeder Kiefer alle alten Nadeln entfernt werden.

Die alten Nadeln erkennen Sie meist an der Farbe. Sie werden leicht bräunlich. Die Nadeln können eigentlich recht einfach abgezogen werden. Eine Pinzette ist eine gute Alternative zu den Finger.

Mädchenkiefer

Die Mädchenkiefer bekommt zwischen April und Mai neue Triebe. Aus den Trieben drücken sich mit der Zeit die neuen Nadeln. In der Regel sind die Triebe an den Spitzen des Baums dichter und viel kräftiger als am Rest des Baums.

  1. Die kräftigen Triebe in der Mitte werden entfernt, sobald die äußeren Tribe länger werden. Dazu eignet sich am besten eine Schere.
  2. Anschließend wachsen die Seitentriebe und der Baum bekommt ein ausgewogenes Verhältnis. Die schwachen Triebe können ganz einfach mit den Fingern abgedreht werden. Im Grunde wird darauf geachtet, wie stark der Trieb ist. Je stärker der Trieb desto mehr wird abgeschnitten. Bei schwachen Trieben wird somit nur ein wenig eingekürzt.
  3. Triebe, die unter einem Zentimeter lang sind, werden nicht zurückgeschnitten. Sollten mehrere Triebe eng zusammenwachsen, dann werden alle entfernt, bis nur noch ein bis zwei übrig bleiben.
  4. Damit die Nadeln schön kurz gehalten werden, werden bis Ende Juni alle Triebe entfernt, die zu lang gewachsen sind. Es bleibt nur ein Reststück von 1cm übrig. An den bleibenden Trieben bilden sich dann kleine Knospen, aus denen im kommenden Jahr Nadeln wachsen.
  5. Die Nadeln vom Vorjahr werden zwischen August und September leicht bräunlich und müssen entfernt werden. Dazu können die Finger genutzt werden. Einfach die braunen Nadeln von den Zweigen abstreifen. Sollten Die Nadeln sich nicht mit dem Zupfen entfernen lassen, dann dient eine Schere als Hilfsmittel.
  6. Sollten die Knospen eher klein und schwach ausgebildet sein, dann sollten die Nadeln drangelassen werden.

Japanische Schwarzkiefer

Die ideale Schnittzeit für die Schwarzkiefer ist der Winter. Im Winter tritt am wenigstens Harz aus dem Baum aus und im Sommer kann er dann viel schneller und dichter wachsen. Allerdings werden auch einige Schnitte während der Sommerzeit gemacht. Die ersten Schnitte erfolgen schon im Mai.

  • Im Mai entwickelt sich viele der versteckten Knopsen und wachsen. Jetzt sollten sie direkt auf ein passendes Maß zurechtgeschnitten werden. In der Regel werden 2/3 des Triebes abgeschnitten.
  • Damit die Nadeln schön kurz bleiben, müssen alle Nadeln, die zu lang sind bis Ende Juni abgeschnitten werden. Sie müssen bis auf 1cm abgeschnitten werden. So können sich kleine Knopsen bilden, die aber recht stark sind.
  • Zwischen September und November werden die Knopsen mit Hilfe einer Pinzette ausgeknipst. Verzweigungen, die gut liegen, sollten stehen bleiben, damit ein schöner Wuchs entsteht. Im kommenden Jahr können wieder unpassende Triebe entfernt werden.
  • Ab Mitte Oktober werden alle Nadeln entfernt, die vom Vorjahr vorhanden sind. Zudem sollten alle überflüssigen Zweige entfernt werden. Sie können sich im kommenden Frühjahr neu entwickeln. Idealerweise sollten die kräftigen Triebe entfernt und die schwachen Triebe nur leicht geschnitten werden. Dadurch können sich die schwachen Triebe für das kommende Jahr gut entwickeln.
Daniela Lamberti
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