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Kirschlorbeer trägt gelbe Blätter und Flecken

Der Kirschlorbeer ist eine wunderschöne Pflanze, die als eigentlich sehr robuste Pflanze gilt. Der immergrüne Strauch wächst recht schnell und wird als dichte Hecke verwendet. Sie ist gut zu Schneiden und kommt auch mit längeren Trockenperioden sehr gut zurecht.

 
Kirschlorbeer

Eigentlich ist der Kirschlorbeer eine wilde Pflanze, aber in den letzten Jahrzehnten wurde durch Züchtung und Selektion die Wuchshöhe verbessert und das Laub variabler. Die Winterhärte der Pflanze wird durch die jeweilige Sorte bestimmt.

Heute gibt es verschiedene Sorten, die nach Geschmack und Standort ausgesucht werden können.

Obwohl der Kirschlorbeer ein robuster Strauch ist, beginnt er ab und an zu schwächeln. Eines der bekanntesten Symptome sind gelbe Blätter.

Kirschlorbeer – Merkmale

Die Lorbeerkirsche wird hierzulande als Kirschlorbeer bezeichnet, stammt aber eigentlich aus Kleinasien. Seinen Namen erhielt die Pflanze durch die kirschartigen Steinfrüchte und den Blättern, die an Lorbeeren erinnern.

Die Ziersträucher werden in vielen Parkanlagen eingesetzt. Die Früchte der Kirschlorbeer gelten in der Türkei als kultiviert. Die Samen und die Blätter hingegen können Erbrechen und Übelkeit auslösen.

6 mögliche Ursachen für gelbe Blätter

  1. Bodenverdichtung & Staunässe: Der Kirschlorbeer hat im Grunde keine hohen Ansprüche an seinen Boden. Er wächst auf jedem Boden, wenn eine gesunde Mischung zwischen Sonne und Schatten vorhanden ist. Zudem können seine Wurzeln sich auch gegenüber von dominanten Birkenarten beweisen. Allerdings mag die Kirschlorbeer keine feuchten Böden. Auch schlecht durchlüftete Böden können zu Problemen führen.
  2. Sonnenbrand: Normalerweise kann der Kirschlorbeer ohne Probleme in voller Sonne stehen. Aber gerade, wenn der Boden zu trocken ist, kann er Probleme bekommen. Er braucht zusätzlich einen schattigen Platz. Ansonsten können die Blätter einen Sonnenbrand bekommen. Einen Sonnenbrand erkennen Sie meist daran, dass die Blätter nicht in allen Stellen gelb werden. An einigen Blätter ist der Sonnenbrand intensiver.
  3. Frosttrocknis: Genau das gleiche Ergebnis stellt sich ein, wenn der Boden gefroren ist. Allerdings wird dann von Frosttrocknis gesprochen. Bei der Frosttrocknis werden gleich ganze Zweigpartien betroffen sein. Sie werden trocken und beginnen gelb zu werden.
  4. Schlechte Wasserversorgung: Auch Trockenheit ist für den Kirschlorbeer eigentlich kein großes Problem. Auch über einen längeren Zeitraum kann er der Trockenheit trotzen. Die ersten Stress-Symptome sind gelbe Blätter. Die Blätter sind recht derb, aber bei Trockenheit reagieren sie. Der Stress über die zu lange Trockenzeit zeigt sich bei den immergrünen Sträuchern zum Teil erst, wenn die Wasserversorgung wieder aktiv ist.
  5. Schrotschusskrankheit: Eine Infektion mit der Schrotschusskrankheit zeigt sich an leicht marmorierten Blättern. Für kräftige, gut gewachsene Sträucher ist die Krankheit nicht lebensbedrohlich. Aber das Erscheinungsbild wird maßgeblich beeinflusst.
  6. Stickstoffmangel: Auch Nährstoffmangel kann eine Ursache für gelbe Blätter sein. Die Blattadern bekommen einen leicht gelben Schein, dann liegt das an einer Stickstoffunterversorgung. Bei scharfen Grüntönen liegt es meist am Eisenmangel. Um den Grund herauszubekommen, bieten sich Test aus dem Fachhandel an.

Behandlung der Ursachen für gelbe Blätter bei der Kirschlorbeer

Kirschlorbeer

  • Bodenverdichtung & Staunässe: Der Kirschlorbeer braucht einen lockeren, gut durchlüfteten Boden. Schon nach einigen Jahren zeigt sich, ob Staunässe oder Bodenverdichtung die Probleme sind. Dann müssen die Pflanzen ausgegraben werden, der Boden verbessert und die Pflanzen wieder eingesetzt werden.
  • Sonnenbrand & Trocknis: Um Sonnenbrand und Frosttrocknis zu verhindern, muss der Boden immer gut bewässert werden. Zudem sollte der Boden nicht einfrieren. Schutz bieten Vliesabdeckungen, die im Baumarkt erstanden werden können.
  • Schlechte Wasserversorgung: In sehr trockenen Sommern bietet es sich an, eine verbesserte Wasserspeicherfähigkeit zu ermöglichen. Dazu reicht in der Regel das Bedecken mit Laub. Auch anderen organisches Material ist dafür geeignet.
  • Schrotschusskrankheit: Infizierte Triebe und auch die Blätter sollten mit einer Schere gut entfernt werden. Idealerweise wird eine junge Pflanze anschließend mit Fungizid behandelt, dadurch wird die Pflanze widerstandsfähiger. Bei älteren Pflanzen bietet sich eine Spritzung mit Schwefelpräparaten an.
  • Stickstoffmangel: Bei Stickstoffmangel reicht meist ein mineralischer Dünger aus, um den Mangel schnell zu beheben. Im Grunde sollte der Kirschlorbeer im Frühling mit Kompost bestückt werden. Somit wird er mit allen wichtigen Nährstoffen gut versorgt.

Rückschnitt hilft gegen gelbe Blätter

Die Ursachen für gelbe Blätter können recht unterschiedlich sein. Aber egal, welche Ursache ihren Kirschlorbeer betrifft, im Grunde kann ein Rückschnitt vieles erleichtern.

Der Rückschnitt sollte während der Saison mit einer Gartenschere durchgeführt werden. Dadurch bekommt der Kirschlorbeer nicht nur eine hervorragende Form, sondern die Ursachen für gelbe Blätter werden verringern oder schneller erkannt.

Daniela Lamberti
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