Startseite   »   Gartenarbeit   »   Kletterrosen im Winter

Kletterrosen im Winter

Kletterrosen gehören zu den schönsten und anschaulichsten Blumen im Garten. Sie sind eine ideale Ergänzung im Garten, wenn sonst nur klein bleibende Beetpflanzen oder Bodendecker zum Einsatz kommen.

 
Kletterrose weiß

Sie bilden meterlange Triebe, die in alle Richtungen wachsen. Die 200 bis 300cm langen Triebe sind perfekt, um Hauswände oder Pergolas zu verschönern. Damit die Triebe eine Richtung bekommen, gibt es verschiedene Rankhilfen. Kletterrosen gehören zu den Rosen und Rosen sind recht schwer zu halten. Damit sie gut überwintern und im nächsten Jahr wieder ihre Blüten in voller Pracht präsentieren können, müssen einige Dinge beachtet werden.

Kletterrose richtig überwintern

Grundsätzlich sind Kletterrosen sehr robuste Pflanzen. In der Regel überstehen sie auch einen kalten Winter ohne Probleme. Trotzdem ist es wichtig, dass sie einen guten Winterschutz bekommen. Schon beim Kauf einer Kletterrose sollten Sie auf eine sehr robuste Sorte setzen. Gerade in klimatisch schwierigen Regionen müssen Kletterrosen mehr aushalten. Die folgenden Punkte sollte unbedingt beachtet werden, damit die Kletterrose den Winter gut übersteht.

  • Düngung Anfang bis Mitte Juli einstellen, dann können die Triebe ausreifen
  • Patentkali im August zur Düngung verwenden
  • Rosenfuß im Herbst mit einer dicken Erdschicht versehen
  • Fichtenreisig auf der Erdschicht verteilen
  • Metallrankgitter ebenfalls gut verpacken
  • Triebe mit Jutesäcken einpacken, wenn tiefer Frost aufkommt
  • Winterschutz muss im April entfernt werden

Zuletzt sollten die Kletterrosen, im spätesten Fall, Mitte Juli mit Dünger versehen werden. Die einzelnen Triebe müssen bis zum Winter sehr hart sein und das ist nur möglich, wenn bis zum Wintereinbruch kein weiterer Dünger zugeführt wird. Die Wurzeln der Kletterrose sind sehr Kälte anfällig. Sie sollte nicht nur tief in der Erde platziert werden, sondern über die kalten Monate auch gut geschützt werden.

Eine dicke Erdschicht, etwa 5 bis 10cm dick, bietet dem Frost keine Angriffsfläche. Idealerweise kann aber auch ein spezieller Juteschutz helfen. Einfach um den Stamm herumlegen, so dass die Wurzel in der Erde gut geschützt ist. Beim Auslegen der Jute sehr großzügig sein.

Metallrankgitter nehmen die Kälte schneller auf als Holzgitter. Aus dem Grund müssen die Metallrankgitter schon vor den ersten kalten Temperaturen verpackt werden. Ist das Metall einmal kalt, dann dauert es eine Weile bis es wieder warm ist. Bevor der erste richtige Frost kommt, sollte alle Triebe mit Jutesäcken verpackt sein. Jutesäcke sind in jedem handelsüblichen Baumarkt zu bekommen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen.

Wie überwintern Kletterrosen bei problematischen Standorten?

Kletterrose rosaEinige Kletterrosen-Besitzer haben Pflanzen, die an einem windigen Ort stehen. Dann brauchen Sie besonders spezielle Maßnahmen, um die Rosen vor dem Winter zu schützen. Auch ein starker und frostiger Wind kann großen Schaden bei Kletterrosen hinterlassen. Die Triebe sind zwar ausgehärtet, aber trotzdem nicht komplett versiegelt.

Gerade der agressive Winterregen kann gefährlich werden. Diese Kletterrosen sollten einen zusätzlichen Schutz erhalten. Eine gute Menge an Tannenreisig kann wahre Wunder bewirken. Alle Äste und Triebe sollten mit Schilfmatten oder Kunststoffvlies bedeckt werden. In machen Regionen ist mehr manchmal eine gute Idee.

Kletterrosen auch im Herbst schneiden?

Grundsätzlich gilt, dass Kletterrosen nur im Frühling geschnitten werden dürfen. Aber einige Rosenliebhaber schneiden ihre Kletterrosen auch nochmal im Herbst. Das ist nur dann sinnvoll, wenn die Kletterrose zu den Sorten gehört, die viel und schnell wachsen. Allerdings muss beim Herbstschnitt darauf geachtet werden, dass nur Triebe entfernt werden, die von Pilz befallen sind.

Alle anderen Triebe müssen bleiben, damit der Winter keinen Schaden anrichten kann. Idealerweise wird eine scharfe Rosenschere verwendet. Die Witterung spielt auch eine Rolle. Nach dem Schnitt sollten die triebe mit einem Pilzspray behandelt werden, damit über den Winter keine neuen Pilzbakterien entstehen können.

Schaden trotz Winterschutz

Nach einem harten Winter können die Kletterrosen ein trauriges Bild abgeben. Sie können durchaus stark beschädigt sein, auch wenn alle Punkte in Sachen Winterschutz eingehalten wurden. Abgestorbene Triebe, dunkelbraun gefärbte Blätter und beschädigte Stämme können schon mal passieren.

Mit Glück fängt sich die Kletterrose wieder. Entfernen Sie allen Unrat, beschädigte Triebe und Blätter. Alle Wintervorrichtungen müssen komplett entfernt werden. Hierbei ist besondere Vorsicht geboten, denn Rosen sind sehr empfindlich. Arbeiten Sie immer mit einem sauberen Messer. Achten Sie darauf, dass keine Keime am Messer vorhanden sind. Sollte die Kletterrose sich nicht erholen, dann muss eine neue gekauft werden. Eine Kletterrose in einem sehr kalten Winter kann demnach manchmal Probleme damit haben, diesen zu überstehen.

Daniela Lamberti
Letzte Artikel von Daniela Lamberti (Alle anzeigen)
Jetzt Neu auf dem Smartphone: Das Gartenrevue Pflanzenbestimmungsbuch
Aktion10 € Rabatt - Nur für kurze Zeit!

OHNE BOTANISCHE KENNTNISSE jede Pflanze bestimmen

Jetzt informieren