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Kokapflanze Samen – Kokastrauch selber anbauen?

Zum Thema Kokapflanze in der Wohnung anbauen gibt es nur vergleichsweise wenig Informationen im deutschen Netz. Dies liegt aber vorrangig daran, dass die Pflanze hierzulande ganz klar nicht legal ist. Man kann also nicht ohne weiteres in Deutschland einen eigenen Kokastrauch aufziehen.

 
kokablatt

Samen für die Kokapflanze

Der Kokastrauch (Erythroxylum Coca) gilt als Rauschpflanze. Weltweit ist sie neben Cannabis die bekannteste ihrer Art. Weder die Blätter, noch Kokapflanzen Samen können in Deutschland auf legale Weise gekauft werden. Da sich der Strauch auf natürliche Art und Weise durch Vögel vermehrt gilt er als relativ pflegeleicht.

Auch an den Boden stellt der Kokastrauch kaum Ansprüche. Die Vögel fressen die Früchte und scheiden die unverdauten Samen wieder aus. Der Kokastrauch kommt in Südamerika vor. Insbesondere in den östlichen Anden ist er beheimatet. Von Ecuador bis Bolivien ist die Kokapflanze verbreitet. Weder die Pflanze, noch die Samen dürfen von dort ins Ausland wegtransportiert werden.

Merkmale der Kokapflanze

Die Kokapflanze – es handelt sich um einen Strauch – wird als Nutzpflanze angebaut und wir bis zu 2,5 m hoch. Die wechselständigen, elliptischen bis spatelförmigen Blätter sind zwischen 5 und 15 Zentimerer lang. Die 1 bis 5 kleinen, gelblichen Blüten wachsen aus den Blattachseln. Rote, einsamige Steinfrüchte entwickeln sich aus den Fruchtknoten. Die getrockneten Laubblätter (Kokablätter) werden zu Drogen verarbeitet.

  • Bis zu 20 Tropanalkaloide stecken in den Kokablättern.
  • Zwischen 0,1 und 1,8% liegt der Gesamtalkaloidgehalt.
  • In den jungen Blättern wird Cinnamoylcocain als Haupt-Esteralkaloid identifiziert. In den älteren Blättern ist es Cocain.
  • Während der Aufarbeitung der Droge entstehen zusätzliche Verbindungen wie α- und β-Truxillin und Benzoylecgonin.
  • Das Hauptalkaloid Cocain weist psychotrope Wirkungen auf.

Bereits in kleinen Dosen stimuliert Cocain das ZNS und führt zu Euphorie. Höher dosiert kann es aber auch zu Psychosen führen. Dabei entsteht hohes Suchtpotential. Das reine Kauen der Blätter unter Zugabe von Kalk – gängige Praxis bei der Andenbevölkerung – soll hingegen nicht zur Abhängigkeit führen. Diese Praxis soll zum Beispiel helfen Müdigkeit, Hunger und Kälte bei der Arbeit zu verdrängen.

Ist ein eigener Kokastrauch legal?

Da die Pflanze Kokain enthält, welches als Droge gilt unterliegt der Cocastrauch in Deutschland dem BtmG – dem Betäubungsmittelgesetz. Auch Samen zum Anbau der Kokapflanze sind deshalb hierzulande nicht legal käuflich erwerbbar. Durch die Cocabauern (Cocaleros) ist der Anbau von Erythroxylum coca in den Andenländern in begrenzten Mengen legal. Jedoch ist auch dort die Weiterverarbeitung der Kokablätter zu Kokain streng verboten. Auch die Verarbeitung zu seinen Vorprodukten ist dort nicht erlaubt.

Traditionelle Verwendung legal

Für die traditionelle Verwendung der Blätter gab es in Bolivien bis 2006 zum Beispiel Gesetze, die eine jährliche Anbaufläche von 12.000 Hektar erlauben. Präsident Morales wollte ab 2006 jedoch größere Mengen bis 20.000 Hektar zulassen. Er strebt zudem eine Legalisierung des Cocablattes an, um die legalen Möglichkeiten besser zuzulassen. Weltweit werden seine Strategien kontrovers diskutiert. Auch in Peru gibt es eine große Kokapflanzen Tradition. Der Mate de Coca Tee gilt dort als Nationalgetränk.

plantage

Coca-Cola Strauch

Erlaubt und legal hingegen ist der Anbau und Konsum des sogenannten Coca-Cola Strauchs. Das Cola-Kraut heißt so, weil es einen intensiven Cola Geruch und einen ähnlichen Geschmack aufweist. Die Staude gilt als sehr robust und pflegeleicht. Im Sommer trägt sie gelbe, schöne Blüten. Die Pflanze kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Eine berauschende Wirkung weist sie nicht auf. Das ätherische Öl gilt jedoch als verdauungsfördernd.

Außerdem soll das Kraut bei Hauterkrankungen als Heilpflanze zum Einsatz kommen können. Frisch oder getrocknet können die Blätter auch in Salaten oder zum Würzen verwendet werden. Die Samen bekommt man online, manchmal bieten auch Baumärkte oder Gartenfachgeschäfte die Staude an.

Daniela Lamberti
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