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Magnolien

Es ist der französische Botaniker Pierre Magnol, der dieser wunderschönen Pflanzengattung den Namen gibt. Es gibt rund 300 Arten, die ursprünglich aus Amerika und Ostasien stammen.

 
Magnolien

Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles darüber, wie Sie selbst Magnolien pflanzen um sich täglich an diesen herrlichen Blüten zu erfreuen.

Herkunft und Geschichte

Magnolien gehören geschichtlich zu den ältesten Blütenpflanzen auf unserem Planeten: Seit mehr als 100 Millionen von Jahren ist die wunderschöne Pflanze nachweisbar. Sie hat die Dinosaurier und mehrere Eiszeiten überstanden.  In China wird der Magnolienbaum seit mehr als tausend Jahren hochgeschätzt und verziert dort viele Tempelanlagen.

Erst vor einigen Jahrhunderten kommt sie durch Pflanzensammler aus Asien und Amerika wieder nach Europa zurück.

Ausdrucksstark in Form und Farbe

Formen- und Farbenreich zeigt sich die Magnolie dem Betrachter. Weiße, rosafarbene und purpurrote Blüten bieten ein schönes Farbenspiel. Anmutig, in Stern- oder auch Tulpenform, ist sie ein angenehm duftender Blickfang in Gärten, auf Terrassen und Balkonen.

Magnolie pflanzen in vier Schritten

Bevor Sie beginnen, ist es gut den richtigen Standort auszusuchen. Er sollte windgeschützt sein, teilweise halbschattig und nicht der prallen Sonne ausgeliefert. Der Boden ist am besten nährstoffreicher Humusboden, dem auch eine Anreicherung mit Torf nicht schadet.

 

Die beste Pflanzzeit ist das zeitige Frühjahr, maximal bis April. Pflanzen, die klein sind und eventuell schlecht eingewurzelt, können den ersten Winter nur schwer überstehen. Der optimalste Standort ist sonnig, mit leicht feuchter und humusreicher Erde.

Tulpen-Magnolien treiben sehr früh aus und sind deswegen frostgefährdet. Es hilft den Wurzelbereich gut abzudecken und im Winter bei Bodenfrost stark zu mulchen. Damit wird im Frühjahr die Erwärmung und somit die Blütezeit hinausgezögert.

  1. Den Wurzelballen – in der Regel werden Magnolien als Ballengewächse verkauft – vermischt man am besten mit Torf und einer speziellen Erde für den Anwuchs, um den PH-Wert des Bodens richtig einzustellen (ab 4,5 bis 5,5 in der Zeit des Anwurzelns).
  2. Der Aushub sollte doppelt so groß sein, wie der Wurzelballen und wird gut mit Wasser eingegossen. Es ist nicht empfehlenswert das Pflanzloch mit Kompost aufzufüllen, denn das kann der Pflanze eher schaden.
  3. Die Magnolie nun in das ausgehobene Loch einsetzen und mit der anfänglich gemischten Erde satt anhäufen. Anschließend gut festtreten und nochmals stark gießen. Es schadet nicht, wenn ein Pflanzstab der jungen Pflanze in den ersten zwei Jahren Stütze gibt.
  4. Starkes Wässern während der ersten Tage fördert das schnelle Anwurzeln am neuen Standort. Nach dem Einpflanzen der Magnolie sollte man auf jegliche Bodenarbeit verzichten und den Wurzelbereich am besten mit Rindenhumus abdecken um die Entwicklung der oberflächennahen Wurzeln nicht zu stören.

Magnolien pflanzen: Verwendung und Standort

Als sogenanntes Solitärgehölz passen die Magnolien gut zum Rhododendron im Frühlingsgarten. Es ist darauf zu achten, dass die Kronen genügend Platz zur ungestörten Ausbreitung haben. Mit allen Frühblühern als Nachbarn harmonisiert sie sehr gut. Dazu zählen Zwiebelblume, Narzisse, Krokus und Veilchen.

Ungeeignet sind vollsonnige Standorte, Rasenflächen oder Unterpflanzungen. Sie bevorzugt einen leicht säuerlichen Boden mit einem PH-Wert zwischen 5,5 und 6,5.

Magnolien sind richtige Diven mögen keine Konkurrenz. Man pflanzt sie daher nicht neben konkurrenzstarken Arten wie den Storchenschnabel, der als Bodendecker den empfindlichen Magnolienwurzeln nicht guttut.

Bei der Standortwahl ist auch zu beachten, dass Magnolien eher in die Breite und weniger in die Höhe wachsen. Dazu ist entsprechender Platz nötig.

Stern-Magnolien eignen sich gut für Dachgärten, brauchen aber große Pflanzbehälter und eine gleichmäßige – am besten automatisierte - Bewässerung.

Daher wichtig für den Standort, um Magnolien zu pflanzen:

  • Sonnig bis halbschattig (Sortenabhängig)
  • Windgeschützt
  • Platz zur Ausbreitung
  • Ab vier Sonnenstunden täglich
  • Leicht saurer, stets feuchter Boden

Damit sollte einer prachtvollen Entfaltung der ansonst anspruchslosen Dame nichts mehr im Wege stehen.

Wie man Magnolien vermehren kann

MagnolieViel Geduld braucht man, wenn man Magnolien durch Aussaat oder Absenker vermehren möchte.  Ein Absenker ist ein Zweig der Pflanze, der zum Boden gesenkt wird. An der Kontaktstelle werden die Blätter entfernt und der Zweig mit Steinen und Erde beschwert. Wenn alles gut geht, dann haben sich nach zwei Jahren genügend Wurzeln gebildet um den Absenker vorn der Mutterpflanze zu lösen und eigenständig zu pflanzen.

Samen, die gleich nach der Ernte ausgesät werden, lassen sich ein Jahr Zeit und keimen dann sehr oft ungleichmäßig.

Damit rechnet sich diese Art der Vermehrung industriell gar nicht mehr, ist aber für Hobbygärtner eine spannende Herausforderung.

Krankheiten und Schädlinge

Magnolien sind weitgehend resistent. Schädlinge und Krankheiten können ihnen wenig anhaben. Wie zu Beginn geschrieben sind sie schon einige Millionen von Jahren auf der Erde und haben das „Überleben“ gelernt.

Manchmal können bakterielle Blattflecken (Pseudomans) auftreten, die der Pflanze weniger gefährlich werden als dem Menschen.

Braungefärbte Blätter weisen nicht unbedingt auf eine Krankheit hin, sondern eher auf den falschen Standort oder Spätfrostschäden im Frühjahr.

Pflege der Magnolien

Magnolien sind sehr pflegeleicht. Ist das Frühjahr trocken, der Sommer heiß, dann hat sie einen relativ hohen Wasserverbrauch. In der Regel braucht die Magnolie keinen Dünger, eine Schicht reifer Kompost oder Hornspäne im Frühjahr können aber nicht schaden.

Magnolien richtig schneiden

Die gute Nachricht: sie brauchen keinen Schnitt. Ungestörtes Wachstum ist am besten für sie. Baumartige Vertreter können in späten Jahren sogar soweit aufgeastet werden, dass man darunter einen schönen schattigen Sitzplatz einrichten kann.

Magnolien im Winter – Sind sie winterhart?

Je nach Züchtung und Sorte ist die Magnolie mehr oder weniger winterfest. Die laubabwerfenden Arten sind weniger kälteempfindlich als die immergrünen Varianten (Magnolia grandiflora).

Jedenfalls nimmt die Empfindlichkeit mit dem Alter ab. Ältere Bäume gewöhnen sich im Laufe der Zeit an die niedrigen Temperaturen.

Es können aber – bei jungen und älteren Pflanzen – unterschiedliche Pflanzenteile verschieden auf Frost reagieren. Wurzeln, Blüten und Knospen sind besonders empfindlich, darum sollte eine dicke Mulch-Schicht zum Schutz aufgebracht werden.

Im zeitigen Frühjahr wird man die Knospen und Blüten vor Spätfrostschäden schützen.

Topfmagnolien sollte man unter Kalthausbedingungen (frostfrei, aber maximal 10 Grad Celsius) und an einem dunklen Ort überwintern.

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