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Maranta Pflanze

Die Maranta Pflanze, welche auch unter dem Namen Pfeilwurz oder Maranthe bekannt ist, gehört zu den dekorativsten Zimmerpflanzen. Zwar ist sie nicht gerade pflegeleicht, doch ist sie eine wunderschöne Ansehnlichkeit in Wohnzimmern. Ihren Ursprung hat die Maranta in tropischen Gebieten Amerikas.

 
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Allerdings sehen die verschiedenen Zuchtformen dieser Pflanze nicht nur in Wohnungen schön aus, sondern sind andere Zuchtformen der Maranta in warmen Gebieten Afrikas, wie auch Indiens, sehr verbreitet aufgrund ihres Wurzelwerkes. Die Wurzeln werden dort zu Kost für Kranke, aber auch zu Kindernahrungsmittel verarbeitet.

Maranta Pflanze: Merkmale

Die Maranta ist eine aufrecht bis niederliegend wachsende Pflanze. Dazu krautig und ausdauernd. Die Laubblätter können unterschiedliche Färbungen mit sich bringen.

Beispiele hierfür sind grün, braun und rot. Die Blätter werden bis zu 12 Zentimeter lang, sind an der Oberfläche behaart und sowohl die Blattstiele als auch die Blattspreite sind gegliedert. Bei den Blattstielen ist am Spreitenansatz ein Gelenkpolster aufzuweisen.

Endständige Blütenstände enthalten allerdings gerade mal zwei Blüten, welche zwittrig und vom Aussehen her dazu spiegelgleich und dreizählig sind.

Marantengewächse haben unfruchtbare Staubblätter und die Blüten weisen zwei Staminodien auf. Somit ist das Staubblatt steril oder verkrümmt. Auffällig dafür ist die blumenblattartige Ausbildung. Ein einkammeriger und unterständiger Fruchtknoten ist vorhanden, wovon die Frucht nur einen Samen enthält.

Rollt die Maranthe abends ihre Blätter ein, ist dies kein Grund zur Sorge. Dies ist eine typische Schlafhaltung der Pflanze und dient zum Schutz vor Verdunstung.

Pflege der Maranta

Da die Marantengewächse Wärme gewöhnt sind, ist es wichtig, sie dennoch reichlich zu gießen. Allerdings sollte bei dieser Pflanze Staunässe vermieden werden.

  • Ist der Sommer heiß, so sollte der Pfeilwurz vermehrt angesprüht werden.
  • Die Bewässerung im Winter fällt geringer aus, aber steht sie in beheizten Räumen, so soll sie auch im Winter besprüht werden.
  • Beim Gießen und auch beim Sprühen wird entkalktes Wasser eingesetzt.
  • Aufgrund der Hitze, durch welche die Luft trocken werden kann, empfiehlt es sich Wasserschalen auf die Heizkörper zu stellen, um die Luft etwas zu befeuchten.

Natürlich muss der Pfeilwurz gedüngt werden. Dies passiert von April bis Ende August und das gleich alle zwei bis drei Wochen.

Pfeilwurz düngen und umtopfen

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Zum Düngen wird Flüssigdünger mit Gießwasser verwendet. Umtopfen muss man ihn dafür nicht häufig. Hier reicht es in der Regel, wenn die Pflanze nur alle zwei Jahre umgetopft wird, da dann der Topf zu klein wird.

Man sollte jedoch ein Auge darauf halten – die beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Für die Erde kann normale Blumenerde mit Torf gemischt werden, mehr benötigt es nicht.

  • Sommer: Reichlich gießen, ansprühen
  • Winter: Weniger gießen, je nach Standort und Beheizung ansprühen
  • Gießen/Sprühen: Entkalktes Wasser verwenden
  • Luftfeuchtigkeit: Bei Hitze/Beheizung Wasserschalen aufstellen
  • Düngen: April bis Ende August
  • Umtopfen: Alle zwei Jahre im Frühjahr

Maranta schneiden

Mit einem scharfen Messer oder auch einer scharfen Schere kann die Maranta zugeschnitten werden. Hierfür schneidet man knapp über dem schlafenden Auge der Pflanze jeweils den ausgesuchten Trieb ab.

Das schlafende Auge ist daran zu erkennen, dass eine leichte Wölbung an der Rinde zu sehen ist. Umso mehr zurück geschnitten wird, desto eher muss darauf geachtet werden, dass ausgewählte Triebe wenigstens einen Blattknoten mit sich bringen. Ist dieser Blattknoten nicht gegeben, stirbt der Trieb ab.

Vermehrung

Um die Marante Pflanze zu vermehren bieten sich zwei Methoden an. Einerseits ist eine Vermehrung durch Stecklinge machbar, andererseits durch Teilung.

Vermehrung durch Stecklinge:

Bei der Mutterpflanze können im Verlauf des Sommers Seitenstecklinge entnommen werden. Um diese von der Pflanze zu trennen, schneidet man ungefähr drei Millimeter unterhalb eines Blattknotens.

Die Blätter des Stecklings sind mindestens drei Stück und haben eine Länge von sieben bis zehn Zentimeter.

  1. Einen geeigneten Anzuchttopf nehmen und diesen mit einem Gemisch aus Torf und Sand füllen.
  2. Es ist wichtig, dass die Triebe bis auf das obere Blatt komplett entlaubt sind.
  3. Die Knoten der Stecklinge müssen sich in der Erde befinden, deshalb tief setzen.
  4. Stecklinge leicht feucht halten, da der Steckling ansonsten faulen kann.
  5. Nach ungefähr fünf Wochen ist das Wurzelsystem ausgebildet und es kann umgetopft werden.

Zimmergewächshäuser sind zur Anzucht ideal. Sind diese jedoch nicht gegeben, reichen auch Plastiktüten aus, welche über den Topf gestülpt werden können. Sind fünf Wochen vorbei, behandelt man die Jungpflanzen nach dem Umtopfen wie die erwachsenen Pflanzen.

Vermehrung durch Teilung

Wenn die Zeit zum Umtopfen beim Pfeilwurz gekommen ist, besteht die Möglichkeit der Teilung. Hierbei wird der Wurzelballen von der Erde gereinigt. Zum Zerteilen des Ballens nimmt man ein scharfes Messer. Ist dies vollbracht, pflanzt man die Teilstücke jeweils in einen Topf.

Diese Methode wird jedoch hauptsächlich von erfahrenen Gärtnern umgesetzt.

Maranta richtig überwintern

Über die kalte Jahreszeit zieht sich die Maranta zurück und stellt ihren Wachstum ein. Dies beginnt bereits im Oktober und hält bis zum Frühjahr an.

Für den Pfeilwurz darf es jedoch nicht kühler als 15 Grad werden. Hier ist allerdings auch darauf zu achten, dass die Pflanze keine Zugluft abbekommt.

Ist der Pfeilwurz giftig?

Die Marante weist keine gifigen Bestandteile in dem Sinne auf. Zumindest ist bisher nichts diesbezüglich bekannt. Dies bezieht sich sowohl auf die Wildform als auch auf zahlreiche Pflanzen, die gezüchtet worden sind.

Sollte es dennoch dazu kommen, dass von der Pflanze größere Mengen verzehrt wurden, kann es Berichten zufolge zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Diese Beschwerden bringen Übelkeit und Brechreiz mit sich.

Als erste Hilfe reicht es aus, reichlich Flüssigkeit in Form von Tee zu sich zu nehmen. Wurden allerdings sehr große Mengen eingenommen, sollte Kohle dazu eingenommen werden. Zur Sicherheit ist ein Besuch beim Arzt dennoch sehr empfehlenswert.

Hannah Meissner
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