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Maulwurfbekämpfung

Wenn ein Maulwurf unseren Garten als Wohnung bevorzugt, erkennen wir das meist nur an den vielen Erdhaufen, die unseren herrlichen Rasen „verzieren“. Sonst ist der kleine Geselle nicht sichtbar. Und gerade diese unschönen Hügel sind es, die den Gärtner zur Verzweiflung bringen. Denn kaum wurden sie entfernt und sozusagen dem Erdboden gleichgemacht, sind sie auch schon wieder da. Eine effektive Maulwurfbekämpfung muss her.

 
Maulwurf

Maulwurfbekämpfung: Vorteile des Maulwurfs

Der Maulwurf hat dennoch seine guten Seiten und eines spricht noch für ihn: er steht unter Artenschutz, das heißt – drastisch ausgedrückt – jeder, der einen Maulwurf tötet, macht sich strafbar.

Andererseits bringen seine Hügel die Erde in Bewegung. Sie wird aufgelockert, der Boden wird durchlüftet. Ein Maulwurf besorgt also auch die gute Durchmischung des Bodens und liefert nebenbei mit seinem Aushub frische und nahezu keimfreie Anpflanzerde.

Engerlinge, Schnecken und diverse andere Schädlinge sind die bevorzugte Nahrung des kleinen Nagers und er ist somit auch ein natürlicher Bekämpfer von Schädlingen im Garten.

Und zu guter Letzt: Wo Maulwürfe zu Hause sind, haben Wühlmäuse keinen Platz mehr. Wird also der Maulwurf vertrieben, kommen möglicherweise die Wühlmäuse.

Was tun gegen Maulwürfe im Garten?

Das braucht keine lange Überlegung. Jeder gepflegte Rasen wird durch die braun-schwarzen Hügel nicht gerade verschönert. Manch schöne Gärten sind geradewegs untertunnelt. Und das kann dann schon lästig werden.

 

Es besteht auch die Gefahr, dass die nahe an der Oberfläche liegenden Gangsysteme einbrechen. Ein Knöchel ist schnell gebrochen, ein Fuß bald verstaucht. Bei Starkregen bilden diese Gänge manchmal regelrechte Kanäle, durch die das Wasser dann in Teile des Gartens kommt, die verschont bleiben sollten. Oder auch direkt in das Haus eindringt, weil ein Tunnel bis an das Kellerfenster gegraben wurde. Somit können Überflutungen leichter auftreten.

Maulwurf vertreiben

Die Maulwurfbekämpfung geht mit der Vertreibung einher und es ist klar, dass es einige Gründe gibt, die dafür sprechen. Alleine schon die Maulwurfshügel im Garten sind hinreichender Anlass etwas dagegen zu tun. Dennoch: mit der Entfernung aus dem Garten wird auch ein wichtiger Nützling vertrieben.

Maulwurfbekämpfung mit natürlichen Hausmitteln

Wichtig ist – und daher nochmals zu betonen: Maulwürfe unterliegen dem Artenschutz und dürfen nicht getötet werden. Um ihn zu vertreiben, gibt es einige natürliche Möglichkeiten ohne Chemie, die ihm das Leben sauer machen.

  • Die Gänge einwässern führt nicht dazu, dass der Maulwurf ertrinkt. Es werden nur seine Gänge mit Erdschlamm verschlossen, der sich verfestigt und für den Maulwurf eine unangenehme Sperre darstellt. Die Oberfläche wird dann wieder mit einem Rechen ausgeglichen, die noch offenen Eingänge werden aufgefüllt. Eine Prozedur, die mindesten einmal jährlich erfolgen sollte, wenn die Maulwurfshügel im Garten im Frühjahr wiederkommen.
  • Maulwürfe haben einen ausgezeichneten Geruchssinn. Katzenhaare, Hunde- oder Menschenhaare werden vom Maulwurf dahingehend ausgelegt, dass Feinde in seinen Bau eingedrungen sind und er wird somit von dort fliehen. Mit Hunde- oder Katzenkot – sogar mit menschlichem Urin – ist es ebenso. Allerdings kann das auch für den Gärtner nicht nur durch den Geruch unangenehm werden.
  • Lärm – vor allem der von Kindern – macht die pelzigen Tiere nervös und sie suchen sich ruhigere Plätze. Dagegen steht natürlich, dass möglicherweise auch die Nachbarn ihre Ruhe wollen.
  • Mischen von Milch und Molke im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel und die Flüssigkeit in die Gänge schütten. Als Ersatz tut es auch Buttermilch. Der saure Geruch behagt dem Maulwurf gar nicht.
  • Zerstoßener Knoblauch soll zwar für Menschen gesund sein, in den Gängen der Maulwürfe aber gar nicht willkommen.
  • Zu guter Letzt ist das Pflanzen von Kaiserkrone, Knoblauch und manchen Gloxinenarten hilfreich, um den Maulwurf zu vertreiben.

Maulwurf bekämpfen mit Chemie

MaulwurfhügelIm Fachhandel sind eine Menge chemischer „Waffen“ gegen Maulwürfe und deren Bauten zu erwerben. Von Kugeln über Gas bis zu Kadaveröl und Maulwurfschreck. Fast alles ist zu haben und wird gezielt für die Vertreibung – und nicht für die ohnehin verbotene Tötung – eingesetzt.

Alle chemischen Mittel haben den Nachteil, dass sie sich nicht nur auf den Maulwurf beschränken. Es können andere Pflanzen, andere Nützlinge, Vögel und möglicherweise auch der Mensch Schaden nehmen. Daneben gibt es noch einige Mittel, die meist in jedem Gartenhaus zu finden sind:

  • Mit Nitroverdünnung und Benzin getränkte alte Lappen werden in die Gänge gestopft. Dabei sollten Raucher allerdings auf die morgendliche Zigarette verzichten.
  • Ebenso kann man mindergefährlich altes Parfüm nehmen und die damit getränkten Putzfetzen in die Löcher stopfen.
  • Ausschwefeln – die Gänge mit Schwefelbrand ausräuchern.
  • In die Gänge Feuerlöschschaum sprühen.

Andere Mittel gegen Maulwurfshügel im Garten

In letzter Zeit kann man im gut sortierten Fachhandel Sender, die Schallwellen, Niedrigfrequenzsignale und auch Erschütterungen aussenden, kaufen.

Ob Solar- oder Batteriebetrieben sind die nervenden Geräusche für den Maulwurf so lästig, dass er sich bald ein neues Refugium sucht. Allerdings ist die Geräuschkulisse auch für den Menschen manchmal sehr störend.

Über leere Flaschen pfeift der Wind und erzeugt ein unangenehm heulendes Geräusch. Die Flaschen werden mit dem Boden nach unten in die Erde des Maulwurfshügels gesteckt und tun von dort ihre Wirkung. Vielleicht verschönern sie auch den Garten ein wenig und erhöhen die Farbvielfalt.

Windspiele und klappernde Windräder tun es oft auch. Aber bei all diesen Mitteln können nicht nur die Maulwürfe nervös werden, sondern auch die Nachbarn.

Grundsätzlich kann man sagen, dass jedweder Lärm für den Maulwurf ein Grund ist den Wohnsitz zu wechseln. Manchmal sind Geräusche im Niedrigfrequenzbereich für den Menschen nicht hörbar, das heißt aber nicht, dass sie nicht wahrgenommen werden und ihre Wirkung sich in steigender Nervosität, Schlafmangel und ähnlichen unangenehmen Begleiterscheinungen manifestieren kann.

Maulwurffallen

Maulwurffallen dürfen verwendet werden, wenn es sich um sogenannte „Lebendfallen“ handelt, die gefangenen Tiere also nicht getötet werden.

Hat sich so ein Tier in einer Falle gefangen, dann sollte man es nicht einfach über den Zaun in Nachbars Garten werfen. Der Aktionsradius von Maulwürfen beträgt ca. 2000 Quadratmeter und in dem Fall kommt der kleine Geselle rasch wieder zurück. Möglicherweise ist das auch für die gut nachbarschaftlichen Beziehungen nicht förderlich.

Maulwürfe sind also sehr treue Tiere. Wenn sie einmal Wohnung bezogen haben, dann lassen sie sich nicht so leicht vertreiben. Viele Gärtner haben gelernt damit zu leben und sind sich auch bewusst, dass ein Maulwurf ein sehr nützlicher Geselle ist. Er bekämpft viele Schädlinge und liefert nebenbei mit seinem Auswurf wertvolle Pflanzerde.

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