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Milchsterne (Ornithogalum dubium)

Milchsterne gehören zur Familie der Spargelgewächse und sind unter vielen anderen Namen bekannt. Unter anderem werden sie als Stern von Bethlehem, Vogelmilch, Gärtnerschreck oder als Gärtnertod bezeichnet. Dabei werden die letzteren Bezeichnungen der Schönheit dieser Pflanze absolut nicht gerecht.

 
Milchstern Ornithogalum dubium

Ornithogalum dubium – Herkunft und Geschichte

Die Ursprüngliche Heimat der Milchsterne ist in Europa, Afrika und Asien. Mit seinen orangen Blüten wird der Milchstern gerne als Zimmerpflanze gezogen. In den warmen Sommermonaten gedeiht die Pflanze aber auch im Freien. Die Pflanze wird bis zu 30 cm hoch und kann auch als Schnittblume verwendet werden. Als Pflanze wird der Milchstern bereits in der Bibel erwähnt. In der Geschichte, die von einer Belagerung und einer damit verbundenen Hungersnot erzählt, wurden die Milchsterne für einen hohen Preis verkauft.

Eine andere Art – der Doldige Milchstern – wird unter anderem in der Naturheilkunde verwendet und kommt in der Homöopathie und der Bachblütentherapie als Heilpflanze vor. Ornithogalum dubium hingegen hat so gut wie keine gesundheitliche Wirkung, sondern gehört zu den giftigen Pflanzen. Verschiedene Inhaltsstoffe der Pflanze können jedoch äußerlich verwendet werden und kommen als Zusatzstoff bei einigen Haarpflegeprodukten vor.

Giftigkeit der Pflanze

Auf den ersten Blick überzeugt der Milchstern durch seine sternförmige Blüte, die in einem schönen Orangeton leuchtet. Dennoch ist die anmutende Pflanze giftig. Sie kann nicht nur Haustieren, sondern auch bei Menschen zu Vergiftungen führen. Zu den giftigen Stoffen gehört zum Beispiel das Glycosid  Rhodexin A. Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn die Blume als Zimmerpflanze gehalten wird und Kinder oder Tiere mit im Haushalt leben.

Blütezeit bei Milchsternen

Milchsterne gehören zu den Blumen, die besonders schöne Blüten bilden. Dabei ist nicht nur die Form der Blüte, die einem Stern ähnelt, sondern auch die Blütenfarbe ein Eyecatcher. Im Durchschnitt beginnt die Pflanze ab dem Monat Juli zu blühen und verzaubert dann mit einem leuchtenden Orangeton jeden Blumenliebhaber.

Ornithogalum dubium: Ende der Blütezeit

Wer einen Milchstern als Zimmerpflanze hält, kann sich an der langen Blühphase erfreuen. Milchsterne blühen bei guter Pflege bis in den September hinein. Das besondere bei der Pflanze ist, dass sich die Blüten nur tagsüber öffnen – abends schließen sie sich wieder.

Milchstern – Schneiden und Pflege

Milchsterne können nicht nur als Zimmerpflanze, sondern während der Sommermonate auch im Freien wachsen. Ganz egal, wo die Pflanze gedeiht – einen speziellen Schnitt benötigt sie nicht. Wer möchte, kann die einzelnen Blütentriebe jedoch abschneiden, und sich am Milchstern als Schnittblume erfreuen.

  • Im Vergleich zu anderen Pflanzen, die zwingend einen Rück- oder Pflegeschnitt benötigen, sollte man an dem Milchstern nur wenig herum schneiden.
  • Sobald die Blume verblüht ist, sterben auch die Blätter ab. Sind diese vertrocknet, können die Pflanzenteile durch ein leichtes Ziehen entfernt werden.

Winterhart

Milchstern sind in wärmeren Regionen beheimatet und können in der ursprünglichen Umgebung zu jeder Jahreszeit im Freien verbleiben. Anders sieht es jedoch in den hiesigen Regionen aus, wenn die Pflanze während der Sommermonate ins Freie gestellt wurde. Dann ist es zwingend erforderlich, den Milchstern zum Überwintern wieder ins Haus zu holen.

Die richtige Zeit zum Überwintern der Pflanze erkennt man an den welk werdenden Blättern und dem abwerfen der Blüte. Dann ist es Zeit, um die Pflanze richtig vorzubereiten. Dabei wird nicht die ganze Pflanze, sondern nur die Zwiebel der Blume genutzt. Diese wird aus der Erde ausgegraben und an einem kühlen Ort (der Keller eignet sich optimal) gelagert. Im Frühjahr kann der Milchstern dann wieder eingepflanzt werden.

Wächst die Blume als reine Zimmerpflanze, und wird sie auch im Sommer nicht ins Freie gesetzt, kann der Milchstern ohne eine spezielle Überwinterung einfach weiter im Blumentopf bleiben. Die Raumtemperatur bleibt in der Regel konstant, sodass die Blume dann nicht überwintert werden muss.

Krankheiten bei der Ornithogalum dubium Pflanze

Schädlinge setzten dem Milchstern weitaus weniger zu, als eine falsche Pflege. Wird die Pflanze zu viel oder zu oft gegossen, kann es zu Staunässe kommen. Auch dann, wenn die Erde nicht ausreichend durchlässig ist, staut sich das Gießwasser.

  • Steht die Blume zu lange im Wasser, beginnt die Wurzel zu faulen was im letzten Schritt das Absterben der Blume zur Folge hat.
  • Das Umtopfen der Blume und frische Erde hilft als Sofortmaßnahme.
  • Zusätzlich sollten Teile der Wurzel, die bereits faul geworden sind, vor dem Umtopfen entfernt werden.
  • Danach kommt der Milchstern in neue Erde und muss ab sofort weniger gegossen werden.
  • Nur sehr selten lassen sich Blattläuse als Schädling auf der Pflanze nieder. Diese lassen sich durch das Abspülen der Pflanze mit reichlich Wasser, bei einem leichten Befall aber sehr gut entfernen.
  • Reicht diese Maßnahme nicht aus, helfen chemische Mittel aus dem Handel.

Milchsterne vermehren

Milchsterne wie auch der Ornithogalum arabicum gehören zu den Pflanzen, die sich relativ gut vermehren lassen. Das gelingt zum einen durch den Samen der Pflanze, und zum anderen durch die Blumenzwiebeln. Soll der Milchstern durch seinen Samen vermehrt werden, muss die Pflanze während des Sommers im Freien stehen, denn nur die Insekten können die Befruchtung übernehmen.

Die Samen werden dann nach der Blühzeit gesammelt. Die Samen werden dann auf Anzuchterde verteilt und müssen am Licht keimen. Das heißt, sie werden nicht mit Erde abgedeckt. Damit die Lichtkeiner gedeihen, benötigen Sie ausreichend Licht (am besten durch die Sonne) und eine Temperatur von mindestens 20° Grad. Werden die Samen regelmäßig mit Wasser besprüht, setzt die Keimung nach durchschnittlich 14 Tagen ein.

Eine andere Möglichkeit der Vermehrung bieten sogenannte Tochterzwiebeln. Allerdings bildet diese nicht jeder Milchstern. Zudem muss oft mehrere Jahre gewartet werden, bis sich die kleinen Zwiebeln bilden. Diese werden einfach vorsichtig entfernt und eingepflanzt.

Daniela Lamberti
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