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Montbretien

Montbretien gehören zu den Schwertliliengewächsen und haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Gladiolen. Sie werden als Zierpflanze verwendet und wachsen nicht nur in öffentlichen Parks, sondern auch in vielen Gärten. Aufgrund der besonderen Blüten werden die Pflanzen im Volksmund auch als Sternschnuppen bezeichnet.

 
Montbretien

Montbretien – Herkunft und Geschichte

Montbretien sind seltene Pflanzen, von denen es nicht mehr als 12 verschiedene Arten gibt. Beheimatet ist die Pflanze südlich der Sahara bis hin nach Madagaskar. Die immergrünen Pflanzen bilden dicke Knollen und haben aufrechte Stängel, an denen sich bis zu 20 Blüten entwickeln können.

Im Jahr 1851 wurde die Pflanze zum ersten Mal in einer botanischen Zeitschrift erwähnt. Montbretien sind nicht nur in Gärten und Bauerngärten ein schöner Blickfang, sondern eignen sich auch als Schnittblumen für die Vase.

Giftigkeit der Pflanze

Die Pflanze gehört zu den pflegeleichten Blumen und ist als nicht giftig eingestuft. Die einzelnen Pflanzenteile enthalten keine toxisch wirkenden Stoffe, sollten aber trotzdem nicht – auch nicht in Teilen – verzehrt werden.

Blütezeit von Montbretien

Sternschnuppen sind elegante Blumen, die mit ihrem nostalgischen Charme sofort überzeugen. Sie haben feurig leuchtende Blüten, die sich nicht nur im Blumenbeet, sondern auch auf dem Balkon und im Blumentopf gut machen. Die beginnende Blüte zeigt sich in der Regel ab dem Monat Juni. Dabei hängen bis zu 20 Blüten und mehr an einer Rispe. Die Blume blüht in leuchtenden Farben wie Rot, Orange und Gelb. Aufgrund der relativ langen Blütezeit können Montbretien als Solitärpflanzen, aber auch im Staudenbeet und in Kübeln kultiviert werden.

Ende der Blüte bei Sternschnuppen

 Montbretien erfreuen jeden Gärtner mit ihrer langen Blühzeit. Sie leuchten in schönen Farben bis in den Oktober hinein. Daher eigenen sie sich nicht nur zur Kombination mit anderen Sommerblühern, sondern können auch mit spät blühenden Pflanzen kombiniert werden.

Montbretien – Schneiden und Pflege

 Damit die Pflanze weiterhin gut wächst, benötigt sie einen regelmäßigen Schnitt. Zudem wird durch den richtigen Schnitt das Blütenwachstum gefördert.

  1. Nach der Blüte werden die Blumen geschnitten, um verblühte Rispen zu entfernen. Das gelingt am besten mit einem scharfen Messer, mit dem die verblühten Dolden einfach abgeschnitten werden.
  2. Montbretien, die nicht im Freien überwintert werden, sollten nach dem Herbst einen kompletten Rückschnitt bekommen. Dabei werden alle Pflanzenteile einige Zentimeter über der Erde abgeschnitten.
  3. Soll die Pflanze als Schnittblume dienen, werden nur solche Rispen abgeschnitten, deren untere Blüten noch geschlossen sind. Sie lassen sich ebenfalls mit einem scharfen Messer schneiden.

Winterhart

Sind die Winter mild, dann kann die Pflanze durchaus im Freien überwintert werden. Ein natürlicher Schutz für die Pflanze sind dann welke Blätter und Triebe, die bei der Überwinterung im Freien nicht abgeschnitten werden sollten. Zusätzlich kann eine Schicht aus Laub den Frost abhalten.

Montbretien, die im Kübel wachsen, können an einem frostfreien Ort überwintert werden. Treppenhausaufgänge oder die Garage eignen sich sehr gut. Ist der Winter in der Regel hart und herrscht viel Frost, kann die Pflanze aus der Erde geholt und an einem geschützten Platz überwintert werden. Bei Garten- und Beetpflanzen sollte die Wurzel mit möglichst viel Erde entfernt werden, um die feinen Wurzeln zu schützen.

Krankheiten der Pflanze

MontbretienEs gibt verschiedene Schädlinge, die der Pflanze zusetzen können. Dazu gehören in erster Linie Mäuse und Wühlmäuse, die sich an den Wurzeln zu schaffen machen.

  • Werden die Wurzeln stark beschädigt, kann die Pflanze keine Nährstoffe mehr aufnehmen und stirbt ab. Wird vor dem Einpflanzen ein Drahtgeflecht und den Wurzelballen gelegt, können Mäuse das Wurzelwerk nicht mehr schädigen.
  • Thripsen können die Blume ebenfalls befallen und einen Schaden verursachen. Dabei handelt es sich um sogenannte Fransenflügler, die bei der Pflanze das Wachstum hemmen können.
  • Das Abspülen befallener Pflanzen mit reichlich warmen Wasser, oder das Einsprühen mit einem Wasser- Spülmittel-Gemisch vertreibt die Schädlinge in der Regel. Helfen diese Maßnahmen nicht, bietet der Handel spezielle chemische Mittel an.

Montbretien – Standort und Pflege

Von Anfang April bis Anfang Mai können die Pflanzen in die Erde gebracht werden. Die Pflanztiefe lässt sich einfach ermitteln, denn die Blume sollte dreimal so tief in die Erde kommen, wie die Knolle groß ist. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ein Mindestabstand von ca. 15 cm gelassen werden. Die Blumen können als Gruppe zusammen, oder nebeneinander an Gartenmauern und Wegen gesetzt werden.

Das Anwachsen kann beschleunigt werden, wenn die Gartenerde mit reichlich Komposterde gemischt wird, da so das Wachstum der Wurzeln gefördert wird. Um die Pflanzen vor Spätfrost zu schützen, eignet sich eine dicke Schicht aus Laub, die gegen Ende Mai/Anfang Juni wieder entfernt werden kann. Die Erde sollte gleichbleibend feucht gehalten werden, während die Blume in den Sommermonaten etwas mehr Wasser benötigt. Ein Langzeitdünger, der im Frühjahr zum Einsatz kommt, versorgt die Pflanzen dann mit allen wichtigen Nährstoffen.

Umpflanzen der Blume

Hat die Pflanze keinen optimalen Standort, dann kann dies eine mangelndes Blütenwachstum zur Folge haben. Hilfreich ist es, die Blume dann umzupflanzen. Hat sie dann den perfekten Standort bekommen, belohnt sie den Gärtner schon im kommenden Jahr mit einer reichen Blüte. Beim Umpflanzen ist es wichtig, die Knolle nicht zu beschädigen. Daher muss die Blume um die Wurzel herum großzügig mit Erde ausgegraben werden. Ein Teil der Erde vom alten Standort wird dabei mit der Erde am neuen Ort gemischt.

Dann wird etwas Komposterde in das Loch gegeben und die Montbretien eingesetzt. Da die Pflanzen aufgrund der großen Wurzel viele Nährstoffe aus dem Boden holen, sollten sie durchschnittlich alle vier Jahre versetzt werden. Das garantiert eine gute Blüte und ein gesundes Wachstum.

Daniela Lamberti
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