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Mottenmittel zur Bekämpfung von Motten

Sie sind wohl in vielen Häusern und Wohnungen, jene Zeitgenossen, die ganz unten auf der Beliebtheitsskala stehen: Motten, in Kleidern, in den Teppichen, im Küchenschrank. Von Mai bis September ist die Flugzeit, hier schwärmen sie aus und suchen sich ihre Wohnungen.

 
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Motten mit Mottenmitteln bekämpfen und die richtigen Gegenmaßnahmen treffen ist Thema dieses Ratgebers.

Mottenmittel: Welche Schäden Motten verursachen

Am bekanntesten ist wohl die Kleidermotte, die sich an Wolle und Wollstoffen, an Pelzen und Wolle enthaltenden Produkten gütlich tut. Vielfach findet man sie auch in Dämmstoffen. Sie richten durch Fraß große Schäden an, da sie in den befallenen Stoffen Löcher und kahle Stellen hinterlassen.

Dabei sind jene Kleidungsstücke, an denen Haare oder Schuppen haften können sehr gefährdet, da sie die Hauptnahrungsquelle bilden.

Teppiche werden an verdeckten Stellen – beispielsweise unter Kästen – befallen, da die Motten hier nicht durch Tritte gestört sind. Auch aus Bodenritzen kommen sie gerne raus und befallen den darüber liegenden Bodenbelag.

Schlussendlich können die Motten sogar nicht unerhebliche Bauschäden verursachen, wenn sie die wollhaltigen Naturdämmstoffe befallen.

 

Wirksame Gegenmaßnahmen gegen Motten ergreifen

Einerseits ist die Vermeidungsstrategie mit Sicherheit empfehlenswert. Regelmäßiges Staubsaugen, vor allem unter Kästen und Schränken und in den Ritzen der Böden.

Eine regelmäßige Kontrolle der Kleidung im Schrank, vor allem wenn sie länger hängt, ist ganz wichtig, um gegen Befall vorzubeugen. Wird Mottenbefall festgestellt, dann kann die Bekämpfung mit dem Mottenmittel auf verschiedenen Wegen erfolgen:

Chemisch, biologisch, mit Hausmitteln.

Motten mit chemischen Mottenmitteln bekämpfen

Mottenkugeln: Jeder kennt sie wahrscheinlich und den intensiven Geruch hat man schon als Kind mitbekommen, wenn Oma den Kleiderschrank geöffnet hat. Als klassisches Mottenmittel, ob in Streifen oder als Kugeln, für die Motten so lästig, dass sie auswandern.

  • Für den Menschen können sie auch gefährlich sein, sofern er sie isst.
  • In den neueren Produkten ist Paradichlorbenzol (PDCB) enthalten, die älteren Mottenkugeln haben Naphtalin als Bestandteil.
  • Beide sind gesundheitsschädlich und gefährden die Umwelt.
  • Die Motten werden hauptsächlich durch den unangenehmen Geruch vertrieben, den die Kugeln oder Streifen über einen längeren Zeitraum hinweg abgeben und den wir Menschen auch als sehr störend wahrnehmen.

Neuere Mottenpapiere enthalten auch das Nervengift Transfluthin, welches die Motten tötet. Ein Blick auf den Beipackzettel mit den Inhaltsstoffen ist sicher ratsam.

Biologische Bekämpfung von Motten

Die beste Möglichkeit sind Schlupfwespen als natürliches Mottenschutzmittel. Im Handel sind Kolonien davon erhältlich, die auf Papierkärtchen aufgebracht sind. Von dort schwärmen sie aus und legen ihre Eier auf denen der Motten ab, die sie selbst suchen (Eiparasiten).

Nun schlüpft statt der Motte aus dem Ei eine kleine Schlupfwespe, die sich ihrerseits wieder Motteneier sucht, um den nächsten Durchgang zu starten.

Die Erfahrung zeigt, dass drei Freilassungen im Abstand von drei Wochen erforderlich sind, um eine wirksame Unterbrechung des Mottenzyklus herbeizuführen.

Lockstofffallen

Handelsübliche Lockstofffallen wirken dadurch, dass sie die Mottenmännchen durch Pheromone anziehen und damit die Population verringern, sie aber nicht gänzlich vernichten. In der Regel sind diese Fallen als Mottenmittel bis zu drei Monaten wirksam.

Wie man Motten auf natürliche Weise bekämpfen kann

Lavendelduft: Neben dem typischen Geruch von Mottenkugeln, ist auch noch der Lavendelduft eine Erinnerung an Omas Kleiderkasten. Kleine Säckchen, gefüllt mit Lavendelkraut, sollen in den Schrank gelegt, die Motten abwehren.

Ätherische Öle: Ähnlich wirksam können auch die ätherischen Öle sein, die von Zedern, Zirbelkiefern oder Nussbaumholz gewonnen werden.

Die Textilindustrie arbeitet vorbeugend mit synthetisch hergestellten Insektiziden als Gift gegen Motten. Damit werden bereits vor Auslieferung die Textilien behandelt, damit mit sie mottenfrei im Store und dann im Kleiderschrank des Käufers landen.

Tiefkühlschrank: Falls die Möglichkeit besteht, kann man die Motten auch „erfrieren“ lassen. Man lagert sie dazu mindestens eine Woche im Tiefkühlschrank. Auch Waschen bei hohen Temperaturen (auskochen) kann helfen. Vorsicht ist da aber bei Wollstoffen und ähnlichen Materialien geboten. Die Motten sind zwar vernichtet, das Kleidungsstück aber auch.

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Kleidermotten und Lebensmittelmotten bekämpfen

Neben den Kleidermotten gibt es auch die Lebensmittelmotten. Sie legen ihre Eier gerne in Mehl, Reis, Stärkeprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Schokolade ab. Im Wesentlichen an Orten, die ohne Kühlung Lebensmittel beherbergen.

  • Sind Lebensmittel befallen, dann ist nur die vollständige Vernichtung der Waren wirklich wirksam.
  • Hilfreich sind natürlich auch die anderen Mittel, aber Lebensmittel sind zum Verzehr bestimmt und damit können über diesen Weg Motten und chemische / biologische Stoffe in den menschlichen Körper kommen.
  • Keine sehr behagliche Vorstellung. Ein gutes Mottenschutzmittel sollte man deshalb immer parat haben.
  • Das häufigste Vorkommen ist die Dörrobstmotte, sie kommt ebenso wie Mehlmotten aus der Familie der Zünsler.
  • Motten befallen nicht nur offene, sondern auch verschlossene Gebinde.

Sie machen auch vor Plastikverpackungen und dünnen Kartonagen nicht halt und können diese öffnen. Sie können eine Größe von 10 mm erreichen, sind gute Flieger und erreichen so fast jeden Haushalt. Bis zu 300 Eier legen sie in Lebensmittel ab und übertragen eine Menge von Krankheiten auf den Menschen.

Bis zu 250 Eier legt die weibliche Kleidermotte ab. Stoffe, Polstermöbel, Teppiche, am besten mit höherem Haaranteil, werden bevorzugt. Nach 10 bis 14 Tagen schlüpfen kleine gelbe Raupen, die die bekannten Schäden an den Textilien anrichten.

Besonders beliebt dabei sind teure Kleidungsstücke, wie beispielsweise Cashmere, aber auch Kleidung mit Schweiß- oder Schmutzresten.

Zu beachten bei der Bekämpfung von Motten im Kleiderschrank oder Vorratsschrank mit Mottenschutzmitteln

Die Mottenbekämpfung hat zwei Schwerpunkte: die Vermeidung und die Bekämpfung. Während die Vermeidung gegen Mottenbefall schützen soll, ist die Bekämpfung von schon befallenen Objekten wichtig.

Die Bekämpfung mit einem Mottenschutzmittel kann auf chemischen, biologischen oder natürlichen Weg mit Hausmitteln erfolgen. Chemische Stoffe gehen meist mit Umweltbelastung und Vergiftung einher, die biologischen sind weniger bis gar nicht gefährlich bei der Anwendung.

Die beste Vorbeugung ist Reinlichkeit, regelmäßiges Staubsaugen und die möglichen Brutplätze genau im Auge zu haben.

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