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Nelken

Nelken, die mit botanischem Namen Dianthus heißen, gehören zu den Nelkengewächsen und sind in vielen Gärten zu finden.

 
Nelken

Die Blumen können im schlichten Beet, als Einfassung oder auch als Schnittblume verwendet werden. Die Blüten erstrahlen in vielen Farben und können unterschiedliche Formen haben.

Nelken – Herkunft und Geschichte

Insgesamt gibt es zwischen 300 und 600 verschiedene Arten, die an der Nordhalbkugel beheimatet sind. Zu dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Blumen gehört unter anderem Eurasien. Aber auch das Mittelmeergebiet kann viele verschiedene Arten vorweisen. Im Jahr 1753 wurde die Pflanze zum ersten Mal in einem botanischen Buch erwähnt.

Die Nelke als Blume darf nicht mit der Gewürznelke verwechselt werden, denn diese gehört zur Familie der Myrtengewächse. Eine besondere Bedeutung hatten ab dem 15. Jahrhundert weiße Nelken, die als Zeichen der Liebe angesehen wurden. Rote Nelken hingegen symbolisieren den Sozialismus.

Giftigkeit der Blumen

Nelken blühen in vielen schönen Farben und sind ein wahrer Blickfang. Sie sind für den Menschen nicht giftig, können aber für Katzen gefährlich werden, wenn diese an den einzelnen Pflanzenteilen kauen. In der Regel werden Katzen aber durch den besonderen Geruch der Nelken ferngehalten.

Blütezeit von Nelken

Die Blüten der Nelken können nicht nur unterschiedliche Formen, sondern auch zahlreiche Farbe haben. Steht die Blume in der Blüte, zeigen sich diese in den Farben rot, weiß, rosa, lila, violett, purpur und vielen anderen Tönen. Die Blüten können einzeln oder zusammen stehen. Auch zwei- oder dreifarbige Blüten sind keine Seltenheit. Nelken blühen im Vergleich zu anderen Blumen nicht nur lange, sondern je nach Sorte auch zu unterschiedlichen Zeiten. Beginnend im Monat Mai zeigen die ersten Nelken ihre Blumenpracht.

 

Ende der Blüte

Je nach Art blühen die Nelken in verschiedenen Monaten. Der Beginn der Blüte ist bei den meisten Nelkenarten in den Monaten Mai und Juni. Je nach Sorte zeigen die Blumen bis in den Oktober hinein ihre bunten und farbenfrohen Blüten. Nelken, die besonders flach wachsen und eine Art Teppich bilden, können nach einem Rückschnitt zu einer zweiten Blühphase angeregt werden.

Dianthus – Schneiden und Pflege

Nelken sind robuste Blumen, die sehr gut wachsen. Sie stellen keine großen Ansprüche, sollten aber ein Minimum an Pflege bekommen.

  1. Nelken, die sehr flach wachsen und dabei einen Blumenteppich bilden, sollten nach der Blüte mit einem scharfen Messer zurück geschnitten werden. Dabei werden alle verblühten Triebe der Pflanze abgeschnitten, wobei das Laub an der Pflanze verbleibt.
  2. Ein einfacher Pflegeschnitt, der auch das Wachstum fördert, sollte ebenfalls nicht ausbleiben. Dabei werden alle welken Pflanzenteile und abgestorbene Triebe entfernt.
  3. Als Schnittblume sollten Nelken in den frühen Morgenstunden geschnitten werden. Vorzugsweise werden Blüten verwendet, die zum Teil noch geschlossen sind. Diese werden in direkter Nähe zum Boden abgeschnitten. Nelken als Schnittblumen sollten vorher gut und ausgiebig gegossen werden. Am besten bekommen die Blumen schon am Vortag mehr Wasser als üblich, denn danach bleiben sie in der Vase noch länger frisch.

Winterhart

Nelken DianthusNelken sind ausdauernde Pflanzen, die mehrjährig wachsen. In der Regel vertragen sie den Winter gut und benötigen keinen Schutz. Es gibt aber einige Ausnahmen, die man beachten sollte, wenn die Nelken bei Frost im Freien bleiben. Nelken, die im Steinbeet oder im Kübel wachsen, sollten mit einer Schicht Laub oder Rindenmulch abgedeckt werden. Alternativ hilft ein spezielles Vlies aus dem Handel. Zudem sollte die Blume während der Wintermonate wesentlich seltener gegossen werden. Bekommen Nelken im Winter zu viel Wasser, wird der Boden zu feucht und es kann zu einem Schaden an der Wurzel kommen.

Krankheiten bei Nelken

Leider sind auch diese robusten Blumen nicht vor jeder Krankheit geschützt. Auch bei guter Pflege können Nelken von verschiedenen Pflanzenschädlingen befallen werden. Dazu gehören in erster Linie Blattläuse und Schnecken.

  • Schnecken können einen großen Schaden an den Pflanzen anrichten. Wachsen die Nelken im Staudenbeet oder zieren ganze Flächen, können Schnecken in wenigen Tagen einen großen Fraßschaden hinterlassen. Mit einer biologischen Falle, oder Schneckenkorn aus dem Handel, können die Schnecken vertrieben werden.
  • Blattläuse gehören zu den Pflanzenschädlingen, die leider sehr häufig vorkommen. Das Absuchen der einzelnen Pflanzenteile, das Abwischen der Blätter oder auch das Entfernen von stark befallenen Stellen ist als Erste Hilfe anzusehen. Mit einem speziellen Mittel gegen Blattläuse können die Pflanzen behandelt werden.
  • Ist der Boden zu feucht, können sich auch Pilzkrankheiten zeigen. Dann ist es wichtig, den Boden durchlässig zu machen, was unter anderem mit dem Beimischen von Kieseln als Drainage gelingt. Zudem sollte die Blume seltener gegossen werden. Auch gegen Pilzbefall bietet der Handel verschiedene Mittel an.

Pflege und Vermehrung von Nelken

Nelken gehören zu den robusten und kräftigen Blumen. Sie galten für viele Jahre als veraltet und wachsen nun als Zierpflanze mit einem ganz besonders nostalgischem Charme wieder in vielen Gärten. Dabei bevorzugen die Pflanzen einen sonnigen und überwiegend trockenen Platz, an dem sie optimal gedeihen können.

Ist düngen notwendig?

Zum Nelken vermehren sollten Sie ein paar Dinge beachten. Die Pflanzen gedeihen am richtigen Wuchsort sehr gut, und benötigen so gut wie keinen Dünger. Ist der Boden jedoch zu nährstoffarm, ist der Mangel den Blumen deutlich anzusehen. Gedüngt werden Nelken dann mit einem einfachen Blumendünger für Balkon- oder Beetpflanzen.

Wer von der bunten Blumenpracht nicht genug bekommt, kann Nelken ohne viel Aufwand selbst vermehren. Das gelingt am einfachsten, wenn von der Pflanze sogenannte Stecklinge geschnitten werden. Stecklinge werden vom oberen Trieb geschnitten. Der Schnitt erfolgt leicht schräg und es verbleiben am oberen Teil nur drei bis vier Blätter. Der frische Steckling wird in Anzuchterde gesteckt und muss durchgehend feucht gehalten werden. Sobald der neue Trieb gewurzelt hat, kann er umgepflanzt werden.

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