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Ökologischer Gartenbau und Gartenbewirtschaftung

Das natürliche Gärtnern berücksichtigt ökologische Gesichtspunkte und setzt auf Nachhaltigkeit. Ökologischer Gartenbau verzichtet auf schädliche Substanzen und unangemessene Rodung. Es gilt das ökologische Gleichgewicht zu wahren.

 
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Außerdem gibt es denn Vorteil, dass ein Garten, der ökologisch bewirtschaftet wurde, in der Regel weniger Arbeit macht. Mit Berücksichtigung der Umwelt werden Nützlinge gefördert und der Boden gepflegt. Dabei wird auch bei der Bodenpflege auf eine möglichst natürliche Vorgehensweise geachtet, ohne auf schädliche Gifte oder Schutzmittel zurückzugreifen.

Ökologischer Gartenbau und biologisches Gärtnern

Auch im Rahmen des Bachelor-Studiums Gartenbau nimmt das Ökologische Gärtnern seinen Platz ein. In den Fächern Umweltkunde und Ökologie, aber auch in der Bodenkunde werden den Studierenden alle erforderlichen Kenntnisse übermittelt. Von der Planung und Produktion bis hin zum Pflanzenschutz werden hier alle für den Gartenbau erforderlichen Kenntnisse vermittelt. Interessierte können sich auf dieser Seite informieren: https://www.studieren-studium.com/studium/Gartenbau

Ohne Studium oder Ausbildung zum ökologischen Garten

Um selbst ein ökologischer Gärtner zu werden, muss jedoch nicht zwingend ein Studium absolviert werden. Zunächst einmal ist die Bodenpflege und das Düngen ins Auge zu fassen. Erfolgen diese beiden Faktoren nach ökologischen Gesichtspunkten, so ist die perfekte Basis für die nachhaltige Gartenbewirtschaftung gelegt. Um ideale Bedingungen zu schaffen sind die folgenden Tipps zu beherzigen:

  • Der Boden sollte regelmäßig gelockert, gegossen und nur mäßig gedüngt werden.
  • Fruchtwechsel und Mischkultur schaffen das ideale Gleichgewicht.
  • Mulchen – die Bodenoberfläche wird mit Grasschnitt oder Heckenschnitt bedeckt, um den Boden feucht zu halten und mit Nährstoffen zu versorgen.
  • Biologisches Düngen mittels Tierkot oder Kompost führt dem Boden alle wichtigen Pflanzennährstoffe zu.
  • Außerdem werden so Garten- und Küchenabfälle sinnvoll verwertet, das Bodengefüge wird verbessert.

Mikroorganismen beleben den Boden. Ideale Wachstumsbedingungen werden durch einen biologischen Dünger geschaffen. Auch wird durch den Kompost Wasser gespeichert, was für eine gute Durchlüftung sorgt. Es ist zudem möglich schwere Boden aufzulockern. Bei starken Regenfällen bleiben Nährstoffe erhalten.

Grünabfälle und Gründüngung

Was ist Gründüngung? Es werden Pflanzen angebaut, die den Boden durchwurzeln und begrünen. Es geht hier also nicht direkt um das Düngen. Gründüngung ist zu empfehlen, jedoch dürfen Grünabfälle nicht ohne Weiteres in der Natur entsorgt werden, um den ökologischen Gartenbau beizubehalten. Schnell wachsende Pflanzen einzusähen sorgt dafür, dass Humus angereichert und die Wasserversorgung verbessert wird. Insbesondere bei brachliegenden Beeten. Außerdem wird der Boden durch Gründüngung vor großen Temperaturschwankungen bewahrt.

 

Regionaltypische Obst- und Gemüsesorten anbauen

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Um die genetische Vielfalt der deutschen Kulturpflanzen beizubehalten, ist es wichtig und notwendig alte Obst- und Gemüsesorten anzubauen und so eine ökologische und nahchaltige Bepflanzung zu gewährleisten. Bewiesenermaßen sind viele der regionaltyischen Sorten verschwunden, obwohl diese nicht nur einfach anzubauen, sondern meist auch noch sehr robust sind. Um Mooere zu schützen ist es übrigens weiterhin ratsam auf Torf beim Gärtnern generell zu verzichten.

Natürliche Bekämpfung von Schädlingen

Die Bekämpfung von Schädlingen und Ungeziefer wird auch im Garten zumeist chemisch durchgeführt. Dabei gibt es genügend Möglichkeiten der natürlichen und schonenden Bekämpfung von Schädlingen. Hausmittel und natürliche Bekämpfungsmittel sind ein erster Anfang, um möglichst nachhaltig zu gärtnern und keine Nützlinge zu vertreiben. Insbesondere das Bienen– und Insektensterben ist nicht zuletzt aufgrund des Glyphosat Einsatzes ein großes ökologisches Problem unserer Zeit.

  1. Die ordnungsgemäße Bodenbearbeitung und die richtige Auswahl des Standorts sowie widerstandsfähige Pflanzen sind essentiell, um Schädlingsbefall und Krankheiten zu vermeiden.
  2. Kräuterauszüge und Pflanzenjauchen unterstützen die Abwehrmechanismen der Pflanzen.
  3. Es sollten Bedingungen geschaffen werden, die natürlichen Fressfeinden von Schädlingen eine gute Lebensgrundlage bieten – Igel, Marienkäfer und Kröten.
  4. Spezielle, biologische Bekämpfungssprays- und Mittel aus dem Handel sind weniger aggressiv und pflanzen sowie nützlingfreundlich.
  5. Mechanische Bekämpfungsmethoden sollten den chemischen und biologischen aber immer vorgezogen werden, wenn ein Schädlingsbefall zu beobachten ist.
  6. Werfen Sie einen genauen Blick in die Beschreibung und auf die Rückseite von Bekämpfungsmitteln. Studieren Sie die Inhaltsstoffe und vermeiden Sie künstliche Mittel weitestgehend. Das Thema Nachhaltigkeit wird nicht nur im hauseigenen Garten zukünftig eine große Rolle spielen.

Bücher zum Thema und weitere Informationen

Im Handel gibt es diverse Bücher zum Thema ökologischer Gartenbau, wie beispielsweise „Der Biogarten“ von Marie-Luise Kreuter oder „Mein Weg zum Naturgarten“ von Natur im Garten. Nützliche Links:

https://www.gruen-denken.de/

https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/garten.html

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