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PE Folie kleben

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der PE Folie und ihrer Verwendung im Gartenbereich. Dazu ist zu klären, worum es sich bei dieser Folie überhaupt handelt, denn für viele Gärtner ist deren Herkunft und Anwendungsmöglichkeit nicht unbedingt geläufig. Grundsätzlich gilt für den Werkstoff PE, wenn er als Behältnis vorkommt, dass dieser schlecht klebbar ist

 
Folie aus Kunststoff

Dies liegt an der niedrigeren Oberflächenenergie, die PE besitzt. Eine niedrige Oberflächenenergie hat zur Folge, dass die Oberflächen schlecht zu benetzen und zu verkleben sind.

Hier müssen besondere Industriekleber zum Einsatz kommen, welche nachstehend beleuchtet werden. Ggf. könnte jedoch die PE Folie als mögliche vorübergehende bzw. verbindende Lösung dienen, wenn sie sich entsprechend mit der eigentlichen PE-Oberfläche verbinden lässt.

Was ist PE Folie?

Die PE Folie ist synonym als Kunststoff Polyethylen zu umschreiben. Polyethylen ist ein thermoplastischer Kunststoff, der durch Kettenpolymerisation von Ethen in chemischen Produktionsabläufen hergestellt wird. Der Stoff wird unter der Gruppe der Polyolefine geführt. Er ist unpolar und teilkristallin.

PE wird meist als Folien oder Verpackungen hergestellt. Mit einem Spritzgussverfahren können so beispielsweise Kanister hergestellt werden. Spezielle Spritzgussmaschinen blasen dabei mit starkem Druck das flüssige und heiße Material in die entsprechenden Formen, die später nach dem Abkühlen als Produktverpackung aus der Maschine kommen.

Diese Produkte können vielfältig sein: Rohre, Kabel, Spritzgussteile für den Automotiv-Bereich, Joghurtbecher etc. sind solche Anwendungsmöglichkeiten. Das PE-Pulver wird zur Beschichtung von Papier oder Textilien eingesetzt.

Die PE-Folie wird als Feuchtigkeitsschutz unterhalb von Bodenbelägen eingesetzt. Sie kann manchmal auch andere Namen haben. Diese sind beispielsweise Baufolie oder Dampfbremse. Dieser Schutz verhindert es, dass aufsteigende Feuchtigkeit in den Bodenbelag eindringt. Dies ist insbesondere für folgende Beläge wichtig:

  • Laminat,
  • Parkett oder
  • Andere Designer-Beläge

Nachstehend werden einige Beispiele aufgeführt, wie die einzelnen PE-Materialien geklebt werden können.

Anleitung: Beispiel PE Platte auf Metall kleben

PE Platten lassen sich mithilfe von industriellen Klebern auf Metalle befestigen. Es können zudem Zweikomponentenkleber als Klebstoffbasis dienen. Ein Beispiel für diesen besonderen Vorgang lässt sich wie folgt beschreiben, dieser gilt für viele Arten von Klebern:

  • Beide zu verklebende Oberflächen zunächst reinigen: PE Platte und Metall.
  • Danach den entsprechenden Kontaktklebstoff mit Pinsel oder Spritzpistole auftragen. Bei der Verwendung einer Spritzpistole sollte der Nutzer den Mundschutz nicht vergessen.
  • In der Regel sollte die Einwirkzeit mindestens 40 bis 50 Minuten oder mehr betragen, damit die Platten oder andere Gegenstände zumindest leicht hantiert werden können.
  • Die Endfestigkeit ist meistens bei circa 36 Stunden zu erwarten.

Beispiel PE Folie kleben mit Epoxidharz

Gartenteich PE Folie kann mit speziellem Epoxidharz verklebt werden. Dazu ist die andere Seite, mit der die Folie in Verbindung treten soll, entsprechend zu reinigen. Die Folie selbst erfordert diese Vorbehandlung nicht, da sie bereits einen sauberen Zustand aufweist.

Je nach Flüssigkeitszustand der einzelnen Kleber werden diese mit Pinsel oder Spatel aufgetragen sowie großflächig verteilt. In der Regel sollte die Klebeschicht zwar vollständig verteilt, aber nur dünn aufgetragen werden.

PE Tonne kleben

Die PE Tonne als Regenauffangtonne kann rissig werden. Das liegt nicht nur an der eigentlichen Materialermüdung und der Wertigkeit des PE-Materials, sondern gleichsam an den Einflüssen der Temperaturveränderungen bzw. -Schwankungen. Ein nicht bemerktes Gefrieren von Wasser kann durch dessen Ausdehnung Schäden am Material verursachen.

Dabei sind die Möglichkeiten zur Reparatur unterschiedlich gegeben, im Hinblick auf die Optionen wie und mit welchem Kleber geklebt werden kann. Generell muss die Tonne inhaltsstoffleer und an den zu verklebenden Stellen sauber sein, bevor sie behandelt wird. Die Varianten sind beispielsweise:

  • Heizluftschweißen mit Schweißschuh und Schweißdraht, der speziell für PE geeignet sein muss.
  • Ebenso ist die entsprechende Temperatur beachten.
  • Überschüssiger Schweißdraht einfach mit einem Spachtel entfernen, solange dieser noch warm ist.
  • Auch bei der Regentonne ist ein Kontaktklebestoff wie oben beschrieben möglich.
  • Ebenso kann Schmelzklebstoff mit einer Schmelzpistole aufgetragen werden.

Hierbei sollte die Bruchstelle möglichst gereinigt, geschliffen und mit einer Grundierung vorbehandelt werden, damit die Festigkeit und Dichtigkeit erreicht wird.

Hannah Meissner
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