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Pfefferbaum Bonsai

Der Pfefferbaum Bonsai, der unter dem lateinischen Zanthoxylum piperitum bekannt ist, kommt aus dem Himalaya, bzw. ist auch in Japan und Korea beheimatet. Er besitzt einen leicht pfefferigen Geruch, was ihm auch den Namen eingebracht hat.

 
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Der angenehme Geruch des Pfeffers wird durch einen leicht süßlichen Geruch unterstützt. Er besitzt grüne Fiederblätter, die glänzend sind. Nicht nur, dass der Geruch recht ungewöhnlich ist.

Der Bonsai Pfefferbaum besitzt zudem ein gelbes Holz und gelbe Wurzeln. Im Frühling bilden sich kleine, gelb-weissliche Blüten, die sich in Gruppen befinden. Der Pfefferbaum ist aber auch unter dem Namen Szechuanpfeffer Bonsai bekannt. Er kann nicht nur als Zimmerpflanze, sondern auch im Freien gehalten werden.

Allerdings auch nur zur Sommerzeit. Im Winter braucht der Bonsai einen Fensterplatz, der kühl aber hell ist. Im Grunde kann der Pfefferbaum Temperaturen bis 5 Grad gut aushalten. Er ist einer der pflegeleichten Bonsais. Dadurch eignet er sich gut auch für Anfänger.

Herkunft des Pfefferbaum Bonsai

In den Regionen des Mittelmeeres wird er auch als Straßenbaum angepflanzt. Der Baum wird in der Regel nur zwei bis drei Meter hoch und zählt zu den kleineren Bonsais. Er trägt rote Steinfrüchte und weiße Blütentrauben. Ursprünglich stammt er aus Süd- und Mittelamerika. Er ist vielseitig einsetzbar.

Aus dem Holz des Pfefferbaum wird Harz gewonnen, das auch heute noch zu Kaugummi verarbeitet wird. Zudem wird aus einigen Teilen ein Getränk (Chicha de molle) hergestellt. Zudem ist die rote Steinfrucht eine ideale Würzung. Der Pfeffer des Baums wird als Gewürz in vielen Gerichten verarbeitet.

Pfefferbaum Bonsai Pflege

Damit der Pfefferbaum Bonsai perfekt wachsen kann, müssen einige Faktoren beachtet werden.

  • Der Standort: Der Pfefferbaum kann bei warmem Klima das ganze Jahr im Freien stehen. Zwischen Mai und September sollte der Baum bei einem gemäßigten Klima einen sonnigen bis halbschattigen Platz bekommen. Zudem sollte er windgeschützt stehen. Zwischen Herbst und Frühling brucht der Baum einen hellen Platz, der Temperaturen zwischen 16 und 23 Grad aufweist.
  • Nicht Winterhart: Er zählt zu den nicht winterharten Bäumen. Bei einem guten Standort treibt der Pfefferbaum auch in den Wintermonaten aus. Allerdings sollten Sie beachten, dass der Baum auf keinen Fall unter 10 Grad stehen darf. Beim Lüften müssen Sie darauf achten, dass der Pfefferbaum der kalten Zugluft nicht ausgesetzt wird.
  • Das Gießen: Im Sommer benötigt der Pfefferbaum viel Wasser, verträgt allerdings keine Staunässe. Der Pfefferbaum kann auch in durchlässigem Substrat stehen, dann muss er noch gründlicher gewässert werden. Die Gießzeiten erkennen Sie an der Substratoberfläche. Sobald diese auszutrocknen beginnt, muss der Baum gegossen werden. Während der Wintermonate sollte das Gießverhalten angepasst werden. Im Winter benötigt der Pfefferbaum weniger Wasser. Überwintert der Baum allerdings in der Nähe einer Heizung, dann müssen Sie darauf achtgeben, dass der Wurzelballen auf keinen Fall austrocknet.

Düngen

In regelmäßigen Abständen muss der Pfefferbaum Bonsai zwischen Frühling und Herbst gedüngt werden. Dazu bietet sich eine Düngung alle zwei Wochen an. Über die Wintermonate sollte der Pfefferbaum mit Flüssigdünger versorgt werden. Das reicht in der Regel einmal im Monat. Die genaue Gabe wird anhand der Dosierungsanleitung verabreicht. Im Sommer bietet sich vor allen Dingen organischer Dünger an, der in fester Form verabreicht wird.

Pfefferbaum Bonsai schneiden – So geht's

Schneiden und Drahten – Grundsätzlich wird beim Pfefferbaum abgewartet bis vier Blätter an einem Trieb vorhanden sind. Dann können zwei Blätter abgeschnitten werden. Allerdings sollte auf einen Blattschnitt verzichtet werden.

Experten empfehlen den Schnitt dreimal im Jahr. Am besten Anfang Mai, Ende Juni und im Idealfall zusätzlich Mitte August. Stärkere Zweige müssen aufgrund der Härte des Holzes mit einer Scharfe Schere geschnitten werden. Als Faustregel lässt sich sagen, dass der Pfefferbaum Bonsai fünf bis zehn Zentimeter wachsen gelassen wird, bevor dann der Rückschnitt auf die ursprüngliche Krone mittels einer scharfen Schere für Bonsaibäume erfolgt. Wundverschlussmittel bietet sich bei größeren Schnittwunden an.

Drahten können Sie den Bonsai das ganze Jahr über. Achten Sie auf speziellen Pflanzendraht. Sie können den Pfefferbaum Bonsai durch ein zielgenaues Beschneiden und dem Drahten in eine schöne Form bringen. So kann er sich gut entwickeln. Aufgrund der Tatsache, dass die Triebe jedoch rasch aushärten, sollte mit dem Drahten nicht zu lange gewartet werden. Ein stabiler Bonsaidraht ist zu empfehlen. Nach wenigen Wochen kann der Draht entfernt werden.

Vermehren

BonsaiDie Stecklinge und Samen des Baumes können gut zum Vermehren genommen werden. Die Vermehrung durch Wurzelstecklinge gilt als einfachste Möglichkeit. Einfach in eine gut durchlässige Erde stecken und anschließend hell sowie warm und feucht halten. In der Regel können als Schädlinge nur Spinnmilben auftreten. Das ist auch nur über den Winter möglich, wenn der Pfefferbaum im Gewächshaus oder im Zimmer steht.

Richtiges Umtopfen

Die jungen Pfefferbäume müssen alle zwei Jahre umgetopft werden. Bei älteren Bäumen wird auf ein Umtopfen alle drei Jahre gesetzt. Idealerweise sollte eine gute Mischung zwischen Humus, Bimskies und Akadama vorhanden sein. Beim nächsten Umtopfen gilt es ein gröberes Bonsaisubstrat heranzuziehen, wenn die Durchlässigkeit für Luft und Wasser nicht optimal ist.

Im Grunde ist der Bonsai Pfefferbaum ein ganz normaler Baum, auch wenn er einige Eigenheiten, wie den ungewöhnlichen Geruch aufweist. Aber gerade beim Umtopfen müssen Sie besonders vorsichtig sein, damit die Wurzeln des Pfefferbaums nicht beschädtigt werden. In den folgenden Schritten können Sie nachlesen, wie Sie beim Umtopfen richtig vorgehen.

  1. Zuerst stellen Sie einen größeren Topf und die neue Erde bereit. Idealerweise muss eine 1 : 1 Mischung von Akadama, Bimskies und Humus genutzt werden.
  2. Anschließend muss der Baum vorsichtig von der alten Erde befreit werden. Es muss nicht die gesamte Erde entfernt werden. Achten Sie dabei unbedingt auf die Wurzeln, sodass diese keine Schäden davontragen.
  3. Setzen Sie den Baum nun in den neuen Topf, indem Sie bereits ein wenig der neuen Erde auf dem Boden platziert haben.
  4. Achten Sie darauf, dass zu allen Ecken der gleiche Abstand herrscht und setzen Sie den Pfefferbaum vorsichtig ein.
  5. Nun können Sie den restlichen Topf mit der frischen Erde auffüllen. Es ist nicht notwendig direkt nach dem Umtopfen zu düngen. Die neue Erde enthält ausreichend Nährstoffe, die zum Wurzel ansetzen ausreichend sind.
  6. Gießen Sie den neu eingesetzten Pfefferbaum, damit er sich in Ruhe entfalten kann. Geben Sie ihm ein wenig Zeit, um sein neues Zuhause zu erleben.
Daniela Lamberti
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